Luca Hänni gehört zu den wenigen Gewinnern von „Deutschland sucht den Superstar“, die auch Jahre nach ihrem Sieg noch nicht wieder in der Versenkung verschwunden sind. Der Schweizer versucht sich mit dem Album „110 Karat“ an deutschsprachigem Pop mit starken Tendenzen zum Schlager. Mehr...

Wie klingt das Deutsch-Debüt von Luca Hänni?
© Thomas Buchwalder

DSDS-Gewinner Luca Hänni singt jetzt auf Deutsch. Immerhin steckt nicht Dieter Bohlen hinter seinem neuen Album „110 Karat“. Aber macht es das besser?

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Luca Hänni gehört zu den wenigen Gewinnern der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“, die auch Jahre nach ihrem Sieg noch nicht wieder in der Versenkung verschwunden sind. Allerdings hat der in Bern geborene Sänger zuletzt nicht unbedingt musikalisch von sich reden gemacht, sondern vielmehr durch seine Teilnahme an weiteren RTL-Formaten wie „Dance Dance Dance“ (2017) und „Let's Dance“ (2020). Für jüngste Schlagzeilen sorgte seine Liaison mit Tanzpartnerin Christina Luft.

Beim Eurovision Song Contest 2019 landete Hänni für die Schweiz zwar auf einem sehr guten vierten Platz. Sein sommerlicher Ohrwurm „She Got Me“ erwies sich im Anschluss jedoch nur in ein paar wenigen europäischen Ländern als Charthit. Hierzulande belegte der Song lediglich Platz 62 und flog nach nur einer Woche wieder aus der Top 100. Vielleicht schlägt der 26-Jährige auf seinem fünften Album „110 Karat“ deshalb eine neue Richtung ein, die sich bereits bei seinem Auftritt in der „Helene Fischer Show“ Ende 2018 abgezeichnet hat.

Deutsch-Pop zwischen Dance und Schlager

Hänni versucht sich jetzt an deutschsprachigem Pop, der trotz bemüht moderner Produktion sehr schlageresk anmutet. Wie Fischer setzt er dabei vor allem auf stampfende Beats („All In“) und Eurodance-Sounds mit hohem 90er-Nostalgiefaktor („Wir bleiben wach“). Inhaltlich geht es natürlich vorwiegend um die Liebe: Die Lryics drehen sich etwa um die aktuelle Flamme („Diamant“) oder um ausgelassene Partynächte mit einem Date („Nie mehr allein“).

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Kleine Liebeskummer-Krisen zwischendurch überwindet Luca mal eben mit einem funkigen Disco-Groove („Ist mir egal“). So kann er weitgehend sorgenfrei den Moment genießen („Dieser Moment“) oder mit der richtigen Person an seiner Seite hoffnungsvoll nach vorne blicken („Nebenbei“). Das klingt alles ein bisschen zu sehr nach Friede, Freude, „ZDF-Fernsehgarten“-Eierkuchen.

Englischsprachige Singles als Bonus

Auch die zahlreichen Effekte auf Hännis Gesang können dem Ganzen kaum Coolness verleihen. Vielmehr machen sie den Schlagertrip unnötig anstrengend. Fast ohne elektronische Spielereien bleibt der folkig angehauchte Titel „Extrameile“, bei dem Lucas jugendliche Stimme gleich viel besser zur Geltung kommt.

Als Bonus enthält der Longplayer Hännis englischsprachige Singles aus den letzten drei Jahren, darunter der ESC-Beitrag, die Ballade „Powder“ sowie die tanzbaren Tracks „Signs“ und „Bella Bella“. Auch diese fallen in die Kategorie austauschbarer Mainstream-Pop, kommen aber längst nicht so platt daher wie die deutschen Lieder.

Veröffentlichung am 9. Oktober 2020 (Pias / Muve)

Mehr Infos zum Künstler: lucamusic.ch

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  • Rezension zu: Luca Hänni: 110 Karat
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