In „Boy Missing“ will eine taffe Anwältin eigentlich nur ihren Sohn beschützen, lässt sich für diesen Zweck aber mit den falschen Leuten ein. Gewinnt den spanischen Krimi-Thriller von Regisseurin Mar Taragona und Drehbuchautor Oriol Paulo für euer Heimkino! Mehr...

Eine Anwältin übt Selbstjustiz – mit fatalen Folgen
© OFDb Filmworks / Koch Media

In „Boy Missing“ will eine taffe Anwältin eigentlich nur ihren Sohn beschützen, lässt sich für diesen Zweck aber mit den falschen Leuten ein.

Hinter dem Thriller „Boy Missing“, der neu fürs Heimkino zu haben ist, steckt die spanische Produktion „Secuestro“ von Regie-Debütantin Mar Taragona und Drehbuchautor Oriol Paulo („The Body“, „Der unsichtbare Gast“). Anders als es der deutsche und der Originaltitel des Films vermuten lassen, geht es nur am Rande um die Entführung eines kleinen Jungen.

Tatsächlich wurde der kleine, taubstumme Sohn der erfolgreichen Anwältin Patricia de Lucas (Blanca Portillo) noch nicht einmal vermisst. Erst als Victor (Marc Domènech) völlig orientierungslos und leicht verletzt auf offener Straße aufgefunden wird, erhält seine Mutter einen Anruf. Patricia fällt aus allen Wolken, hatte sie ihren Sprössling doch am Morgen höchstpersönlich vor der Schule abgesetzt.

Vor der Schule aufgelauert

Bis ins Gebäude hat es Victor aber nie geschafft, wie er ihr beim Gespräch mit dem zuständigen Kommissar (Antonio Dechent) schließlich anvertraut. Ein Mann habe ihn entführt, dem er aber schließlich wieder entkommen konnte. Nach der Erstellung eines Phantombildes ist schnell ein Verdächtiger gefunden: Der vorbestrafte Charlie (Andrés Herrera) streitet die Tat vehement ab, scheint aber etwas zu verbergen. Aufgrund mangelnder Beweise bleibt er auf freiem Fuß.

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Patricia bangt um die Sicherheit Victors und sieht keinen anderen Weg, als den Vater ihres Kindes (José Coronado) um einen Gefallen zu bitten. Sie weiß ganz genau: Ihr Ex-Lover macht regelmäßig krumme Geschäfte und hat deshalb zwei Schläger zur Hand, die Charlie ein wenig Angst einjagen sollen. Die unüberlegte Selbstjustiz-Aktion soll Patricia aber schon bald in ernste Schwierigkeiten bringen.

Mehr Krimi als Thriller

Trotz gelungener Twists will in „Boy Missing“ keine knisternde Thriller-Atmosphäre aufkommen. Der Film wirkt mehr wie ein unterhaltsamer TV-Krimi, der grundsolide, aber auch etwas nüchtern inszeniert ist.

Damit das verschachtelte Story-Konstrukt funktioniert, verhalten sich die Charaktere nicht immer ganz nachvollziehbar. Als Patricia plötzlich im Schlamassel steckt, agiert die sonst knallharte und überaus clevere Anwältin ziemlich naiv und unüberlegt. Auch die Ermittler hinterfragen gerade zu Beginn viel zu wenig.

Zu dick aufgetragen

Doch nur so kann Oriol Paulo die Zuschauer im weiteren Verlauf mit unerwarteten Enthüllungen überraschen. Das bringt zwar Spannung in die Geschichte, raubt den Darstellern aber ihre Glaubwürdigkeit. Durch ihre unentschlossenen Figuren neigen Blanca Portillo, Antonio Dechent und José Coronado zum Overacting, was immer wieder für unfreiwillige Schmunzel-Momente sorgt.

Bestes Beispiel ist die dann doch etwas zu dick aufgetragene Schlusseinstellung. Ein bisschen weniger Theatralik hätte „Boy Missing“ definitiv gut getan!

„Boy Misisng“: Veröffentlichung am 22.03.2018 auf DVD und Blu-ray (Koch Media GmbH)

Boy Missing: Gewinnspiel zum Heimkinostart

Steht euch der Sinn nach einem spannenden Krimi-Abend? Kein Problem: hitchecker.de verlost „Boy Missing“ zweimal auf DVD und zweimal auf Blu-ray.

Wenn ihr beim Gewinnspiel mitmachen wollt, müsst ihr die untere Frage beantworten und eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Teilnahmeschluss ist der 5. Juni 2018. Viel Gück!

Hinweis: Nach dem erfolgreichen Versand des Gewinnspielformulars erfolgt eine Empfehlung für einen anderen redaktionellen Beitrag.

Das Gewinnspiel ist inzwischen beendet. Herzlichen Glückwunsch an Maria K. aus Hagen, Valerie K. aus Idstein, Raphael T. aus Berlin und Renate H. aus Ludwigsburg!

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  • Redaktionswertung:

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