In seinen ersten Minuten wirkt der US-Thriller „Spinning Man“ wie der Auftakt zu einer neuen Nordic-Noir-Serie aus Skandinavien. Die Bilder sind unterkühlt, es herrscht eine bedrohliche Atmosphäre. Das Potenzial wird im weiteren Verlauf des Films leider nicht genutzt. Mehr...

Spinning Man: Rezension und Gewinnspiel zum Heimkinostart
© New KSM Cinema

Pierce Brosnan und Guy Pearce schaffen es, aus der Romanverfilmung „Spinning Man: Im Dunkel deiner Seele“ immerhin gepflegte Langeweile zu machen.

In seinen ersten Minuten wirkt der US-Thriller „Spinning Man“ wie der Auftakt zu einer neuen Nordic-Noir-Serie aus Skandinavien. Die Bilder sind unterkühlt, es herrscht eine bedrohliche Atmosphäre.

Tatsächlich war mit Simon Kaijser im Hintergrund ein dänischer Regisseur zu Gange, der zuvor vor allem Krimiserien inszeniert hat. Das Drehbuch zu „Spinning Man“ stammt von Matthew Aldrich („Coco“, „Cleaner“), es basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von George Harrar.

Ein vertrautes Thriller-Szenario

Die Prämisse klingt vertraut: Mal wieder verschwindet ein junges Mädchen spurlos. Die Ermittlungen der Polizei führen schnell zu Evan Birch (Guy Pearce), einem beliebten Philosophie-Professor an der örtlichen Universität. Der Wagen des Familienvaters wurde am vermeintlichen Tatort gesichtet. Birch reagiert empört, als Detective Malloy (Pierce Brosnan) bei ihm zu Hause auftaucht und in Gegenwart seiner Frau Ellen (Minnie Driver) und Kinder unangenehme Fragen stellt.

Doch seine geringe Bereitschaft zur Kooperation macht ihn nicht nur in den Augen Malloys verdächtig. Auch Ellen kommt mehr und mehr ins Zweifeln: Was hat Evan zu verbergen?

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Erst in der zweiten Filmhälfte, wird klar: Der nicht gerade sympathische Protagonist weiß das selbst nicht so genau. Seine Erinnerungen verschwimmen immer wieder mit Fantasien, die vor allem junge Frauen betreffen. Als das vermisste Mädchen schließlich tot gefunden wird und weitere Beweise gegen Evan sprechen, scheint die Auflösung zum Greifen nah.

Ganz anders als gedacht

Eine unerwartete, aber nicht unbedingt besonders logische Wendung bremst die ohnehin sehr zäh erzählte Geschichte am Ende völlig aus. Einige Details bleiben ungeklärt und wohl ganz bewusst so verworren wie die Hirngespinste Evans. Schon die Literaturvorlage versucht diese durch philosophische Ansätze zu erklären. Ihr gelingt das aber deutlich eleganter als dem Film. Dieser ist um geistreiche Dialoge bemüht, die sich aber leider nur als viel heiße Luft entpuppen.

Zum Glück statten Guy Pearce und Pierce Brosnan ihre Figuren mit viel Charisma aus und machen das Beste aus der spannungsarmen Low-Budget-Produktion. Der clevere und ein wenig schlitzohrige Alt-Ermittler Malloy würde in der Tat einen vielversprechenden Serienhelden abgeben. Es ist allein Brosnans Charakter, der zum Mitfiebern taugt. Wird der Kommissar den undurchsichtigen Professor am Ende überführen?

Allein diese Frage bewegt zum Durchhalten, wird dann aber leider nicht wie erhofft beantwortet.

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