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Elektro-Pop geht doch noch originell

Elektro-Pop geht doch noch originell © Julia Kiecksee

Elektronische Musik dominiert derzeit die Charts. Dabei mangelt es an Abwechslung. Das eigenwillige Duo B.O.X.E.R. bricht allerdings aus bewährten Strickmustern aus.

B.O.X.E.R. verstehen sich als "multidimensionales Kunstprojekt". Doch was heißt das genau? Das Duo will Kunst, Mode und Musik unter einen Hut bringen. Dies geschieht in Form von extrovertierten Shows, ästhetischen Videoclips, modernen Outfits und griffigem Elektro-Pop. Fungiert das Debütalbum "Opium" also nur als Nebensache? Müssen Anna-Maria Nemetz und Jan Ole Jönsson mit dem vielen Drumherum etwa von musikalischen Defiziten ablenken?

Beide Fragen können zum Glück verneint werden. Die Hamburger blicken vielmehr auf eine langjährige Modelkarriere zurück und kennen sich daher in Sachen Styling aus. Nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Songmaterial packen sie in ein originelles Gewand.

Produktion mit Indie-Charakter

Die Produktion besticht durch einen rohen, ungeschliffenen Charakter mit Vorliebe für Sounds aus den 90ern und 80ern. Das Ergebnis klingt aber keinesfalls altbacken. Ganz im Gegenteil: Anna-Maria und Jan Ole heben sich so gerade vom aktuellen Elektro-Allerlei in den Charts ab. Als Indie-Act schwimmen sie aber dennoch nicht vollends gegen den Strom: "Opium" hat etliche Ohrwürmer zu bieten, die Hit-Potenzial mitbringen.

Gleich der Opener "Freedom" punktet mit viel Melodie und einem eingängigen Refrain. Mit ihrer eindringlich knödelnden Stimme hinterließ Anna-Maria schon in Staffel 6 der Castingshow "The Voice Of Germany" einen bleibenden Eindruck. Im Zusammenspiel mit der synthetischen Instrumentierung, den fetten Beats und den gut dosierten Effekten wird das Markante darin noch mehr herausgekitzelt.

Beats, Bässe und Balladen

Sie geht auch nicht unter, wenn wie bei "Sweat & Stripes" mehr Elektro-Bombast hinzukommt oder ein Track wie "Rise Above" mit Tempo nach vorne stampft. "Million Faces" nimmt sich in den Strophen zurück, um im Refrain, der an den Klassiker "Mad World" von Tears For Fears erinnert, in die Bass-Offensive zu gehen.

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Nach einem ersten von zwei eher unspektakulären "Interludes" schaltet das Album in den Balladen-Modus. Bei "Angel Machine" will ein subtil und gemächlich pumpender Beat noch nicht ganz zur Ruhe kommen, ehe "Two Perfect Strangers" mit betörenden Synthie-Flächen auf Atmosphäre aus ist.

Kein Aha-Erlebnis, aber ein Lichtblick

Die zweite Albumhälfte wartet ebenfalls mit ruhigeren Momenten auf, wobei sich die düsteren Stücke "Let Us See" und "Issue No5" sowie das überaus melodiöse "Having Mercy With The Naked" langsam aufbauen und noch an Fahrt gewinnen. Diese spannende Dynamik fehlt dem Titelsong "Opium" und dem leicht schrägen "Into The Woods" leider. Die Titel liebäugeln vielleicht etwas zu sehr mit dem popaffinen Publikum.

Für den ganz großen Wow-Effekt fehlt es dem Erstling von B.O.X.E.R. an ein paar weiteren herausstechenden Songs wie "Freedom" und "Have Nercy With The Naked". Ein Lichtblick im momentan so überstrapazierten Elektro-Genre ist die Scheibe aber ohne Zweifel.

Mehr Infos zur Band: www.boxer.to

Veröffentlichung am 24.02.2017 (One Eyed Charlie)

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    B.O.X.E.R.: Opium
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