Es ist weise, auch mal Einladungen auszuschlagen. Im Falle der „Monster Party“ sollten vor allem anspruchsvolle Horrorfilm-Fans diesen Rat berücksichtigen. Wer Slasher-Trash mag, könnte noch am ehesten Gefallen an dem Streifen von Jungregisseur Chris von Hoffmann finden. Mehr...

Demnächst auf DVD: Eine blutige „Monster Party“
© Busch Media Group GmbH

Es ist weise, auch mal Einladungen auszuschlagen. Im Falle der „Monster Party“ sollten vor allem anspruchsvolle Horrorfilm-Fans diesen Rat berücksichtigen.

Der Streifen von Chris von Hoffmann („Drifter“) zelebriert einen sinnfreien Blutrausch. Atmosphäre, Spannung und anschauliche Effekte bleibt der Jungregisseur und Drehbuchautor seinem Publikum schuldig. Für all das hat vermutlich das Budget nicht gereicht.

Wenn Eingeweide aus dem Körper ragen, sieht das im Film aus wie eine Wurstschlange in der Metzgerei um die Ecke, beschmiert mit ein wenig Ketchup. Dazu speien abgetrennte Körperteile aus Plastik übermotivierte Blutfontänen. Ein entstellter Bösewicht im Keller mit Quasimodo-Maske aus dem Halloween-Online-Shop setzt dem Ganzen die Trash-Krone auf.

Ohne Biss keine Satire

Ein penetranter Filter über den Bildern versucht vergebens, das blutige Treiben hochwertiger wirken zu lassen. Die schüchtern-ausdrucksarme Filmmusik bemüht sich erst gar nicht, irgendwelche Akzente zu setzen. Da hilft nur noch eines: Humor! Oder auch nicht: Zur Satire fehlt es „Monster Party“ an Biss und spritzigen Dialogen. Die Darsteller scheitern am Overacting und ihren durchgehend eindimensionalen Figuren, die nichts von ihnen abverlangen.

So bleiben selbst bekannte und durchaus fähige Schauspieler wie Julian McMahon („Nip/Tuck“) und Lance Reddick („John Wick“) überraschend blass. Robin Tunney („The Mentalist“) probiert sich tapfer an einem Gesichtsausdruck zwischen Wahnsinn und Verzweiflung. Der Fokus liegt ohnehin auf den Jungstars Sam Strike („Chernobyl“), Virginia Gardner („Marvel's Runaways“) und Brandon Micheal Hall („God Friended Me“).

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Diese spielen ein jugendliches Einbrecher-Trio, das seinen bislang größten Coup plant: Als Aushilfen bei einer Party der wohlhabenden Familie Dawson wollen sie sich die Freunde Zugang zum Safe des Anwesens verschaffen und fette Beute machen. Allerdings verlaufen die Feierlichkeiten anders als geplant, denn die Dawsons empfangen eine Gruppe ganz besonderer Gäste. Die Diebesbande findet sich kurzerhand selbst in der Opferrolle wieder.

Achtung Spoiler

Mehr sollte man von der dünnen Geschichte eigentlich nicht preisgeben, um die einzige kleine Überraschung des Films möglichst geheimzuhalten. Dummerweise verraten aber bereits der Klappentext der DVD und auch der Trailer von „Monster Party“ zu viel: Die Dawson-Familie und ihre Bekannten sind Psycho-Killer auf Entzug. Doch drei Fremde im Haus verführen regelrecht dazu, rückfällig zu werden.

Das seelenlose Gemetzel, das folgt, dürfte selbst Freunde des Slasher-Genres enttäuschen. Alternativ lieber noch mal den spannenden Horror-Thriller „Don't Breathe“ aus dem Jahre 2016 schauen, der aus einer ganz ähnlichen Prämisse deutlich mehr herausholt!

„Monster Party“: Veröffentlichung am 04.10.2019 auf DVD und Blu-ray (Busch Media Group)

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  • Rezension zu: Monster Party
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