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XP-Pen Artist 12: Kompakter Grafikmonitor zum Spitzenpreis

XP-Pen Artist 12: Kompakter Grafikmonitor zum Spitzenpreis © TEXT-BAUER

Der XP-Pen Artist 12 ist ein kompakter und besonders günstiger Grafikmonitor aus China, der weitgehend zu überzeugen weiß.

Bis vor ein paar Jahren lohnten sich Zeichenmonitore eher nur für Profi-Grafiker und Digitalkünstler und weniger für den kreativen Hobbyanwender daheim. Die Preise für brauchbare Geräte lagen im hohen drei- oder sogar vierstelligen Bereich. Die Technik hat sich jedoch rasant weiterentwickelt. Vor allem Hersteller aus Asien bieten inzwischen auch Budget-Grafiktabletts für Einsteiger an, mit denen sich durchaus professionell arbeiten lässt.

Das chinesische Unternehmen XP-Pen hat jüngst den Artist 12 auf den Markt gebracht, der mit knapp 200 Euro gerade mal so viel kostet wie ein günstiges Mittelklasse-Tablet. Es handelt sich um einen Grafikmonitor mit einem 11,6 Zoll großen IPS-Display in HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel).

Viel Zubehör inklusive

Im überraschend großen Lieferumfang befindet sich ein passiver Stylus inklusive acht Ersatzstiftspitzen. Praktisch: Der abgeschraubte Deckel der zylinderförmigen Aufbewahrungsbox kann als Stylus-Halter genutzt werden. So findet der Pen bei Nichtgebrauch immer einen geschützten Platz auf dem Schreibtisch.

Auch alle nötigen Verbindungskabel sind beim XP-Pen Artist 12 standardmäßig dabei: Dazu zählt ein Kombikabel, um den Zeichenmonitor per USB und HDMI mit dem Rechner zu verbinden. Sollte der genutzte Computer das Gerät per USB nicht mit ausreichend Strom versorgen können, stehen auch unterschiedliche Netzadapter zur Verfügung.

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An ein USB-Verlängerungskabel wurde ebenfalls gedacht, falls die Distanz zwischen Tablett und PC größer ausfällt. Für MACs mit Mini DisplayPort, liegt ein HDMI-Adapter bei. Ein Zeichenhandschuh, ein Reinigungstuch sowie eine Kurzanleitung für die ersten Schritte gibt es ebenfalls inklusive.

Der Grafikmonitor wurde mit diesem Rechner getestet: Memory PC Intel PC Core i7-8700K

Ganz schnell installiert

Windows 10 erkennt den XP-Pen Artist 12 direkt nach dem Anschließen. Um alle Funktionen nutzen zu können, sollte man dennoch die aktuellen Treiber von der XP-Pen Website herunterladen. Nach der Installation steht nämlich eine App für die Einstellung der Stylus-Druckempfindlichkeit und für die Monitorkalibrierung bereit.

Der Clou: Über diese können auch die sechs am linken Tablett-Rand befindlichen Tasten mit individuellen Shortcuts belegt werden, um häufige Arbeitsschritte schnell abrufbar zu machen. Über ein schmales Touchpad lässt sich zudem flink in den Arbeitsbereich rein- und wieder rauszoomen.

Das Display liegt in einem leichtgewichtigen Plastikgehäuse, das optisch nicht den edelsten Eindruck macht. Im Großen und Ganzen wirkt die Verarbeitung aber solide und stabil. Wenn der Handballen beim Zeichnen oder Schreiben aufgelegt wird, bleibt ein Knarzen jedenfalls aus. Der Bildschirm selbst punktet mit einer robusten, hochwertigen Glasoberfläche.

Display reagiert bestens

Laut Hersteller ist diese schmutzabweisend. Allerdings lohnte es sich dennoch, regelmäßig mit dem Reinigungstuch darüber zu wischen. Staubpartikel sammeln sich doch recht schnell auf dem Display an. In Sachen Helligkeit, Schärfe und Blinkwinkelstabilität gibt es allerdings keinen Anlass zur Kritik. Über zwei kleine Buttons an der linken Tablett-Seite lässt sich die Monitorbeleuchtung nach Belieben verringern oder verstärken.

Auf den Stylus reagiert das Display ohne spürbare Verzögerung. Das Zeichnen geht flüssig von der Hand, soweit die genutzte Software mit dem XP-Pen Artist 12 kompatibel ist. Der Hersteller nennt hier vor allem gängige Programme wie Photoshop, Fireworks, Illustrator, Manga Studio 5.0, OneNote 2016, Windows Ink und Paint 3D.

