A-ha touren gerade mit ihrem „MTV Unplugged“-Programm durch Deutschland. Pål Waaktaar-Savoy, Gitarrist und Songwriter der norwegischen Kultband, stellt mit seinem Nebenprojekt Savoy den Support-Act für die Konzertreise. Im Gepäck hat das Trio seinen neuen Longplayer. Mehr...

Savoy: Hitschreiber von A-ha ganz entspannt
© Jason Brandenberg

Für A-ha hat er große Hits geschrieben, mit seiner Zweitband Savoy lässt es Pål Waaktaar-Savoy entspannter angehen.

A-ha touren gerade mit ihrem „MTV Unplugged“-Programm durch Deutschland. Pål Waaktaar-Savoy, Gitarrist und Songwriter der norwegischen Pop-Formation, stellt mit seiner Zweitband Savoy den Support-Act für die Konzertreise. Diese gründete er bereits anno 1996 gemeinsam mit seiner Frau Lauren (Gitarre, Gesang) und Schlagzeuger Frode Unneland. Das Trio war vorwiegend während der A-ha-Pausen aktiv und feierte große Erfolge in Norwegen .

Mit „See The Beauty In Your Dab Hometown“ haben Savoy jüngst ihr sechstes Album veröffentlicht. Dieses wurde bereits 2015 aufgenommen, dann aber wegen des Comebacks von A-ha mit „Cast In Steel“ erst mal auf die lange Bank geschoben. Das hatte sicherlich zeitliche Gründe, vermutlich sollten sich die beiden Scheiben in der skandinavischen Heimat aber auch nicht in die Quere kommen. Denn natürlich gibt es stilistische Parallelen.

Parallelen und Unterschiede zu A-ha

Einige der Songs entstanden sogar ursprünglich für A-ha und wurden wie das rockige „Manmade Lake“ schon mal von Morten Harket eingesungen. Die Single „Night Watch“ und das an den Klassiker „Blue Monday“ von New Order erinnernde „A Month Of Sundays“ spielen zudem mit 80er-Synthies und melancholischen Melodien. Damit hätten die Tracks auch wunderbar auf „Cast In Steel“ gepasst.

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Pål singt die meiste Zeit deutlich tiefer als Morten, legt aber mindestens genauso viel Pathos in seine Stimme. Typisch für seine Kompositionen sind die konsequenten Harmoniebrüche innerhalb der Lieder, etwa beim recht zähen „We're The Same Way“ oder dem versöhnlich-eingängigen Rausschmeißer „(My) Weathervane“.

Verspielter Retro-Sound zum Zurücklehnen

Zwischen dem elektronischen Start und dem seichten hinteren Drittel des Albums tendiert der Savoy-Sound zum entspannten, leicht verträumten Rock und Pop der 60er und 70er: Das simpel gestrickte und fast schon ein bisschen naive „Bump“ aus der Feder von Lauren scheint sich vor den Beach Boys verneigen zu wollen.

Das als Duett vorgetragene „January Thaw“ irritiert zunächst mit schrägen Strophen, bis ein umarmender Refrain mit Wohlfühl-Harmonien überrascht. Beim rhythmisch verspielten „Shy Teens Suffering Silently“ blitzt ein wenig Flower-Power-Feeling durch. So richtig zünden will die Nummer aber nicht.

Die großen Ohrwürmer fehlen

Das gilt übrigens für ein Großteil des Songmaterials. Tatsächlich taugt im Grunde nur „Night Watch“ zur Single. Der Rest ist gepflegte und atmosphärische, aber streckenweise doch sehr altbacken inszenierte Popkost. Der ausgewogenen Mix aus akustischen und elektronischen Elementen weiß zu gefallen. Der große internationale Durchbruch dürfte Savoy mit „See The Beauty In Your Dab Hometown“ aber sicher nicht gelingen.

Halb so schlimm: Karriere hat Pål Waaktaar-Savoy bereits mit A-ha gemacht. Savoy dient ihm mehr zur kreativen Selbstverwirklichung und zum relaxten Musizieren.

Mehr Infos zur Band: www.waaktaar.com

Veröffentlichung: 19.01.2018 (Drabant Music)

Gewinnspiel: Jetzt neues Savoy-Album abstauben

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Hinweis: Nach dem erfolgreichen Versand des Gewinnspielformulars erfolgt eine Empfehlung für einen anderen redaktionellen Beitrag.

Das Gewinnspiel ist inzwischen beendet. Gewonnen haben Cornelia D. aus Heilbronn und Natalie W. aus Aschaffenburg.

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  • Rezension zu: Savoy: See The Beauty In Your Drab Hometown
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