Der britische Singer-Songwriter Jack Savoretti hat mit "Europiana" ein brandneues Album am Start. Es ist bereits das siebte seiner Karriere, die sich nicht nur, aber vor allem in seiner Heimat abspielt. Das dürfte erst einmal so bleiben: Diesmal greift der 37-Jährige einfach zu tief in die Mottenkiste. Mehr...

Staubig-seichtes Retro-Album von Jack Savoretti
© Chris Floyd / Universal Music

Jack Savoretti gibt sich auf "Europiana" nostalgisch und greift tief in die musikalische Mottenkiste.

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Der britische Singer-Songwriter Jack Savoretti hat mit "Europiana" ein brandneues Album am Start. Es ist bereits das siebte seiner Karriere, die sich nicht nur, aber vor allem in seiner Heimat abspielt: Der Vorgänger "Singing To Strangers" landete 2019 auf Platz 1 der UK-Charts und wurde in Großbritannien wie bereits "Written In Scars" (2015) und "Sleep No More" (2016) mit Gold ausgezeichnet. Hierzulande stellt ein 98. Rang in den Albumcharts den bislang größten kommerziellen Erfolg des 37-Jährigen dar, der mit bürgerlichem Namen Giovanni Edgar Charles Galletto-Savoretti heißt.

Der Musiker wuchs als Sohn eines Italieners und einer deutsch-polnischen Mutter in London auf. Später zog die Familie nach Lugano. Die Urlaube verbrachten die Savorettis oft in Italien am Strand. Was das mit "Europiana" zu tun hat? Ziemlich viel sogar: Jack schwelgte während der Lockdown-Phasen in Erinnerungen an diese schöne Zeit... und an die Musik von damals. 80er-Europop aus Italien und Frankreich, aber auch Disco-Nummern aus den 70ern sorgten für gute Laune und untermalten die Sommerwochen am Meer.

Ganz viel "Night Fever"

Genau an diesen Sound und die unbeschwerte Stimmung vergangener Tage knüpft Savoretti nun auf "Europiana" an – inklusive aller Klischees, die dazugehören. Bei Tracks wie "Too Much History" und "Dancing In The Living Room" heißt es: Schlaghosen aus dem Schrank geholt und ab auf die Tanzfläche! In bester John-Travolta-Manier, versteht sich.

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Bei der Single "Who's Hurting Who" mischte sogar Chic-Legende Nile Rodgers mit, um dem Ganzen die Nostalgie-Krone aufzusetzen. Für das seicht groovende "When You're Lonely" holte sich Jack keinen Geringeren als John Oates ins Boot, der vor allen in den 70ern und 80ern als Hälfte des Popduos Hall & Oates Erfolge feierte.

Nichts für Allergiker

Synthie-Hooklines, wie sie vor gut 35 Jahren angesagt waren, prägen die Titel "Secret Life" und das überaus melodiöse "Calling Me Back To You" (feat. Gizmo Varillas). Auch wenn diese im Vergleich zu "Blinding Lights" deutlich organischer und weniger elektronisch produziert wurden, sind gewisse Parallelen zum Überhit von The Weeknd nicht abzustreiten. Doch auch der Kollege ließ sich nun mal von den 80ern inspirieren. Der Unterschied: Beim kanadischen R'n'B-Superstar klingt das Ergebnis cool und modern, bei Savoretti dagegen ziemlich seicht und altbacken.

Mit seiner markant-gefühlvollen Reibeisenstimme kann er zwar auch durchschnittliches Songmaterial veredeln. Es besteht aber klar ein Problem, wenn es kaum einen Moment auf dem Album gibt, in dem er seine gesanglichen Fähigkeiten wirklich demonstrieren kann. Am ehesten gelingt das noch bei den Balladen "More Than Ever" und "The Way You Said Goodbye". Die erste bleibt mit ihren 08/15-Akkorden allerdings ziemlich austauschbar, während der Himmel bei der zweiten voller kitschiger Retro-Streicher hängt. Kurzum: Bei solch akutem Staubalarm sollten sich Allergiker in Acht nehmen!

Mehr Infos zum Künstler: jacksavoretti.com

Veröffentlichung am 25. Juni 2021 (Universal Music)

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Quelle: YouTube / Jack Savoretti

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  • Rezension zu: Jack Savoretti: Europiana
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