Der 20-jährige Sänger Tim Kamrad aus der Nähe von Wuppertal ist die deutsche Antwort auf Shawn Mendes, Charlie Puth und Justin Bieber. Doch mit diesen offensichtlichen Vorbildern tut sich der Newcomer keinen Gefallen. Kamrads Debütalbum klingt auf weiten Strecken zu beliebig. Mehr...

Tim Kamrad auf den Spuren von Shawn Mendes und Co
© Moritz Maibaum

Beim deutschen Newcomer Tim Kamrad liegen Vergleiche mit Teeniestars wie Shawn Mendes, Charlie Puth und Justin Bieber nahe. Doch kann er diesen standhalten?

Mit 20 hat man noch Träume: Der Sänger und Songwriter Tim Kamrad aus Velbert-Langenberg bei Wuppertal glaubt fest an seine Zukunft im Musikgeschäft. Erste Erfolge geben ihm Recht: Seine EP „Changes“ veröffentlichte er im vergangenen Jahr noch in Eigenregie. Danach klappte es mit einem Plattenvertrag und ersten größeren Live-Verpflichtungen, unter anderem als Support-Act für Lions Head und Lotte.

Der finale Feinschliff fehlt

Rechtzeitig zur Veröffentlichung seines Debütalbums „Down & Up“ darf Tim im kommenden März die Konzerte von Sunrise Avenue eröffnen. Die finnische Rockband um Samu Haber geht auf große Deutschland-Tour. Ob Kamrad das Publikum wohl mit seinem Ein-Mann-Boygroup-Pop überzeugen kann?

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Der Newcomer orientiert sich unüberhörbar an aktuellen Teeniestars wie Shawn Mendes („Changes“), Charlie Puth („Words 4 U“) und Justin Bieber („I Don't Know Myself“). Doch weder sein Songmaterial noch sein Gesang erreichen die Qualität der Vorbilder. Streckenweise wirken die Titel wie Demoversionen, denen die letzte zündende Idee und der finale Produktionsfeinschliff fehlen.

Akustikgitarre kommt zu kurz

Kamrads häufiger Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme erweist sich mit zunehmender Laufzeit des Albums als anstrengend. Generell stehen ihm die tieferen Tonlagen deutlich besser. Das dezent bluesige „You Don't Owe Me Your Love“ und die gefühlvolle Akustikballade „Find“ sind die gelungensten Songs auf „Down & Up“.

Recht beliebig klingt Tim zumeist dann, wenn zu viele elektronische Sounds ins Spiel kommen („Take My Time“, „Ruin Me“). Dabei sieht man den jungen Musiker bei Live-Auftritten doch eigentlich nie ohne seine Akustikgitarre.

Schade, dass er diese im Studio nur bedingt einsetzen durfte! In einer akustischen Inszenierung wären einige der schönen Melodien sicher besser zur Geltung gekommen.

Mehr Infos zum Künstler: www.timkamrad.com

Veröffentlichung: 02.03.2018 (Roof Records)

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  • Rezension zu: Tim Kamrad: Down & Up
  • Redaktionswertung:

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