Das südkoreanische B-Movie „No Mercy“ bedient sich eines altbekannten Actionfilm-Aufhängers: Es geht einmal mehr um einen Rachefeldzug und gnadenlose Selbstjustiz. Ein junge Personenschützerin knöpft sich die skrupellosen Männer vor, die ihre Schwester entführt und missbraucht haben. Mehr...

No Mercy: Rezension und Gewinnspiel zum Rachefilm
© Busch Media Group GmbH

Ein Rachengel in Rot knöpft sich skrupellose Bösewichte vor, die sich an ihrer hilflosen Schwester vergangen haben.

Das südkoreanische B-Movie „No Mercy“ bedient sich eines altbekannten Actionfilm-Aufhängers: Es geht einmal mehr um einen Rachefeldzug und gnadenlose Selbstjustiz. Diese übt die knallharte Inae, die sich als Bodyguard zu verteidigen weiß. Ihren Job ist sie nach einem monatelangen Knastaufenthalt allerdings los. Während ihrer Abwesenheit musste sich ihre jüngere, geistig behinderte Schwester Eunhye allein durchschlagen.

Missbraucht und entführt

Kurz nach Inaes Entlassung verschwindet der Teenager spurlos. Eunhyes Lehrer und die Polizei können oder wollen der besorgten Inae nicht weiterhelfen. Schließlich macht sie sich selbst auf die Suche und findet Schreckliches heraus: Eunhye ist in die Fänge skrupelloser Männer geraten, die Frauen missbrauchen und zur Prostitution zwingen.

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Doch das sollen die Übeltäter schon bald bitterlich bereuen: Um ihre Schwester zu befreien, nimmt Inae die Bösewichte in die Mangel und schreckt auch nicht vor tödlicher Gewalt zurück. Am Ende steht sie einem alten Widersacher gegenüber, der als hochrangiger Politiker über viel Macht verfügt. Für die unermüdliche Kämpferin ist das aber noch lange kein Grund aufzugeben.

Die Zuschauer dürften vor dem großen Showdown eher gewillt sein, das Handtuch zu werfen: Der Film erweist sich mit seiner Überdosis an Plattitüden als überaus anstrengend. Die Männer werden fast allesamt als böswillige Macho-Monster dargestellt die Inae und Eunhyes penetrant als „Schlampen“ und „Nutten“ beschimpfen. Das sagt schon ausreichend über das Niveau der Dialoge aus.

Bloß nichts hinterfragen

Die verschachtelte Erzählweise mit etlichen Rück- und Vorausblicken bremst die Handlung immer wieder aus. Die im Kern simple Geschichte wird so unnötig komplex und hat mit etlichen Logiklöchern zu kämpfen.

Warum sucht Eunhye ausgerechnet bei einem Mann Hilfe, der sie einst missbraucht hat? Wieso stehen scheinbar alle Vergewaltiger der Stadt miteinander in Verbindung und haben es auf die Kleine abgesehen? Und warum wurde Eunhye nicht bereits vom Oberbösewicht entführt, als Inae noch im Gefängnis saß?

Man darf das hochgradig wackelige Story-Gerüst nicht hinterfragen, sondern sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren: Die Action-Szenen sind kurz, aber solide geraten. Die südkoreanische Schauspielerin und Ex-Boxerin Lee Si-young macht dabei als Rachengel in Rot eine gute Figur.

Solide inszenierte Action

Der instrumentale Elektro-Soundtrack schwört gerade in den temporeichen Sequenzen eine packende Computerspiel-Atmosphäre herauf. Für die stylische Inszenierung zeichnet sich Regisseur Lim Kyeong-Taek verantwortlich. Er liefert mit „No Mercy“ sein Spielfilmdebüt ab. Der übermäßig eingesetzte Gelb-Filter, vor allem bei den Außenaufnahmen, verleiht den Bildern einen fast schon surrealen Charakter.

Mit seinen oberflächlichen Figuren und seiner wenig originellen Geschichte bleibt der Streifen aber trotz interessanter Ansätze ein unterdurchschnittlicher Vertreter des asiatischen Action-Kinos. Für einen kurzweiligen DVD-Abend mit „SchleFaZ“-Feeling dürfte es reichen. Wer weiß, vielleicht läuft „No Mercy“ demnächst wirklich auf Tele 5 mit bissigen Kommentaren von Oliver Kalkofe und Peter Rütten. Das wäre ein Spaß!

„No Mercy: Nichts kann sie stoppen“: Veröffentlichung am 16.08.2019 auf DVD und Blu-ray (Busch Media Group)

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