Die erste große Liebe vergisst man nie. Doch hält sie auch ein Leben lang? Ein junger Mann kommt im romantischen Musical-Drama „Something Like Summer“ einfach nicht von seinem Highschool-Schwarm los. Der Independent-Streifen basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jay Bell. Mehr...

Something Like Summer: Soapige Romanverfilmung mit Musical-Einlagen
© Pro-Fun Media

Die erste große Liebe vergisst man nie. Doch hält sie auch ein Leben lang? Ein junger Mann kommt im romantischen Musical-Drama „Something Like Summer“ einfach nicht von seinem Highschool-Schwarm los.

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Mit seiner zunächst in Eigenregie veröffentlichten Romanreihe „Something Like...“ hat sich US-Autor Jay Bell vor allem eine große Fangemeinde in der LGBTQ-Community erschrieben. Der Auftakt „Something Like Summer“ ist unter dem Titel „Zwei Jungs im Sommer“ auch in einer deutschen Übersetzung erhältlich.

Carlos Pedraza („Star Trek: Hidden Frontier“) ließ sich von der schwulen Lovestory zu einem Drehbuch inspirieren, das 2017 von Regisseur David Berry inszeniert und produziert wurde. Der Independent-Streifen erscheint im Juli auch hierzulande auf DVD, allerdings nur im Originalton mit deutschen Untertiteln.

Musical-Einlagen als roter Faden

Halb so schlimm: Der Film spricht als Musical-Drama eine universelle Sprache. Es kommt immer wieder zu kleinen Brüchen in der Handlung. Dann steht Protagonist Benjamin „Ben“ Bentley (Grant Davis) auf der Bühne und bringt seine Gefühle und Gedanken in broadwayesken Songs zum Ausdruck.

Diese durchaus kitschigen Einlagen irritieren zunächst, weil ihr Timing nicht immer optimal ausfällt. Mit zunehmender Laufzeit entwickeln sie sich aber zum roten Faden, der alles zusammenhält. Es bestand nämlich die Herausforderung, eine Geschichte zu erzählen, die sich über mehr als eine ganze Dekade erstreckt. Die musikalischen Einschübe werden meist dafür genutzt, Entwicklungen und Ereignisse zwischen Zeitsprüngen von mehreren Jahren knapp zusammenzufassen.

Beim ersten Mal tut's noch weh

Alles beginnt mit einer Highschool-Schwärmerei. Ben verguckt sich ausgerechnet in den attraktiven Tim (Davi Santos), den Neuen an der Schule. Der scheint zunächst unerreichbar, hängt er doch mit den angesagten Kids ab, während der geoutete Ben fiesem Mobbing ausgesetzt ist.

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Nach einem nicht ganz zufälligen Zusammenstoß, bei dem sich Tim das Bein verletzt, kommen sich die Jungs aber schließlich doch näher. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf, halten ihre Beziehung aber für sich. Tim fürchtet vor allem die Reaktion seiner strengen Eltern, ist aber auch nicht bereit dazu, sich vor den anderen Schülern zu offenbaren.

Lediglich vor Bens aufgeschlossenen Eltern können die beiden ein Paar sein. Das Versteckspiel geht nicht lange gut. Als ihr Geheimnis aufzufliegen droht, trennt sich Tim von Ben und bricht ihm damit das Herz.

Neue Chance für die Liebe

Auch Jahre später am College fällt es dem Verlassenen nach dieser Enttäuschung noch immer schwer, sich auf jemanden einzulassen. Während eines Fluges lernt Ben den älteren Steward Jace (Ben Baur) kennen, der mit beiden Beinen im Leben steht und schnell sein Vertrauen gewinnt.

Gerade als die beiden nach einer längeren Fernbeziehung fest zusammenwohnen, taucht plötzlich Tim wieder auf. Er will Ben mit allen Mitteln zurückgewinnen und schreckt auch nicht vor einer fiesen Intrige zurück, um sein Ziel zu erreichen. Als Ben den Schwindel durchschaut, hat er bereits einen großen Fehler begangen. Verliert er jetzt auch noch Jace?

Eine Soap im Schnelldurchlauf

Im letzten Viertel wartet „Something Like Summer“ mit einer noch viel dramatischeren Wendung auf. Diese wird aber viel zu schnell abgehandelt. So bleiben die Emotionen trotz tragischer Ereignisse auf der Strecke. Das Ganze wirkt an dieser Stelle wie eine Soap im Schnelldurchlauf.

Der Film versäumt es, in den wichtigen Momenten einen Gang herunterzuschalten und innezuhalten. Es fehlt zum Finale schlichtweg an Zeit, die Geschichte zufriedenstellend zu Ende zu erzählen. Trotz einer Länge von knapp zwei Stunden haben es Pedraza und Berry nicht geschafft, die einzelnen Handlungsabschnitte in gleichem Ausmaß auszuarbeiten.

Warum keine Netflix-Serie?

Mit dem Zauber des ersten Verliebtseins verliert „Something Like Summer“ daher zunehmend an Intensität und Tiefgang. Daran können auch die charmant-authentischen Schauspieler kaum etwas ändern. Der Cast besteht vorwiegend aus Newcomern und unbekannteren Gesichtern, allen voran Grant Davis in seiner ersten großen Hauptrolle. Ajiona Alexus, die als Bens beste Freundin Allison zu sehen ist, dürften viele aus dem Netflix-Hit „Tote Mädchen lügen nicht“ kennen.

„Something Like Summer“ wäre eigentlich auch eine tolle Vorlage für eine neue Serie beim Streaming-Dienst. Eine solche könnte der umfangreichen Story in Form von mehreren Staffeln vermutlich besser gerecht werden. Die Erstverfilmung bleibt ein süßes, aber seichtes Unterfangen für Romantiker, die Konflikte, Krisen und Probleme bloß nicht zu ausführlich durchleben wollen. Sie fiebern lieber dem Happy End entgegen. Es sei ihnen garantiert.

„Something Like Summer“: Veröffentlichung am 9. Juli 2021 auf DVD (Pro-Fun Media)

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Quelle: YouTube / Blue Seraph Productions

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