Die Songs auf der neuen EP von US-Newcomer Jimmie Allen zielen nur auf eines ab: Radio-Airplay. Allein dank der prominenten Featuring-Gäste dürfte das klappen. Aus musikalischer Sicht bietet "Bettie James" allerdings nur langweilige Country-Pop-Routine. Mehr...

Neue EP von Jimmie Allen: Country-Pop der austauschbaren Sorte
© Stoney Creek Records, Dustin Haney

Die Songs auf der neuen EP von US-Newcomer Jimmie Allen zielen nur auf eines ab: Radio-Airplay. Allein dank der prominenten Featuring-Gäste dürfte das klappen. Aus musikalischer Sicht bietet "Bettie James" allerdings nur langweilige Country-Pop-Routine.

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In den USA zählt Jimmie Allen zu den Senkrechtstartern der Country-Szene. Der Durchbruch gelang dem Sänger mit seiner ersten Single "Best Shot" im Jahre 2018, nachdem er sich längere Zeit erfolglos in Nashville durchgeschlagen hatte.

Die Nummer eroberte auf Anhieb Platz 1 der amerikanischen Country-Airplay-Charts – genau wie der Nachfolge-Hit "Make Me Want To" aus dem Debütalbum "Mercury Lane". Auch auf seiner neuen EP "Bettie James" hält der 34-Jährige an seinem extrem kommerziellen Mainstream-Sound fest. Das Besondere: Für alle sieben Songs hat er sich bekannte Kollegen ins Boot geholt.

Erst gute Laune, dann Herzschmerz

Rapper Nelly gesellt sich zum unbeschwerten Opener "Good Times Roll" ans Mikro. Banjo und rockige Riffs treffen hier auf elektronische Beats. Die gute Laune ist nach nicht einmal drei Minuten aber schon wieder vorbei. Mit "Drunk & I Miss You" folgt stattdessen genretypischer Herzschmerz. Auch das melancholische Duett mit Sängerin Mickey Guyton ist überraschend kurz ausgefallen und bietet abgesehen von den Lyrics wenig echte Country-Momente.

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Im Anschluss bleibt es balladesk: Gemeinsam mit US-Superstar Tim McGraw schmettert Allen das hymnische, aber doch etwas altbacken inszenierte "Made For These". Brad Paisley bringt bei "Freedom Was A Highway" zumindest wieder mehr rockigen Schwung ins Spiel. Der Refrain will dann aber nicht so recht zünden.

Trotz Unterstützung der unverkennbaren Stimmen von Charley Pride und Darius Rucker bewegt sich "Why Things Happen" auf ausgetretenen Country-Pop-Pfaden. Durchschaubar klingt auch das hoffnungsvolle "When This Is Over", für das Allen Tauren Wells, Rita Wilson und The Oak Ridge Boys gewinnen konnte.

Austauschbare Hits mit persönlicher Widmung

Als erste offizielle Single der EP wartet "This Is Us" mit einer extra abgedroschenen Dudelfunk-Melodie und Norah Cyrus als Duettpartnerin auf. Vermutlich für noch mehr Chartskompatibilität wurde auch dieser Song mit ein paar Plastik-Beats angereichert.

Die Tracks auf "Bettie James" kommen sehr griffig, aber leider auch sehr beliebig und austauschbar daher. Kein einziger schafft es, sich nachhaltig im Gedächtnis festzusetzen. Die aalglatte, berechnende Produktion wirkt fast schon ein wenig seelenlos. Immerhin die Widmung des Werks fällt persönlich aus: Jimmie Allen ehrt damit seine 2014 verstorbene Großmutter Bettie und seinen 2019 verstorbenen Vater James.

Eine Verbindung mit YouTube und ggf. eine Übertragung personenbezogener Daten finden erst nach Klick auf den unteren Button statt. Mehr Infos...

Quelle: YouTube / Jimmie Allen

Mehr Infos zum Künstler: jimmiallenmusic.com

Veröffentlichung am 12. Juli 2020 (Stoney Creek Records / BBR Music Group / BMG)

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Hinweis: Nach dem erfolgreichen Versand des Gewinnspielformulars erfolgt eine Empfehlung für einen anderen redaktionellen Beitrag.

Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen hat Felicitas R. aus Hamburg.

  • Rezension zu: Jimmie Allen: Bettie James
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