Ein Einbruch wird für drei kriminelle Jugendliche zum Albtraum. Regisseur Fede Alvarez ist mit "Don't Breathe" ein packender Horrorfilm gelungen, der gerade durch seine Konzentration auf das Wesentliche besticht. Mehr...

Don't Breathe: Rezension und Gewinnspiel zum Horror-Hit
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Im Horrorfilm "Don't Breathe" wird ein Einbruch für drei kriminelle Jugendliche zum Albtraum.

Draufgänger Money (Daniel Zovatto), seine Freundin Rocky (Jane Levy) und Polizistensohn Alex (Dylan Minnette) versuchen ihre Geldsorgen mit kleineren Einbrüchen zu überwinden. Die drei Jugendlichen achten stets darauf, nichts im Wert von mehr als 10.000 Dollar zu klauen. Falls sie doch einmal erwischt werden sollten, droht ihnen so nur eine geringe Strafe.

Blind, aber nicht hilflos

Doch dann erfährt Money von einer einmaligen Gelegenheit, die all ihre Probleme auf einmal lösen könnte. Der Einbruch bei einem blinden Kriegsveteran (Stephen Lang) in einem verlassenen Wohngebiet Detroits verspricht die ganz große Beute: Der ältere Mann hat angeblich viel Bargeld daheim versteckt, das er als Abfindung für den Unfalltod seiner Tochter bekommen hat.

Eines Nachts machen sich die drei schlecht organisierten Kleinkriminellen auf, um den Coup durchzuziehen. Der bissige Wachhund ihres Opfers ist schnell betäubt. Der Hausherr schläft leider nicht allzu lange, als die Eindringlinge in sein düsteres Heim einsteigen. Er erwischt die Bande auf frischer Tat und verteidigt sein Reich bis aufs Blut.

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Zwar kann der muskelbepackte Ex-Soldat nicht sehen, seine anderen Sinne erweisen sich dafür als besonders gut ausgeprägt. Er hört, riecht und fühlt besser als die unvorbereiteten Einbrecher, die ihm in der Dunkelheit hilflos ausgeliefert sind. Wer wird das Katz- und Mausspiel überleben?

Erfolg an den Kinokassen

"Don't Breathe" wurde im vergangenen Sommer zum Überraschungserfolg an den US-Kinokassen. Der Horrorfilm von Regisseur Fede Alvarez ("Evil Dead") spielte dort allein am ersten Wochenende fast 26,5 Millionen Dollar ein und das bei verhältnismäßig geringen Produktionskosten von unter 10 Millionen Dollar. Inzwischen kann der Streifen sogar über 89 Millionen Dollar verbuchen.

Qualität setzt sich neben einfallslosen Blockbustern nach Schema F gelegentlich eben doch durch: Alvarez, der das Drehbuch zusammen mit Rodo Sayagues ("Panic Attack" ) geschrieben hat, ist ein sehr kurzweiliges und packendes Gruselvergnügen gelungen.

Das beginnt zunächst noch recht harmlos mit der Vorstellung von Rocky, Alex und Money, die einen üblichen Teenie-Slasher vermuten lässt. Sobald die Protagonisten im Haus des Veteranen angekommen sind, wird "Don't Breathe" jedoch zum beklemmenden Kammerspiel. Dieses übertreibt es nicht mit Blut und Gewalt, sondern lässt seinen Zuschauer vielmehr mit ruhigen, reduzierten Szenen den Atem stocken.

Angst vor der Dunkelheit

Wenn etwa Rocky nur wenige Meter von dem blinden Kraftprotz in der Dunkelheit verharrt und es nicht wagt, sich nur einen Millimeter zu bewegen, ist das an Spannung kaum zu übertreffen. Alvarez konzentriert sich auf das Wesentliche, verzichtet auf übertriebene Computereffekte und übernatürliche Elemente. Vielmehr verlässt er sich auf die Urangst des Menschen vor der Dunkelheit und inszeniert ein cleveres Spiel mit Licht und Schatten.

Zudem stellt er bekannte Klischees auf den Kopf: Er lässt die anfänglichen Täter selbst zu Opfern werden. Das vermeintliche Opfer mutiert dagegen zum Bösewicht mit finsteren Geheimnissen im Keller. Die originelle Variation bekannter Zutaten und die minimalistische Umsetzung eines schrecklichen Horrorszenarios machen "Don't Breathe" zu einem Must-See für Fans des Genres.

Stephen Lang überzeugt

Vielleicht hätten die einzelnen Charaktere und ihre Motive noch besser ausgearbeitet werden können. Und das ist auch durchaus passiert, wie die entfernten Szenen im Bonusmaterial der Blu-ray andeuten. Schließlich hat man sich aber wohl an das Sprichwort "In der Kürze liegt die Würze" gehalten und eine nicht einmal 90-minütige Filmversion geschnitten. Diese besticht gerade durch ihr flottes Tempo und das Fehlen unnötiger Füllszenen.

Der 64-jährige New Yorker Schauspieler Stephen Lang („Avatar") beeindruckt in seiner Rolle als blinde Kampfmaschine. Allein seine furchterregende Präsenz nährt die bedrohliche Atmosphäre von "Don't Breathe".

Ob diese in einem geplanten Sequel aufrechterhalten werden kann, bleibt abzuwarten. Die Chancen stehen nicht schlecht: Fede Alvarez und Rodo Sayagues übernehmen wieder die kreative Federführung. Über den genauen Produktionsstart der Fortsetzung ist bislang noch nichts bekannt.

"Don't Breathe": Veröffentlichung am 19.01.2017 auf DVD und Blu-ray (Sony Pictures Home Entertainment)

Mehr Infos zum Film: www.dontbreathe.de

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