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Affinity Photo: Ernstzunehmende Photoshop-Alternative im Test

Affinity Photo: Ernstzunehmende Photoshop-Alternative im Test © Serif / Affinity Photo

Bezahlbare Photoshop-Alternative gesucht? Und gefunden: Die Software Affinity Photo konnte im hitchecker.de Test überzeugen.

Seit einigen Jahren ist das etablierte Fotobearbeitungsprogramm Photoshop nur noch im preislich ambitionierten Abo erhältlich. Seither suchen Hobbyanwender, aber auch Profis nach Alternativprogrammen, die weniger kosten, ohne in Sachen Funktionsumfang zu viele Kompromisse einzugehen. Affinity Photo, eine noch recht junge Software des britischen Herstellers Serif, schickt sich seit gut drei Jahren an, eine ernstzunehmende Konkurrenz für den Adobe-Dauerbrenner zu werden.

Gerade der günstige Preis von knapp 55 Euro macht das für Windows-Rechner und Macs verfügbare Programm vor allem für Privatanwender interessant. Diese können damit allerdings auf sehr professioneller Ebene arbeiten. Für den schnellen Einstieg in Affinity Photo empfehlen sich daher Vorkenntnisse in Sachen Fotobearbeitung.

Photoshop-Feeling mit kleinen Unterschieden

Wer vorab mit einer Photoshop-Version gearbeitet hat, findet sich schnell zurecht: Die Benutzeroberfläche von Affinity Photo orientiert sich klar am Look-and-feel des "Originals". Nahezu alle Werkzeugsymbole wirken vertraut. Sogar die meisten Shortcuts entsprechen den Kurzbefehlen in Photoshop. Es besteht zudem die Möglichkeit, diese individuell festzulegen.

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Die kleinen, aber feinen Unterschiede werden deutlich, wenn es konkret an die Fotobearbeitung geht. Gewisse Details bei der Optimierung, Korrektur und Retusche von Bildern erfordern, meist an unerwarteten Stellen, schließlich doch andere Handgriffe als in Photoshop. Das irritiert zunächst, ist aber einfach nur eine Frage der Einarbeitung. Bei Unklarheiten führen deutsche Hilfehinweise sowie eine Fülle an englischsprachigen Video-Tutorials zu schnellen Antworten.

Nicht-destruktives Bearbeitungskonzept

In zwei wesentlichen Punkten geht Affinity Photo komplett eigene Wege: Die Software ist aufgeteilt in fünf verschiedene Arbeitsbereiche (Photo Persona, Liquify Persona, Develop Persona, Tone Mapping Persona, Export Persona), die sich auf unterschiedliche Aufgaben und Funktionen konzentrieren. Über die "Develop Persona"-Umgebung lassen sich RAW-Bilddateien importieren und entwickeln. Doch nicht nur an dieser Stelle offenbart sich der Anspruch seitens Serif, auch Profis gerecht zu werden.

Die Software ist sehr darauf bedacht, die Original-Fotodaten stets als Basis zu behalten und im Zuge der Bearbeitung nicht zu überschreiben. So werden Effekte und Anpassungen als Ebenen ergänzt, die nach Belieben auch wieder ausgeblendet werden können. Diese nicht-destruktive Bearbeitungsweise ist teilweise zwar auch in Photoshop wiederzufinden. Affinity Photo setzt das Konzept aber durchgehend und damit deutlich konsequenter um. Gerade für den komplexeren Workflow von Fotografen, Grafikern und Designern dürfte es sich als vorteilhaft erweisen.

Fehlende Vorschau beim Foto-Export

Einziger Haken: Affinity-Dateien fallen deutlich größer aus als Photoshop-Files, da die Originaldaten eines Fotos eben immer im Hintergrund bestehen bleiben. Natürlich können bearbeitete Bilder als gängige und schlanke Formate (z.B. JPG, GIF, PNG) exportiert werden. Was Affinity Photo dabei leider völlig fehlt, ist eine Vorschau-Anzeige. Das Ergebnis möglicher Qualitätsanpassungen ist erst nach dem Export ersichtlich: Die abgespeicherten Dateien müssen dazu geöffnet werden.

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Es verwundert, dass eine solche Standardfunktion bislang nicht integriert wurde. Für die Aufbereitung von Web-Fotos entpuppt sich das Prozedere ohne Vorschau-Fenster als äußerst umständlich: Hier kommt es darauf an, eine möglichst kleine Foto-Datei bei noch akzeptabler Bildqualität zu generieren. Es braucht also unter Umständen einige Speicherversuche, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Immerhin: Diverse Hinweise im offiziellen Affinity-Forum versprechen eine baldige Beseitigung des "Preview"-Mankos.

Unterstützung von PSD-Dateien und Photoshop-Plugins

Überraschend mühelos klappt der Import von Photoshop-Dokumenten. Sämtliche Ebenen inklusive aller Effekte werden korrekt übernommen. Das erleichtert den Umstieg auf Affinity Photo immens. Nach jahrelanger Photoshop-Treue haben sich bei vielen wohl so einige PSD-Dateien angesammelt, die als regelmäßig genutzte Vorlagen fungieren. Noch besser: Auch Photoshop-Plugins können innerhalb von Affinity Photo zum Einsatz kommen.

Durch ihren schlanken Programmiercode läuft die Software sogar schneller und stabiler als der große Konkurrent. Selbst bei der Bearbeitung von hochaufgelöstem Fotomaterial stellte sie auf unserem Testrechner (Memory PC Intel PC Core i7-8700K) eine flotte Performance unter Beweis. Auf einige Photoshop-Features wie die Erstellung von 3D-Grafiken und Videobearbeitung verzichtet Affinity Photo zugunsten dieser vielleicht ganz bewusst.

Fazit: Profi-Fotobearbeitungsprogramm zum Top-Preis

Affinity Photo legt den Fokus auf die Fotobearbeitung und stellt dafür mächtige und professionelle Werkzeuge bereit. Von dem günstigen Preis sollte man sich nicht täuschen lassen: Es handelt sich tatsächlich um eine ernstzunehmende Photoshop-Alternative. Diese schont das Budget und macht vieles sogar besser als der Platzhirsch von Adobe. Ein absolut empfehlenswerter Volltreffer!

Mehr Infos zum Programm: affinity.serif.com/de/photo/

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    Affinity Photo 1.6.5.135
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