SashaSasha lässt sein Rockabilly-Projekt Dick Brave And The Backbeats vorerst pausieren und will wieder als Solokünstler durchstarten. Auf seiner neuen CD "The One" versucht der 42-jährige Sänger an seine großen Hits aus den 90ern anzuknüpfen. Mehr...

Sasha macht wieder naiven 90er-Pop
© Muriel Liebmann

Auf seiner neuen CD klingt Sasha wie vor 15 Jahren... und damit wie Schnee von gestern.

Sänger Sasha hat sein Rockabilly-Projekt Dick Brave And The Backbeats erst mal auf Eis gelegt. Nach geballter TV-Präsenz in der erfolgreichen VOX-Reihe "Sing meinen Song" und in der gefloppten Castingshow "Rising Star" will der 42-Jährige wieder als Solokünstler durchstarten. Das Problem dabei: Das letzte Sasha-Album liegt bereits fünf Jahre zurück, der letzte große Hit noch ein paar Jahre länger.

Zeitreise zurück in die Spice-Girls-Ära

Die ganz großen Chartserfolge feierte der gebürtige Soester Ende der 90er mit Songs wie "If You Believe", "We Can Leave The World" und "I Feel Lonely". Vielleicht knüpft er deshalb mit seinem neuen Longplayer "The One" genau an den bewährten Sound von damals an. Der Denkfehler bei diesem Konzept ist schnell gefunden: Ein Pop-Album, das klingt, als wäre es anno 1998 produziert worden, wirkt im Jahre 2014 schrecklich überholt und altbacken.

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Gleich das Intro des Openers "Enjoy The Ride" löst längst verdrängte Erinnerungen an alte Titel der Spice Girls aus. Die erste Single "Good Days" schmeckt im Anschluss wie eine aufgewärmte Robbie-Williams-Nummer mit Bläserklängen aus einem angestaubten Keyboard. Eine starke Brise 80er weht durch die bemüht funkigen Tracks "Mad Love" und "The One". Hier will Sasha wohl Prince und George Michael nacheifern. Das mit der Kopfstimme sollte er aber lieber bleiben lassen!

Doch noch ein bisschen Dick Brave

Da steht ihm die dezente Reggae-Note bei "Rock Within The Breakers" und "Me And My Gorilla" deutlich besser. Noch sommerlicher wird es beim Gute-Laune-Ohrwurm „A Girl Like You", der mit snykopiertem Dancehall-Beat zum Tanzen einlädt.

Mit nettem Schwiegersohnlächeln schmust sich Sasha natürlich auch durch diverse Balladen: Das bedingt soulige "Can't Quit Loving You" und das als Duett mit Sängerin Lynne inszenierte "Silver Linings" bieten obligatorisches Weichspüler-Programm ohne Überraschungen.

Als mit Abstand beste und charmanteste Nummer der Scheibe erweist sich die sehnsüchtige Cowboy-Hymne "Skyline", die so auch von Sashas altem Ego Dick Brave hätte geschmettert werden können.

Link: www.sasha.de

Veröffentlichung am 05.12.2014 (Sony Music)

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  • Rezension zu: Sasha: The One
  • Redaktionswertung:

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