In "Killing Eve" tötet eine exzentrische Auftragskillerin aus Leidenschaft und verguckt sich ausgerechnet in die MI6-Emittlerin, die Jagd auf sie macht. hitchecker.de hat sich die erste Staffel der US-Serie angesehen und war sofort angefixt. Sandra Oh und Jodie Comer glänzen in den Hauptrollen. Mehr...

Killing Eve: Rezension und Gewinnspiel zum Heimkinostart
© Universal Pictures

In der US-Serie "Killing Eve" tötet eine exzentrische Auftragskillerin aus Leidenschaft und verguckt sich ausgerechnet in die MI6-Emittlerin, die Jagd auf sie macht.

Am 7. April startet in den USA bereits die zweite Staffel von "Killing Eve". Wer die bisherigen Folgen des eigenwilligen Spionagethrillers gesehen hat, fiebert der Fortsetzung vermutlich schon ungeduldig entgegen. Die Produktion des Senders BBC America erweist sich als überaus packend.

Hierzulande war sie bislang nur über den Streaming-Channel Starzplay via Amazon Prime Video verfügbar. Nun erscheint der achtteilige Auftakt zu "Killing Eve" endlich auf DVD und dürfte damit ein breiteres Publikum erreichen. Doch was genau macht die Story um eine unerfahrene Agentin und eine clevere Auftragskillerin so besonders?

Ein pikantes Katz- und Mausspiel

Eine erste, eindeutige Antwort: Die beiden starken Hauptdarstellerinnen gehen voll und ganz in ihren Rollen auf. "Grey's Anatomy"-Star Sandra Oh spielt die Ermittlerin Eve Polastri. Die Britin Jodie Comer, vor allem bekannt aus "Doctor Foster" und "Thirteen", mimt als Auftragskillerin Oksana ihre Gegenspielerin. Wobei mit fortschreitender Handlung klar wird: Zwischen Eve und Oksana handelt es sich weniger um ein Spiel gegeneinander, sondern um ein Spiel miteinander.

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Aber der Reihe nach: Zu Beginn der Geschichte arbeitet Eve noch als einfache Mitarbeiterin beim britischen Geheimdienst MI5. Sie erledigt Assistenzarbeiten für ihren Kollegen Bill (David Haig), einen gealterten Agenten. Als es zu einer Mordserie an bekannten Persönlichkeiten in Europa kommt, beginnt Eve in Eigenregie Untersuchungen anzustellen. Schon immer haben sie psychopathische Serienkiller fasziniert. In diesem Fall scheint ein überaus intelligenter am Werk.

Schnell ist sich Eve sicher: Hier mordet eine Frau. Ihr Verdacht stößt bei ihren männlichen Vorgesetzten auf taube Ohren. Das spornt sie allerdings noch mehr an weiterzugraben, um Beweise für ihre Theorie zu finden. Sie erhofft sich neue Informationen durch die nicht genehmigte Befragung einer Zeugin. Als diese brutal ermordet wird, fliegen Eves Recherchen auf.

Auf mörderischer Mission

Ihr Boss Frank (Darren Boyd) bittet zum Gespräch und spricht die Kündigung aus, aber das ist halb so schlimm: Die charismatische MI6-Agentin Carolyn Martens (Fiona Shaw) heuert Eve überraschend als Leiterin einer geheimen Sondereinheit an, um die Täterin aufzuspüren. Die Zuschauer haben die Killerin zu diesem Zeitpunkt längst mehrfach bei ihren blutigen Missionen begleiten können.

Oksana, die sich auch Villanelle nennt, wohnt in einer Altbauwohnung in Paris und nimmt ihre Mordaufträge von dem Russen Konstantin (Kim Bodnia) entgegen. Auch wenn er sie oft bedroht, fungiert er doch als eine Art Vaterfigur für den Wildfang. Zähmen kann er Oksana aber nicht.

