Der Start der Dreharbeiten stand unmittelbar bevor. Doch nun hat Netflix die türkische Serie „If Only“ kurzfristig auf Eis gelegt. Der Grund: Die türkischen Behörden wollten keine Filmerlaubnis erteilen, weil in der Geschichte ein schwuler Charakter auftaucht. Mehr...

If Only: Netflix sagt türkische Serie kurzfristig ab
© Netflix

Netflix verzichtet auf die Produktion des türkischen Zeitreisedramas „If Only“. Der Grund: Wegen einer schwulen Figur in der Serie wollten die Behörden keine Filmerlaubnis erteilen.

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Erst am Wochenende veröffentlichte Schauspielerin Özge Özpirinçci ein Foto vom Set der im März angekündigten türkischen Netflix-Serie „If Only“ via Instagram. Doch kurz vor dem Start der Dreharbeiten hat der Streaming-Dienst die Produktion nun komplett abgeblasen.

Das berichten die Financial Times und das US-Portal Deadline. Im Hintergrund kam es wohl zu Differenzen zwischen Netflix und den türkischen Behörden.

„Besorgniserregend für die Zukunft“

„Wegen einer schwulen Figur wurde für die Serie keine Dreherlaubnis erteilt und das ist sehr besorgniserregend für die Zukunft“, äußerte sich Serienschöpferin Ece Yörenç gegenüber dem Online-Filmmagazin Altyazı Fasikül.

Laut Yörenç gab es im Drehbuch nicht einmal Sexszenen oder überhaupt irgendwelche körperlichen Kontakte, in die der homosexuellen Charakter involviert gewesen wäre. Allein die Definition der Figur als schwul reichte wohl aus für ein No-Go in der Erdoğan'schen Welt.

Ein Sprecher der türkischen Regierung bestätigte auf Nachfragen der Financial Times die „Bedenken“ hinsichtlich „If Only“. Doch Netflix wollte sich offenbar nicht erpressen lassen und war zu keinen faulen Kompromissen bereit: Anstatt inhaltliche Änderungen durchzuführen, wird die Serie nun einfach gar nicht umgesetzt.

Weitere türkischen Netflix-Projekte geplant

Konkret zu den Berichten geäußert hat sich Netflix bislang nicht. Der Streamer ließ lediglich verlauten, auch weiterhin mit mehreren türkischen Eigenproduktionen zu planen und mit der Kreativszene des Landes eng verbunden zu bleiben. Verkneift man sich etwa öffentliche Kritik, um die weiteren Projekte nicht zu gefährden? Seit dem internationalen Erfolg der in Istanbul spielenden Fantasyserie „The Protector“ und mit inzwischen über 1,5 Millionen Abonnenten in der Türkei (Stand: Ende 2019) ist das Land zu einem interessanten Markt für Netflix geworden.

Das Zeitreisedrama „If Only“ hätte sich um eine unglücklich verheiratete Frau gedreht, die eine einmalige Chance bekommt, ihr Leben zu verändern. Sie findet sich plötzlich in der Vergangenheit wieder und darf noch einmal auf den Heiratsantrag ihres Mannes reagieren.

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