Techno hat überlebt – all die ganzen Jahre. Allerdings hat sich das Genre weiterentwickelt. Das gilt auch für den Sound des Erfurter Trios Northern Lite. Auf „Evolution“ hat die Elektro-Formation endgültig ausgerockt. Retro-Synthies drängen die Gitarren wieder in den Hintergrund. Mehr...

Northern Lite vernachlässigen die Gitarren
© Una Music

Auf „Evolution“ haben Northern Lite endgültig ausgerockt. Die Elektropop-Formation belässt es bei Gitarrenakzenten im Hintergrund und setzt lieber auf Retro-Synthies.

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Techno hat überlebt – all die ganzen Jahre. Allerdings hat sich das Genre weiterentwickelt. Das gilt auch für den Sound des Erfurter Trios Northern Lite. Das Projekt startete Ende der 90er noch als Duo: Andreas Kubat und Sebastian Bohn alias DJ Boon bastelten damals an stampfenden Clubtracks, die sie schließlich 1999 auf ihrem Debüt „Small Chamber Works“ veröffentlichten. Ihren eigenen Stil fanden die beiden aber erst gut zwei Jahre später, als sie ihre technoiden Songs um rockige Riffs ergänzten und Andreas das Singen für sich entdeckte.

Überraschend viel Pop-Appeal

Anno 2019 ist neben Kubat und Bohn Gitarrist Frithjof Rödel festes Mitglied der Band, die am 29. November ihr nunmehr 13. Studioalbum veröffentlicht. Der Titel „Evolution“ deutet es schon an: Es stehen wieder musikalische Veränderungen an, auch wenn sich Northern Lite mit ihrem aktuellen Longplayer sicher nicht neu erfinden.

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Doch bereits die griffige Vorab-Single „California“, die als Opener fungiert, gibt die Richtung vor: Die Gitarren treten zugunsten von Synthies wieder in den Hintergrund. Die Melodie strotzt vor Pop-Appeal und die Nummer klingt insgesamt sehr unbeschwert.

Etliche schräge Momente

Selbst wenn es im Verlauf des Albums immer wieder um die Vergänglichkeit geht, sei es in Bezug auf das Leben oder auf Beziehungen, bleiben Tracks wie „Some Time Soon“, „Green Apples“ und „Gone Tomorrow“ verspielt und leichtfüßig. Zuweilen wird es aber auch grenzwertig schräg, wenn Northern Lite etwas zu tief in die Kiste mit 80er- und 90er-Synthies greifen („Body In The Lake“, „Red Apples“, „Welcome To Berlin“).

Das über fünfminütige Drum'n'Bass-Albumherzstück „Closer“ besticht dagegen mit Atmosphäre und Kubats melancholischem Gesang. Die melodiöse Elektro-Ballade „Hoping“ gibt Rödel endlich Raum für ein kleines Gitarren-Solo. Ansonsten verkommen seine Riffs, wie etwa beim stampfenden „The One“, zur Nebensache. Sie überfrachten viele der Tracks sogar, weil diese bereits mit Synthies, pulsierenden Bässen und Beats überladen sind.

Ab Ende Dezember auf Tour

Reduzierter geben sich Northern Lite auf der Bonus-CD, die zusammen mit „Evolution“ daherkommt: Darauf gibt es zehn altbekannte Songs der Band in Piano-Versionen zu hören. Die Tour zum neuen Album startet noch in diesem Jahr.

Die Termine im Überblick:

20.12. - Berlin, Astra
21.12. - Vacha, Vachwerk
27.12. - Leipzig, Felsenkeller
28.12. - Erfurt, Halle 6
24.01. - Zwickau, Seilerstrasse
25.01. - München, Muffathalle
06.02. - Frankfurt, Nachtleben
07.02. - Magedeburg, Factory
08.02. - Rostock, M.A.U.
13.03. - Jena, Kassablanca
14.03. - Hamburg, Docks
21.03. - Dresden, Kleinvieh

Tickets sind im VorverkaufAnzeige erhältlich.

Mehr Infos zur Band: www.northernlite.de

Veröffentlichung am 29.11.2019 (Una Music)

„Evolution“ zu gewinnen

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Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen haben Alexandra M. aus Köln und Dietmar A. aus Bremen.

  • Rezension zu: Northern Lite: Evolution
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