Ihre Arroganz, ihre ausgeprägte Selbstüberschätzung und ihr sturer Kopf machen sie einerseits zu einer furchtlosen Tötungsmaschine, anderseits zu einer leichtsinnigen Problemkandidatin im Killer-Business. Oksana liebt es zu töten und hält sich nicht immer an Konstantins Vorgaben, wenn sie ihre Launen auslebt.

Eine Killerin mit exklusivem Geschmack

Immer wieder kommt es dabei zu skurrilen Szenen: Eines ihrer Opfer darf etwa noch ein paar Sekunden länger leben, um ihre Frage nach dem Designer eines edlen Bettlakens zu beantworten. Für Luxusartikel, schöne Klamotten und Champagner schlägt Oksanas Herz mindestens genauso wie fürs Töten. Ausgerechnet Eve soll aber ebenfalls einen Platz darin finden.

Oksana scheint schwer beeindruckt, wie schnell diese ihr auf die Schliche gekommen ist. Nach einer flüchtigen Begegnung gerät sie gar ins Schwärmen und lauert der frisch gebackenen Agentin regelmäßig auf. Auch Eves Faszination für Oksana wächst aus der Ferne. Wer stalkt hier eigentlich wen?

Die Situation spitzt sich zu, als Oskanas Taten Eve zunehmend persönlich treffen. Doch obwohl sie mit ihrer Arbeit Ehemann Niko (Owen McDonnell) und sich selbst in Gefahr bringt, kann sie nicht von ihrer Jagd ablassen. Sie will nicht eher aufgeben, bis sie Oksana aufgespürt hat. Erfüllt sich am Ende etwa der doppeldeutige Serientitel?

Spagat zwischen den Genre-Schubladen

Drehbuchautorin Phoebe Waller-Bridge, die mit "Killing Eve" die "Villanelle"-Romanreihe von Luke Jennings adaptiert hat, spielt clever mit den Erwartungen der Zuschauer. Beide ihrer Protagonistinnen bleiben unberechenbar und genau das bringt so viel Spannung ins Geschehen.

Gelungen ist auch der Spagat zwischen dramatisch-brutalen und herrlich amüsant-schwarzhumorigen Szenen. Letztere ergeben sich nicht zuletzt durch die Macken und Eigenarten der Figuren. Man denke an Oksanas exzentrische Selbstgefälligkeit beim Töten, Eves Hang zur Tollpatschigkeit oder an Carolyns direkten, sehr nüchternen Charakter.

Der witzige Unterton erinnert an die Klon-Saga "Orphan Black", die ebenfalls im Programm von BBC America zu sehen war. "Killing Eve" passt aber keineswegs allein in die Komödien-Schublade, weil die Serie regelmäßig mit hochemotionalen Momenten auftrumpft. Ihr gelingt durch die vielen unterschiedlichen Stimmungsfacetten eine ganz eigene Atmosphäre. Sandra Oh und Jodie Comer erhalten so Gelegenheit, sich schauspielerisch auszutoben.

Preisregen für die Hauptdarstellerinnen

Die Stars wurden bereits mehrfach für ihre starke Performance ausgezeichnet: Die 47-jährige Oh durfte sich 2018 über einen Golden Globe Award und einen Critics' Choice Television Award als beste Schauspielerin in einer Dramaserie freuen. Ihre 26-jährige Kollegin gewann jüngst den entsprechenden Titel bei den Broadcasting Press Guild Awards und dem Royal Television Society Award.

Im Grunde fehlt noch ein gemeinsamer Preis als bestes Serien-Duo seit langer Zeit. "Killing Eve" lebt ganz besonders von der knisternden Chemie zwischen den Hauptdarstellerinnen. Wie nahe werden sie sich als Eve und Oksana wohl in den neuen Episoden kommen? Die Auflösung lässt sich hoffentlich auch bald in Deutschland streamen.

"Killing Eve: Staffel 1": Veröffentlichung am 04.04.2019 auf DVD (Universal Pictures)

Staffel 1 auf DVD zu gewinnen

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  • Rezension zu: Killing Eve: Staffel 1
  • Redaktionswertung:

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