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Ina Müller mal ganz ruhig

Ina Müller mal ganz ruhig © Sandra Ludewig

Strebt Gute-Laune-Kanone Ina Müller auf ihrem neuem Album etwa einen Image-Wechsel an?

Entertainerin Ina Müller kennt man ohne Frage als laute Person mit großer Klappe, aber auch mit ganz viel Humor und Herz. Für ihr neues Album "Ich bin die" fährt die 51-Jährige nicht nur einen Gang zurück und präsentiert sich zur Abwechslung mal von ihrer ruhigen, nachdenklichen Seite.

Selbstreflexion und Melancholie

Gemeinsam mit Lebensgefährte Johannes Oerding und Texter Frank Ramond sind hauptsächlich Balladen und reduzierte Chansons entstanden. Gleich das Album eröffnende Titellied stimmt zarte Töne an. Selbstreflexion ist angesagt: Ina analysiert sich und ihr Image - natürlich wie gewohnt mit einem gewissen Augenzwinkern.

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Mit den folkig-amüsanten Stücken "Das war's" und "Immer eine mehr wie du" kommt nur kurzzeitig leichter Schwung in Spiel. Die Trennungsnummer "Tag eins nach Tag aus" und der jazzig-pianeske "Klammerblues" drücken dagegen ganz schön auf die Bremse. So viel Melancholie von Frau Müller überrascht in der Tat.

Frech geklaut bei Beth Hart

Ihr Durst nach Balladen ist damit allerdings noch lange nicht gestillt: Nach dem immerhin dezent groovenden "Wenn du jetzt aufstehst", ein gewitztes Lied übers Älterwerden und Sich-alt-Fühlen, seufzt das Piano schon wieder mit traurigen Akkorden.

In "Wie du wohl wärst" macht sich Ina Gedanken darüber, wie es wohl gewesen wäre, ein Kind zu bekommen. Und nein: Es handelt sich um keine offizielle deutsche Coverversion von Beth Harts "Leave The Light On", auch wenn die Melodie frech abgekupfert wurde. Ein angenehmer Country-Wind weht schließlich durch die Ballade "Bei jeder Liebe", bis das stimmungsvolle Liebeslied "Sowas wie Glück" das Album noch entspannter ausklingen lässt.

Nicht so bissig wie gewohnt

Zuvor lässt sich Ina nur bedingt zur fröhlichen Bespaßung hinreißen: Beim eingängigen "Zahlen, bitte" stampft der Folk-Beat, das unbeschwerte "Zimmer 410" schrammelt vergnügt. "Kommando Heulen" eignet sich zumindest noch zum Mitschnippen, während die Heimat-Hymne "Dorf bleibt Dorf" schon wieder die Puste ausgeht.

Doch Ina drosselt diesmal ganz bewusst das Tempo, gräbt mehr in die Tiefe, um ihrem Image zum Trotz eine ganz neue Facette von sich zu zeigen. Das ist schon okay, auch wenn "Ich bin die" dadurch ein wenig der gewohnte Müller'sche Biss fehlt.

Mehr Infos zur Künstlerin: www.inamueller.de

Veröffentlichung am 28.10.2016 (Columbia / Sony Music)

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  • Rezension zu:
    Ina Müller: Ich bin die
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