Placebo haben ihren neuen Longplayer „Never Let Me Go“ veröffentlicht und das ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Zunächst war unklar, ob es nach einer zermürbenden Best-of-Tour überhaupt zu einem weiteren Werk der britischen Alternative-Rocker kommen würde. Mehr...

Placebo-Comeback: Darum ließ das neue Album so lange auf sich warten
© Mads Perch

Placebo servieren den Soundtrack zum aktuellen Weltschmerz. An diesem bastelte die zum Duo geschrumpfte Formation fast vier Jahre.

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Placebo haben ihr neues Album „Never Let Me Go“ veröffentlicht und das ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Zunächst war unklar, ob es überhaupt zu einem weiteren Werk der britischen Alternative-Rocker kommen würde. Die ausgiebige Tour zum 2016 veröffentlichten Best-of „A Place For Us To Dream“ hatte sich sowohl für Sänger und Gitarrist Brian Molko als auch für Bassist Stefan Olsdal als schlechte Entscheidung erwiesen.

Während der internationalen Konzertreise spielten die beiden vorwiegend in Arenen und bei den ganz großen Open-Airs. Für Molko nahm das schließlich schnell viel zu kommerzielle Ausmaße an. Er fühlte sich künstlerisch unterfordert und genervt von dem selbstbeweihräuchernden Charakter der musikalischen Retrospektive.

Bloß nicht wiederholen

Olsdal ging das lange Touren dagegen an die Substanz, zumal die Best-of-Shows direkt an die Live-Termine zur 2013 erschienenen Scheibe „Loud Like Love“ anschlossen. „Es ging irgendwie immer weiter und es saugte buchstäblich das Leben aus mir heraus“, erinnert er sich mit Grauen an die stressige Phase zurück. Nach dieser deutete alles auf eine Pause von Placebo hin.

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Die kreative Energie Molkos vergönnte seinem Bandkollegen aber schließlich keine allzu lange Auszeit. Bereits 2018 begannen die beiden mit der Arbeit an „Never Let Me Go“ in Stefans Heimstudio in East London. Die Ausgangsvoraussetzungen waren dabei klar definiert: Brian wollten an die Substanz und ein Album machen, das „vom Schmerz der Welt handelt“. Gleichzeitig setzte er sich als Ziel, sich nicht zu wiederholen, denn das hätte ihn nur gelangweilt.

Von hinten aufgerollt

Kurzerhand beschlossen Placebo, den gewohnten Produktionsprozess umzukehren. Ganz am Anfang stand tatsächlich die Gestaltung des Albumcovers. Anschließend wurde die Tracklist mit konkreten Titeln festgelegt, bevor es überhaupt zum Songwriting kam. Erst nach einer Weile ging das Von-hinten-nach-vorne-Vorgehen schließlich doch wieder in eine reguläre Arbeitsweise über. Doch der ungewöhnliche Ansatz hatte es geschafft, Molko bei Laune zu halten und zu inspirieren.

Zu Beginn der Pandemie war „Never Let Me Go“ schon fast komplett im Kasten. Der geplanten Veröffentlichung im Sommer 2020 hätte außer Corona quasi nichts im Wege gestanden. Doch Molko drängte darauf, einige Songs noch einmal komplett zu überarbeiten – auch um der aktuellen Ausnahmesituation inhaltlich gerecht zu werden.

Neue Tour im Herbst

Erst jetzt im März 2022 fühlte es sich für Placebo gut an, den neuen Longplayer das Licht der Welt erblicken zu lassen. Es ist eine Welt, die aus dem Gleichgewicht geraten ist und in der sich viele dunkle Orte aufgetan haben. Molko und Olsdal liefern quasi den passenden Soundtrack dazu ab, der gleichermaßen mit Synthie- und Gitarrenwucht aufwartet.

Im Herbst raffen sich Placebo trotz der Strapazen in der Vergangenheit auch wieder zu einer Tour auf. Folgende Termine sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant:

01.10.22 Frankfurt, Festhalle
04.10.22 Stuttgart, Schleyerhalle
06.10.22 Berlin, Mercedes Benz Arena
19.10.22 Leipzig, Quarterback Immobilien Arena
22.10.22 Hamburg, Barclaycard Arena
26.10.22 München, Olympiahalle
29.10.22 Zürich, Samsung Hall
02.11.22 Wien, Stadthalle
07.11.22 Köln, Lanxess Arena

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Quelle: YouTube / Placebo

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