The LoftFünf Männer teilen sich ein schickes Loft, um sich dort mit ihren Gespielinnen zu vergnügen. Ein Liebesspiel endet tödlich: Eines Morgens liegt eine Frauenleiche im Bett und keiner der umtriebigen Freunde will es gewesen sein. Mehr...

Tote Blondine im Designer-Loft
© Universum Film

Der Thriller „The Loft“ besticht durch Hochglanzoptik und ein hohes Tempo. Logik und durchdachte Charaktere bleiben dagegen Mangelware im US-Remake der belgischen Vorlage.

Der wohlhabende Architekt Vincent Stevens (Karl Urban) hat ein schickes Loft angemietet. Dieses will er fortan mit seinen Freunden Luke (Wentworth Miller), Chris (James Marsden), Filip (Matthias Schoenaerts) und Marty (Eric Stonestreet) nutzen, um heimlich Schäferstündchen mit Gespielinnen und Prostituierten zu verbringen.

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Ohne verdächtige Hotelbuchungen und Kreditkartenabrechnungen sollen die Ehefrauen der Männer keinerlei Verdacht schöpfen. Doch ganz so diskret laufen die Bettgeschichten doch nicht ab. Als Luke eines Morgens eine tote Blondine im Bett vorfindet, gerät die Situation außer Kontrolle. Nur die fünf Freunde besitzen Schlüssel für das Appartement: Wer von ihnen ist der Mörder?

Ziemlich verschachtelte Geschichte

Die Antwort auf diese Frage erweist sich im US-Thriller „The Loft“ als besonders knifflig. Der neu fürs Heimkino erhältliche Film versteht es, seine Zuschauer immer wieder auf falsche Fährten zu locken. Das Spiel mit den einzelnen Verdächtigen sowie verwirrende und clever platzierte Rückblenden erzeugen Spannung.

Mit zunehmender Handlung werden die konstruierten Twists allerdings überspannt. Die finale Auflösung ist nicht nur abstrus, sondern auch richtig unlogisch. Die Motive der Protagonisten bleiben weitgehend im Dunkeln. Kein Wunder: Die Charaktere kommen als Stereotypen schrecklich oberflächlich und genauso steril wie das durchgestylte Designer-Loft daher.

Vielleicht wirkt das Werk von Regisseur Erik van Looy so berechnend und routiniert, weil er sich die Story bereits zum dritten Mal vorgenommen hat. 2008 inszenierte er das belgische Original, das im deutschen Fernsehen unter dem Titel „Tödliche Affären“ zu sehen war. 2010 gab es ein holländisches Remake („Loft - Liebe, Lust, Lügen“) unter der Regie von Antoinette Beumer. Looy war hier am Drehbuch beteiligt.

Viele bekannte TV-Gesichter im Cast

Für Looys Hollywood-Neuverfilmung, bei der er wieder selbst auf dem Regiestuhl saß, straffte Wesley Strick das ursprüngliche Drehbuch von Bart de Pauw. Der Hochglanz-Krimi ist so um gut zehn Minuten kürzer ausgefallen als die Ursprungsversion.

Serienfans sollten sich „The Loft“ vor allem wegen der prominenten Besetzung anschauen: Mit dabei sind Wentworth Miller („Prison Break“), Eric Stonestreet („Modern Family“), James Marsden („Ally McBeal“), Rachael Taylor („Charlie's Angels“) und Margarita Levieva („Revenge“). Auf der Blu-ray unterhalten neben dem Film und einem B-Roll-Special kurze Interviews mit den Hauptdarstellern. 

Veröffentlichung am 19.06.2015 auf DVD und Blu-ray (Universum Film)

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  • Rezension zu: The Loft
  • Redaktionswertung:

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