Mit seinem ersten Silberling "Farbe & Dunkel" sucht und findet Christian Falk seinen wohlverdienten Platz in der deutschen Liedermacherszene. Auf seinem vorwiegend akustisch gehaltenen Album überwiegt das "Dunkel" mit nachdenklich-kritischen Texten, die Reime und Plattitüden aussparen. Mehr...

Christian Falk: Kein Pop-Poet, sondern Liedermacher
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Mit seinem ersten Silberling sucht und findet Christian Falk seinen wohlverdienten Platz in der deutschen Liedermacherszene.

Im Pressetext zu "Farbe & Dunkel", dem Debüt von Songwriter Christian Falk, wird noch mal indirekt die Schelte Jan Böhmermanns gegen den standardisierten, immer auf Fröhlichkeit getrimmten Deutsch-Pop aufgegriffen:

Einmal mehr muss Max Giesinger als Negativ-Beispiel herhalten, weil der zuletzt mit "80 Millionen" und "Wenn sie tanzt" eben zwei Gute-Laune-Hits hatte. Auf seinen beiden bislang veröffentlichten Alben bewies dieser aber durchaus ein Händchen für melancholische Songs mit mehr Tiefgang.

Das Gegenkonzept zu Max Giesinger

Doch lassen wir uns trotzdem auf den PR-Aufhänger ein und fragen: Was sieht denn nun das Gegenkonzept zum badischen Strahlemann aus, der angeblich seine Seele an die Musikindustrie verkauft hat?

Es setzt in erster Linie auf angenehm akustisch und zuweilen dezent rockig gehaltene Lieder, die das Reimen scheuen und dennoch nicht in Stolpern geraten. Da ist eine Kunst, die nicht allzu viele Songwriter beherrschen. Falk schafft es zudem, seine sehr nachdenklich-kritischen Texte in griffige Melodien zu verpacken ("Europa", "Hallo Fremder").

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Doch auch wenn das "Dunkel" gefühlt überwiegt, lässt Falk ebenso leuchtende "Farbe" in Form von ein paar unbeschwerteren Stücken aufblitzen ("Farbe", "Steig mit mir um", "Einer von mir"). Selbst in den depressiven und klagenden Momenten wissen Akustikgitarre, Cello und Piano zu umarmen und Trost zu spenden ("Dein Geruch bleibt", "Wenn die Welt schlafen geht").

Im eigenen Revier unterwegs

Das Gesamtpaket erinnert so ein bisschen an die Hamburger Band Blumfeld. Falk verfügt über eine ganz ähnlich klare Stimmfarbe wie deren Frontmann Jochen Distelmeyer, legt viel Ausdruck und Gefühl in seinen Gesang.

Man stelle also fest: Den Seitenhieb auf Kollege Max Giesinger hätte es gar nicht gebraucht, um Christians Musik an die Frau und den Mann zu bringen. Der 29-jährige Wahl-Bremer markiert sein ganz eigenes Revier als erwachsener Liedermacher mit einem guten Gespür für poetisch-anspruchsvolle Lyrics.

Mehr zum Künstler: www.christianfalkmusik.de

Veröffentlichung: 16.03.2018 (Timezone)

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  • Rezension zu: Christian Falk: Farbe & Dunkel
  • Redaktionswertung:

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