Ein Album mit Fokus auf Balladen muss nicht zwangsläufig langweilig werden. Das beweist Beth Hart eindrucksvoll mit ihrem neuen Werk „War In My Mind“. Darauf schöpft die US-Songwriterin aus den Erfahrungen dunkler Lebensabschnitte. Das Ergebnis sind authentische Songs mit emotionaler Tiefe. Mehr...

Beth Hart legt ihre Seele offen
© Mascot Label Group

Ein Album mit Fokus auf Balladen muss nicht zwangsläufig langweilig werden. Das beweist US-Songwriterin Beth Hart eindrucksvoll mit ihrem neuen Werk „War In My Mind“.

Licht und Schatten liegen oft nah beieinander. Die kalifornische Blues-Sängerin Beth Hart hat in der Vergangenheit beide Seiten in Extremen erlebt. Musikalisch konnte sie bereits früh Erfolge feiern. Doch die Nachwirkungen ihrer schwierigen Kindheit, der frühe Drogentod ihrer Schwester, eigene Suchtprobleme und ihre manisch-depressive Erkrankung ließen die heute 47-Jährige immer wieder abstürzen.

Inzwischen hat die Musikerin gelernt, ihre inneren Dämonen zu akzeptieren. Ihr Glaube und die Musik halfen ihr dabei, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Jetzt kann Hart zurückblicken und aus den Erfahrungen dunkler Momente schöpfen, um authentische Songs mit emotionaler Tiefe zu schreiben. Für ihren neuen Longplayer „War In My Mind“ ist ihr das einmal mehr par excellence gelungen.

Abwechslunsgreiche Balladenkost

Diesmal beschränkt sich das quasi therapeutische Verarbeiten ihrer Tiefpunkte nicht nur auf eine Handvoll Songs. Es fungiert vielmehr als komplettes Albumkonzept. Das äußerst sich in einer Vielzahl an Balladen. Für ausreichend Abwechslung ist dennoch gesorgt: Zum einen variiert die Stimmung der Stücke immer wieder zwischen düster, melancholisch und hoffnungsvoll. Zum anderen schafft es Beth, ganz unterschiedliche musikalische Genres einfließen zu lassen.

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Der dramatische inszenierte Titelsong ist klar im Blues verwurzelt, „Without Words In The Way“ kommt angenehm jazzig daher, während „Let It Grow“ mit einem kraftvollen Gospelchor aufwartet. Broadway-esque wird es mit dem piano- und streicherlastigen „Sister Dear“, das Beth ihrer toten Schwester gewidmet hat.

Potenzielle James-Bond-Hymne

Das rockig angehauchte „Rub Me For Luck“ würde sich ohne Frage prima als Titelsong zum neuen James-Bond-Film machen. Atmosphärisch geht es weiter mit dem bluesig-düsteren „Woman Down“, bevor die zwei Pop-Balladen „Thankful“ und „I Need A Hero“ das Album ruhig und hoffnungsvoll ausklingen lassen.

Den acht ruhigen Stücken auf „War In My Mind“ stehen vier Uptempo-Nummern gegenüber, die deutlich unbeschwerter ausgefallen sind. Der griffige Opener „Bad Woman Blues“ gibt sich gleich zu Beginn überraschend schwungvoll und gut gelaunt. Es geht um eine Frau, die nichts Gutes im Schilde führt, mit der ein Kerl aber trotzdem eine Menge Spaß haben kann.

Auf Deutschland-Tour im Herbst 2020

Die komplexe Rhythmik und die vielen Brüche des launischen „Try A Little Harder“ spiegeln das Auf und Ab beim Glücksspiel wider. Hart lässt hier die Spielsucht ihres Vaters Revue passieren: „Ich bin in den Körper meines Vaters in den 70er-Jahren gesprungen...“, erklärt die Sängerin. „Sie haben ihn jedes Wochenende nach Las Vegas geflogen und ihm ein Hotelzimmer gegeben, weil er so viel verdammtes Geld ausgegeben hat... Mein Vater und ich sind uns auf eine gewisse Weise unglaublich ähnlich. Durch dieses Lied fühle ich mich selbstsicher, glücklich und kann mir selbst meine bipolare Störung verzeihen.“

Mit dem sommerlichen „Spanish Lullabies“ und dem groovenden Disco-Track „Sugar Shack“ lockt Beth Hart zwischendurch sogar erfolgreich auf die Tanzfläche. Diese zwei Titel dürften damit fest für die Setlist der „War In My Mind“-Tour gebucht sein, um dem Publikum entsprechend einzuheizen. Bislang wurden elf Deutschland-Konzerte im Herbst 2020 angekündigt. Tickets sind bereits im Vorverkauf erhältlich.

Die Termine im Überblick unter: www.bethhart.com

Veröffentlichung am 27.09.2019 (Provogue / Mascot Label Group)

„War In My Mind“ zu gewinnen

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Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen hat Dieter G. aus Berlin.

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  • Rezension zu: Beth Hart: War In My Mind
  • Redaktionswertung:

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