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Prison Break 5: Michael Scofield lebt

Prison Break 5: Michael Scofield lebt © 2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Mit dem Serien-Franchise "Prison Break" wurde auch sein Protagonist Michael Scofield wiederbelebt. Doch das ist nur eine von vielen haarsträubenden Ereignissen in der fünften Staffel des früheren Quotenerfolgs.

Der Remake-Wahn hat auch vor der Gefängnisserie "Prison Break" nicht haltgemacht. Im vergangenen Frühjahr holte das US-Network FOX den einstigen Quotenhit für eine Comeback-Staffel mit neun Folgen zurück auf die Bildschirme. Jetzt ist das neue Abenteuer um den meisterlichen Knastausbrecher Michael Scofield auch auf DVD und Blu-ray zu haben.

Vielleicht wäre der direkte Weg ins Heimkino oder eine Veröffentlichung bei einem der großen Streaming-Portale von Anfang an die bessere Wahl gewesen. Den weder in den USA noch in Deutschland bei RTL 2 konnte die Serie beim klassischen TV-Publikum an alte Erfolge anknüpfen. Das war aus vielerlei Gründen bereits im Vorfeld abzusehen.

Hanebüchener Story-Kniff

Die vierte Staffel lag bereits acht Jahre zurück und "Prison Break" hatte am Ende ohnehin keine hohen Einschaltquoten mehr eingefahren. Daher entschied man sich anno 2008 auch zum eigentlich endgültigen Serienfinale mit dem Tod des Protagonisten.

Für Season 5 schlüpfte Hauptdarsteller Wentworth Miller trotzdem wieder in die Rolle von Michael Scofield. Um die unverhoffte Wiederauferstehung zu erklären, haben sich die Drehbuchautoren eine abstruse Geschichte ausgedacht: Michael hat sein Ableben vor sieben Jahren nur vorgetäuscht, um seine Frau Sara (Sarah Wayne Callies), ihren gemeinsamen Sohn und seinen Bruder Lincoln (Dominic Purcell) zu schützen.

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Jemand setzt ihn unter Druck und zwingt ihn dazu, wichtige Persönlichkeiten aus Gefängnissen auf der ganzen Welt zu befreien. Deshalb befindet sich Michael nun auch hinter Gittern im Jemen, getarnt als Terrorist Kaniel Outis.

IS-Terror im Jemen

Über ein geheimnisvolles Foto, das zunächst T-Bag (Robert Knepper) zugespielt wird, erfährt Lincoln, dass sein Bruder noch lebt. Sara, die inzwischen mit dem Wirtschaftsprofessor Jacob (Mark Feuerstein) verheiratet ist, zweifelt zunächst an der Hiobsbotschaft. Als Lincoln jedoch keine Leiche in Michaels Grab vorfindet, herrscht für ihn Gewissheit.

Gemeinsam mit Michaels ehemaligem Ausbruchsgefährten C-Note (Rockmond Dunbar) reist er in den Jemen, um seinen Bruder aus dem Gefängnis zu holen. In dem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land, das zunehmend vom IS eingenommen wird, herrscht jedoch der Ausnahmezustand. Für Michael spitzt sich die Situation im Gefängnis weiter zu, da seine Ausbruchspläne zunächst scheitern. Zudem sorgt so manch hitziges Gemüt unter den Gefangenen für Ärger.

Also alles wie gehabt bei "Prison Break"? Tatsächlich erinnert das Szenario stark an Staffel 3 der Serie, als Scofield in einem heruntergekommenen Gefängnis in Panama festsaß. Neu ist die Terrorthematik und die Bedrohung durch verschiedene IS-Männer, die allesamt sehr klischeehaft und oberflächlich gezeichnet werden. Bei nur neun Episoden bleibt aber auch einfach keine Zeit, jede Nebenfigur mit einer eigenen Geschichte auszustatten.

Vertraute Gesichter ohne Funktion

Selbst vertraute Charaktere wie T-Bag, C-Note, Sucre (Amaury Nolasco), Paul Kellerman (Paul Adelstein) übernehmen diesmal keine entscheidende Funktion. Das flüchtige Wiedersehen mit der Originalbesetzung wirkt mehr wie ein Geschenk an die Fans. "Prison Break"-Neueinsteiger ohne Vorkenntnisse dürften bei dem ständigen Kommen und Gehen einer Vielzahl an Personen kaum den Überblick behalten. Ein Grund mehr, weshalb die Erfolgsquoten ausblieben!

Besonders realistisch war die Serie wahrlich noch nie. Der späten Fortsetzung fehlt es nun aber auch an Logik: Nach Michaels magischer Wiederauferstehung gab es wohl keine Hemmungen mehr, die Figuren oft willkürlich und völlig dämlich agieren zu lassen. Frei nach dem Motto: Bis zur nächsten Werbepause braucht es partout noch eine weitere schockierende Wendung.

Vorerst keine sechste Staffel

Die Spannung wird zwanghaft forciert und nicht mehr clever aufgebaut wie etwa noch in der ersten Season von "Prison Break". Doch unter diesem Problem hatten schon die Staffeln 2 bis 4 zu leiden. Die stark begrenzte Laufzeit des Revivals verdeutlicht es nur in der Extreme:

Fortwährend überschlagen sich die Ereignisse, früh muss der große Showdown eingeleitet werden. Das wirkt alles sehr gehetzt und lässt keinerlei Zeit für Überraschungen oder gar detaillierte Charakterstudien. Dank der vielen Action-Momente wird es immerhin keine Sekunde langweilig.

In der Kürze liegt die Würze, das gilt auch für das Bonusmaterial auf DVD und Blu-ray: Ein 13-minütiges Making-of gewährt einen Blick hinter die Kulissen von Season 5. Nach dem ausgebliebenen Hype um die "Prison Break"-Rückkehr ist vorerst übrigens keine sechste Staffel geplant. FOX und die Serienschöpfer wollten eine Fortsetzung zu einem späteren Zeitpunkt allerdings nicht komplett ausschließen.

"Prison Break: Staffel 5", Veröffentlichung am 12.10.2017 auf DVD und Blu-ray (20th Century Fox Home Entertainment)

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  • Rezension zu:
    Prison Break: Staffel 5
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