Der Home-Invasion-Thriller „Hell Is Where The Home Is“ von Orson Oblowitz kann zwar mit einer coolen Location und atmosphärischen Bildern aufwarten. Das haarsträubende Drehbuch aus der Feder von Corey Deshon verleiht dem Streifen jedoch B-Movie-Charakter. Mehr...

Hell Is Where The Home Is: Ein tödlicher Wochenendtrip
© Pierrot Le Fou

Der Kurzurlaub in einer Luxus-Villa wird für zwei Pärchen zum Albtraum.

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Es ist manchmal einfach nicht nachvollziehbar, warum US-Filme für den deutschen Markt einen anderen englischen Titel erhalten. Der Home-Invasion-Thriller „Trespassers“ (Übersetzung: „Eindringlinge“) erscheint hierzulande als „Hell Is Where The Home Is“ fürs Heimkino.

So wirklich passen will das aber nicht. Die vier Protagonisten des Streifens von Regisseur von Orson Oblowitz haben sich lediglich über ein Wochenende in eine schicke, aber abgelegene Luxus-Villa eingemietet. Ein Zuhause stellt dieses also nicht wirklich für diese dar. Doch sei's drum: Mit Details und vor allem mit der Logik nimmt es auch Drehbuchautor Corey Deshon nicht so genau.

Kurzurlaub mit Beziehungsknatsch

Warum vermietet ein offensichtlich sehr wohlhabendes Fotografen-Pärchen sein Traumanwesen in der Wüste überhaupt übers Internet? Zwei mehr oder weniger befreundete Pärchen kommen jedenfalls in das Vergnügen, sich dort vom Alltag zu erholen. Von den Besitzern empfangen werden sie allerdings nicht. Maskierte Bösewichte haben diese bereits im Intro hingerichtet.

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Die Kurzurlauber können das natürlich nicht ahnen und bemühen sich um ausgelassene Stimmung. Trotz Alkohol und Koks will diese aber nur bedingt aufkommen: Sarah (Angela Trimbur) und Joseph (Zach Avery) kämpfen mit Beziehungsproblemen, seit sie ihr Kind verloren haben. Bei Estelle (Janel Parrish) und ihrem Freund Victor (Jonathan Howard) scheint zunächst alles in Ordnung. Doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig.

Die soapigen Konflikte machen die Spielfiguren aber weder glaubwürdig noch sympathisch. Die platten Dialoge lassen sie höchstens oberflächlich und dämlich wirken. Als der Terror schließlich beginnt, steht man ihrem Schicksal gleichgültig gegenüber.

Eine aufdringliche Besucherin

Zu später Stunde klingelt eine Frau an der Tür, die sich als Nachbarin ausgibt. Sie sei mit dem Wagen liegen geblieben und habe keinen Handy-Empfang. Es wäre so einfach gewesen, der Fremden das tragbare Telefon aus der Küche an die Tür zu bringen. Doch auf die Idee kommen Sarah, Estelle, Joseph und Victor erst gar nicht. Stattdessen lassen sie die Dame erst einmal vor der Tür warten und diskutieren ausführlich, ob sie die Unbekannte mitten in der Nacht hereinbitten oder nicht.

Trotz der Bedenken wird die Hilfesuchende schließlich hereingelassen. Sie erweist sich als hartnäckige Besucherin, die auch noch Beziehungsratschläge geben will. Natürlich steht sie in Verbindung mit den Killern, die vermutlich jeden Moment das Haus stürmen. Aber falsch gedacht! Es kommt zunächst überraschend anders. Ein blutiger Zwischenfall lässt den aggressiven Victor völlig austicken.

Gewalt statt Logik

Die Polizei befindet sich zwar schon auf dem Weg. Die Lage entspannt sich jedoch nicht. Ganz im Gegenteil: Erst jetzt, nimmt das Geschehen an Fahrt auf und der Horror seinen Lauf. „Hell Is Where The Home Is“ versucht im weiteren Verlauf, die vielen Logiklöcher mit expliziten Gewaltszenen zu stopfen. Panik und Tempo nehmen endlich zu, die Spannung leider nur geringfügig. Die Charaktere taugen einfach nicht zum Mitfiebern.

Immerhin strapaziert der brutale Thriller mit knapp 90 Minuten Lauzeit die Geduld seines Publikums nicht unnötig. Oblowitz gelingen durchaus atmosphärischen Bilder. Rein optisch wirkt der Film hochwertig und stimmig. Das haarsträubende, durchkonstruierte Skript Deshons entspricht dagegen nur B-Movie-Niveau.

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