Wenn sich auf der großen Leinwand Autos und andere Fahrzeuge wieder in außerirdische Roboter verwandeln, heißt es: Schnell das Hirn ausschalten! In einem geistesgegenwärtigen Zustand ist Michael Bays finaler „Transfomers“-Blockbuster wahrlich kaum zu ertragen. Mehr...

Transformers 5: Eine bildgewaltige Gaga-Strapaze
© Paramount Pictures

Wenn sich auf der großen Leinwand Autos und andere Fahrzeuge wieder in außerirdische Roboter verwandeln, heißt es: Schnell das Hirn ausschalten! In einem geistesgegenwärtigen Zustand ist Michael Bays finaler „Transfomers“-Blockbuster wahrlich kaum zu ertragen.

Es stimmt traurig, in welch unsinniges Trash-Spektakel Hollywood an die 260 Millionen US-Dollar investiert. Mit solch einem Budget würden Arthouse-Regisseure, die wirklich eine Geschichte zu erzählen haben, vermutlich ihr ganzes Leben lang Filme drehen. Action-Spezialist Michael Bay hat diese Summe mit einem Mal für den fünften Teil seiner „Transformers“-Reihe rausgehauen.

Effekte hui, Story pfui

Dafür bietet „The Last Knight“ selbstverständlich spektakuläre Spezialeffekte und Animationen. An Bombast und Reizüberflutung ist der 3D-Blockbuster kaum zu übertreffen. Inhaltlich erreicht die Autobots-Saga diesmal aber den absoluten Tiefpunkt:

Optimus Prime hat sich in den Weltraum verabschiedet und plant, seinen Heimatplaneten neu aufzubauen. Mechaniker Cade Yaeger (Mark Wahlberg) ist nach seinem letzten Abenteuer mit den Transformers abgetaucht. Der geheimnisvolle Historiker Edmund Burton (Anthony Hopkins) spürt ihn dennoch auf und lässt ihn nach England entführen.

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Gemeinsam mit dem Lord, der attraktiven Professorin Vivien Wembley (Laura Haddock) und Bumblebee soll Yeager die Menschheit vor ihrem Untergang bewahren. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein mittelalterliches Artefakt.

Nur mal kurz die Welt retten

Ein den Film eröffnender Rückblick in die König-Artus-Ära wirkt in dieser chaotischen Geschichte ebenso an den Haaren herbeigezogen wie die spätere Thematisierung des Zweiten Weltkriegs. Der bildgewaltige Ausflug ins All zu Prime passt da schon besser zum „Transformers“-Universum.

Trotzdem: Das ist alles ziemlich durchgeknallt und soll wohl vor allem vom simplen und abgenutzten „Held rettet die Welt“-Konzept ablenken. Mark Wahlberg ging als Protagonist Cade Yaeger schon im Vorgängerteil „Transformers: Ära des Untergangs“ zwischen all dem obligatorischen Kabumm unter.

Diesmal darf er selbstironischer agieren. Anthony Hopkins stiehlt ihm als spleeniger Lord aber glatt die Show. Laura Haddock erfüllt ihren Zweck als hübsches Beiwerk. Bay will partout nicht von seinem altbackenen Frauenbild abrücken.

Fortsetzung auch ohne Michael Bay

Doch es gibt eine gute Nachricht zum Schluss: Der Regisseur wird sich fortan aus dem „Transformers“-Franchise zurückziehen, um mehr Zeit für neue Projekte zu finden. Die Sache hat allerdings einen Haken: Auch ohne ihn sollen weitere Teile folgen.

Denn natürlich regieren nicht Qualität und Anspruch die Kinowelt, sondern allein der kommerzielle Erfolg: Die bisherigen „Transformers“-Streifen haben mittlerweile über vier Milliarden Dollar eingespielt. Eine große Zielgruppe für solch lautes Gaga-Entertainment scheint also vorhanden.

„Transformers 5: The Last Knight“ startet am 22. Juni 2017 im Verleih von Paramount Pictures Germany bundesweit in den deutschen Kinos.

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  • Rezension zu: Transformers 5: The Last Knight
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