Beim hitchecker.de Test funktionierten ebenso Photoshop-Alternativen wie Affinity Photo und GIMP 2.10 sowie das kostenlose und sehr umfassende Zeichenprogramm Krita ganz ohne Probleme. Im Falle von handschriftlichen Notizen im Adobe Acrobat Reader ging das Schreiben etwas schwerfälliger vonstatten. Doch auch hier findet sich bestimmt ein Alternativ-Programm für handschriftliche Kommentare in PDFs, das noch ein bisschen besser mit dem XP-Pen Artist 12 harmoniert. Wer partout auf eine Anwendung festgelegt ist, sollte sich vorab beim XP-Pen Support erkundigen, ob diese vollends unterstützt wird.

Fast wie auf Papier

Der Stylus unterscheidet 8192 Druckstufen, wodurch äußerst präzises Zeichnen möglich wird. Mit etwas Übung und nach einer gewissen Einarbeitungszeit kommt das dem Skizzieren und Malen auf Papier sehr nahe. Der Stift besitzt mit seinem sechseckigen Design und der beschichteten Oberfläche eine hervorragende Haptik. Nutzt man ihn verkehrt herum auf dem Display, fungiert er in den meisten Programmen als Radierer. Zusätzlich kann eine Taste am Pen mit einer favorisierten Funktion belegt werden.

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Nicht nur für zeichnerisch Begabte lohnt sich der Grafikmonitor: Auch bei der Fotobearbeitung erweist sich der XP-Pen Artist 12 als praktische Eingabehilfe. Egal ob Fotoretusche oder Freisteller – mit dem Stylus lässt sich schnell und detailliert arbeiten. Ebenso macht es Spaß, handschriftliche Notizen, Mindmaps oder veranschaulichende Skizzen über eine App wie OneNote zu erstellen.

Nur kleine Mankos

Das Ausdrucken von Texten zum Markieren oder Korrigieren kann man sich künftig ebenfalls sparen. Über das Grafiktablett lässt sich alles wie auf Papier bearbeiten und kommentieren. Zugegeben, auf einem herkömmlichen Tablet, das handschriftliche Eingaben unterstützt, lässt sich das bequem auf der Couch erledigen. Doch die zusätzliche Einsatzoption des an den Computer gebundenen XP-Pen Artist 12 ist auf jeden Fall nice to have.

Die Mankos des Geräts bleiben überschaubar: Etwas unglücklich ist die Platzierung des Computeranschlusses auf der oberen linken Seite des Tabletts. So führt das etwas störrische Kabel auf dem Schreibtisch einmal über den Grafikmonitor hinweg zum PC. Bei Linkshändern entfällt das Problem: Nach einer Änderung über die PenTablet-App lässt sich der Artist 12 um 180 Grad gedreht mit den Funktionstasten und dem Anschluss auf der rechten Seite nutzen.

Extrem störend war ein fieser Plastikgeruch, der sich nach dem Auspacken des Geräts und des Zubehörs hartnäckig im Büro festsetzte. Nach zwei Tagen und etlichen Lüftaktionen hat sich dieser aber zum Glück verflüchtigt.

Die Wärmentwicklung des Zeichenmonitors bleibt selbst bei mehrstündigem Betrieb gering. Die Kunststoffrückseite fühlt sich dabei etwas wärmer an als das Display – aber alles im grünen Bereich!

Für Einsteiger und Profis

Angesichts des nahezu unschlagbaren Preises fällt das Fazit zum XP-Pen Artist 12 trotz der kleinen Kritikpunkte positiv aus. Ambitioniertere Digitalkünstler greifen vermutlich lieber zu einem teureren Markengerät mit größerem Display. Als kompaktes Zweitgerät, das man schnell mal einpacken und zu einem Kollegen oder Auftraggeber mitnehmen kann, macht der Grafikmonitor aber durchaus auch für diese Zielgruppe Sinn.

Ansonsten richtet er sich vor allem an Einsteiger, die sich erst mal am digitalen Zeichnen versuchen wollen, ohne dafür viel Geld ausgeben zu müssen. In Sachen Funktionsumfang und Performance gehen sie dabei im Vergleich zu deutlich teureren Grafiktabletts erstaunlich wenige Kompromisse ein. Allein wegen des umfassenden Zubehörs empfiehlt sich der XP-Pen Artist 12.

Technische Details zum XP-Pen Artist 12: www.xp-pen.com/goods/show/id/380.html

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