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Lieber Bieber: Olly Murs enttäuscht mit neuer CD

Lieber Bieber: Olly Murs enttäuscht mit neuer CD © Sony Music

Olly Murs versucht sich auf "24 HRS" als Justin Bieber. Das kann nicht gut gehen.

Die Charts werden momentan dominiert von Justin Bieber und tanzbaren Elektro-Tracks. Da wollen wir mitmischen, haben sich wohl Olly Murs und seine Produzenten gedacht. Das neue und nunmehr fünfte Album des britischen Popstars, der in der Castingshow "X Factor" entdeckt wurde, bemüht sich sehr, aktuelle Musiktrends zu bedienen. Dabei scheitert es auf weiten Strecken an Beliebigkeit und langweiligem Songmaterial.

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Bereits mit der Vorab-Single "You Don't Know Love" präsentierte sich Olly von einer sehr elektronischen Seite. Gespenstische Backing Vocals, atmosphärische Synthies und ein stampfender Beat sind allerdings noch lange keine Hit-Garantie, auch wenn es der Bieber nicht anders macht. Die Formatradios dudeln die Nummer zwar rauf und runter, wirklich gut in den Hitlisten platzieren konnte sie sich aber nicht. Etwa weil Olly zwischen all dem Computer-Allerei ziemlich untergeht?

Die große Elektro-Einöde

Die zweite Single, die wie eine Symbiose aus "Price Tag" von Jessie J und "I'm You'rs" von Jason Mraz klingt, soll den Fehlstart ausbügeln: Mit "Grow Up" verlässt sich der 32-Jährige wieder mehr auf seinen bewährten Gute-Laune-Sound. Das eingängige "Years & Years" knüpft unüberhörbar an Ollys Hit "Dear Darlin'" an. Der Titel mag nicht sonderlich originell sein und doch zählt er noch zu den besten des Albums.

Was folgt, ist die große Elektro-, Dance-Pop- und House-Einöde zwischen ganz nett ("Back Around", "Love You More", "Before You Go") und ziemlich mies ("24 HRS", "Private"). Im ersten Fall können die Songs wenigstens noch mit einer griffigen Melodie aufwarten. Im zweiten fehlen zündende Refrains und vor allem Emotionen.

Einweg-Pop zum Vergessen

Die meisten Tracks klingen so austauschbar, dass selbst eine simpel gestrickte, aber immerhin gefühlvoll gesungene Piano-Ballade wie "Flaws" positiv heraussticht. Auch harmloser Boygroup-Pop à la "That Girl" und "How Much For Your Love" steht dem Sänger mit dem sympathischen Lausbubengrinsen ganz gut.

Die Versprechung, die er im begleitenden Pressetext zu seinem neuen Album macht, kann er aber leider so gar nicht halten: Es gelingt ihm mit "24 HRS" keineswegs zu beweisen, „dass Popmusik keine Wegwerfware ist.“  

Vielmehr dürfte sich an dieses Album schon in wenigen Monaten keiner mehr erinnern.

Mehr Infos zum Künstler: www.ollymurs.com

Veröffentlichung am 11.11.2016 (RCA / Sony Music)

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  • Rezension zu:
    Olly Murs: 24 HRS (Deluxe)
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
Leserwertung:
(4 Stimmen)
Kommentare  
#2 Lothar 2016-11-10 23:10
Wieso dreist? Redaktionen bekommen das doch vorab.
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#1 Anonym 2016-11-10 20:12
So etwas über ein Album zuschreiben welches noch nicht mal erschienen ist, ist echt ein bisschen dreist!
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