Zwei Jahre nach Ausbruch einer Zombie-Seuche herrscht in Thüringen Ausnahmezustand: Mittendrin kämpfen zwei junge Frauen ums Überleben. hitchecker.de verlost zweimal zwei Freitickets zum Kinostart des apokalyptischen Fantasy-Films „Endzeit“. Mehr...

Endzeit: Zombie-Alarm in Thüringen
© Leah Striker, Grown Up Films, ZDF

Zwei Jahre nach Ausbruch einer Zombie-Seuche herrscht in Thüringen Ausnahmezustand: Mittendrin kämpfen zwei junge Frauen ums Überleben.

Zombies sind in Film- und Serienproduktionen einfach nicht totzukriegen. Nach nunmehr neun Staffeln „The Walking Dead“ fällt es aber zunehmend schwer, der Thematik noch eine neue Facette abzugewinnen. Die in Berlin lebende Schwedin Carolina Hellsgård wagt mit ihrem zweiten Werk „Endzeit“ dennoch einen Versuch. Der Film basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von Comic-Autorin Olivia Vieweg, die auch das Drehbuch geschrieben hat.

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Die Prämisse der Geschichte dürfte Genre-Kennern nur noch ein müdes Gähnen entlocken: Ein Seuche, die Infizierte in fleischhungrige Zombies verwandelt, hat fast die gesamte Menschheit ausgerottet. Im weiteren Verlauf der Handlung wird es zum Glück origineller.

Gefährlicher Zaundienst

In Weimar halten sich Überlebende die Untoten mit Zäunen und Mauern vom Leib. Trotzdem kommt es an den Absperrungen immer wieder zu blutigen Szenen. Ausgerechnet an ihrem ersten Tag „Zaundienst“ wird die ohnehin schon hochtraumatisierte Vivi (Gro Swantje Kohlhof) Zeugin eines Zombie-Angriffs. Nur durch das schnelle Handeln der taffen Eva (Maja Lehrer) bleibt es bei lediglich einem Opfer.

Nach dem Zwischenfall beschließen die jungen Frauen unabhängig voneinander, aus Weimar zu flüchten. Vivi will endlich herausfinden, was mit ihrer kleinen Schwester passiert ist. Diese musste sie einst beim Ausbruch der Seuche im Stich lassen, um ihr eigenes Leben zu retten.

Auf der Flucht nach Jena

Eva zieht es nach Jena, wo angeblich nach einem Zombie-Gegenmittel geforscht wird. Das scheint ihre letzte Hoffnung: Denn auch sie wurde bei dem Angriff zuvor verletzt. Damit ist sie infiziert und wird sich schon bald verwandeln.

Davon ahnt Vivi zunächst nichts. Die ungleichen Protagonistinnen treffen in einem fahrerlosen Versorgungszug aufeinander, der Weimar und Jena verbindet. Als dieser unverhofft mitten in der Pampa stehen bleibt, müssen sich die beiden durch die Wälder schlagen. Überall lauern Zombies und auch Eva wird plötzlich aggressiver.

Das stellt die gerade erst aufkeimende Freundschaft zu Vivi auf eine harte Probe. Diese Beziehung steht übrigens mehr im Mittelpunkt des apokalyptischen Jugenddramas als die Untoten, die ohnehin mehr eine symbolische Funktion im Film übernehmen. Sie werden als eine Art Rache der Natur dargestellt, die sich die Welt nach schlechter Behandlung durch die Menschheit zurückerobert.

Geheimnisvolle Gärtnerin

Eine Schlüsselrolle spielt die Figur der Gärtnerin (Trine Dyrholm). Die feenartige Frau scheint halb Mensch, halb Pflanze und sieht die Apokalypse als Neuanfang. Ihre bedeutungsschwangeren Worte wollen dem Film einen philosphisch-prophetischen Charakter verleihen. Doch das Ganze wirkt zu aufgesetzt. Das Intermezzo unterbricht zudem die durchaus spannend geratenen Zusammentreffen mit gefräßigen Zombies.

„Endzeit“ profitiert hier von atmosphärisch-unheimlichen Natur- und „Lost Places“-Kulissen, aber auch von einem gelungenem Maskenbild. In seinen Horror-Szenen macht der Film tatsächlich am meisten Spaß. Vivi und Eva steht man als Zuschauer allerdings recht gleichgültig gegenüber.

Viel zu abruptes Ende

Evas Schicksal lässt sich früh erahnen. Ihre schroffe, zickige Art verhilft ihr zu keinerlei Sympathiepunkten. Die ängstliche und psychisch stark angeschlagene Vivi taugt ebenfalls nicht als Identifikationsfigur zum Mitfiebern. Sie lebt die meiste Zeit in ihrer ganz eigenen Albtraumwelt.

Als ihre Figur endlich Kampfgeist entwickelt und aus ihrer lethargischen Angst ausbricht, kommt „Endzeit“ zu einem überraschend abrupten Abschluss. Dieser greift wieder den hoffnungsvollen, philosophischen Ansatz der Gärtnerin auf, zerstört die Spannungskurve aber endgültig. Fast wirkt das unausgegorene Finale, als wären am Ende Zeit und Geld ausgegangen.

Immerhin bringt „Endzeit“ eine völlig neue Farbe ins deutsche Kino. Es muss eben doch nicht immer nur Klamauk mit Matthias Schweighöfer oder Elyas M’Barek sein. Als Ausnahmeprojekt entpuppt sich die Produktion auch mit Blick auf Cast und Crew: Alle kreativen Schlüsselpositionen wurden mit Frauen besetzt.

Freikarten zu gewinnen

„Endzeit“ startet am 22. August 2019 bundesweit in ausgewählten Lichtspielhäusern. hitchecker.de verlost zweimal zwei Freikarten. Um mitzumachen, müsst ihr das untere Formular ausfüllen und abschicken.

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Das Gewinnspiel ist inzwischen beendet. Gewonnen haben Ben H. aus Hilchenbach und Michael T. aus Bornheim.

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