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The Heart Guy: Charmante Feel-Good-Serie aus Down Under

The Heart Guy: Charmante Feel-Good-Serie aus Down Under © Polyband / Alina Gozina

Achtung, Guilty-Pleasure-Alarm: Die neue australische Dramedy "The Heart Guy" funktioniert trotz abgenutzter Prämisse bestens.

Australische Serien finden hierzulande selten den Weg ins Fernsehen. Der Erfolg von "McLeods Töchter" im Programm von VOX liegt Jahre zurück. Höchste Zeit also für TV-Nachschub aus Down Under: "The Heart Guy" (Originaltitel: "Doctor Doctor") ist ein neues Mediziner-Drama des australischen Senders Nine Network. Im deutschen Pay-TV lief die zehnteilige erste Staffel bereits auf Sky 1. Ab sofort ist diese neu auf DVD erhältlich.

Die Serie dreht sich um den erfolgreichen, aber auch schrecklich arroganten Herzchirurgen Dr. Hugh Knight (Rodger Corser). Am Krankenhaus in Sydney gilt er als Koryphäe, bis ihm sein Hang zum wilden Partyleben einen gehörigen Strich durch die Rechnung macht. Nach einem handfesten Skandal geht er unfreiwillig einen Deal ein, um seine Karriere zu retten: Hugh soll für ein Jahr in seinem alten Heimatort Whyhope als Landarzt arbeiten, um Buße für seine Sünden zu tun. Wenn er sich dabei nichts mehr zu Schulden kommen lässt, darf er wieder in die Metropole zurückkehren und operieren.

Wöchentlich zum Drogentest

Aller Anfang ist schwer: Penny (Hayley McElhinney), die leitende Ärztin am Krankenhaus in Whyhope, lässt sich nicht vom Charme des gefallenen Arztes beeindrucken. Sie verlangt eine wöchentliche Urinprobe von ihm, um sicherzustellen, dass er keine Drogen nimmt. Die anstrengende Chefin bleibt nicht die einzige Herausforderung am neuen Arbeitsplatz.

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Da Hugh nie als Allgemeinmediziner gearbeitet hat, muss er für die Diagnose der Patientenbeschwerden schon mal Google bemühen. An den Rand eines Nervenzusammenbruchs treiben ihn jedoch die Rettungseinsätze, für die er in den Flieger steigen muss. Der sonst so selbstbewusste Sprücheklopfer wird in luftigen Höhen zum kleinen Angsthasen.

Die Rückkehr in den Kreis seiner Familie beschert dem Mittvierziger zu allem Überfluss eine Menge Gefühlschaos: Seine hübsche Ex-Freundin Charlie (Nicole da Silva) ist inzwischen mit seinem jüngeren Bruder Matt (Ryan Johnson) verheiratet. Frauenheld Hugh hindert das aber keineswegs daran, mit seiner Schwägerin zu flirten. Das führt natürlich zu Spannungen zwischen den Brüdern und den Eheleuten.

Klassischer Vater-Sohn-Konflikt

Auch Vater Jim (Steve Bisley) ist nicht wirklich gut auf seinen ältesten Sohn zu sprechen: Der mürrische Alte begegnet Hugh mit Ignoranz und kümmert sich lieber um seinen pubertierenden Adoptivsohn Ajax (Matt Castley). Im Hause Knight übernimmt aber klar Mutter Meryl (Tina Bursill) die Rolle des Familienoberhaupts: Sie sitzt im Stadtrat und liebäugelt mit dem Bürgermeister-Amt. Um ihre Ziele und ihren Willen durchzusetzen, benutzt sie ihre Lieben gerne Mal für PR-Zwecke. Wenn es sein muss, bricht sie auch das Gesetz.

Von wem Hugh seine dominante Art und seine Gleichgültigkeit gegenüber lästigen Regeln geerbt hat, ist damit geklärt. Whyhope zwingt ihn allerdings dazu, sich unterzuordnen, auch mal zu verzichten und vor allem Verantwortung zu übernehmen. Wird aus dem überheblichen, egoistischen Lebemann also tatsächlich ein besserer Mensch?

Geübte Zuschauer ahnen schon: Das dürfte eine Weile dauern und erfolgt verbunden mit diversen kleinen und großen Rückschlägen. Die Prämisse von "The Heart Guy" ist nämlich eine altbekannte und nicht gerade originell: Ein zunächst wenig sympathischer Stadtmensch muss auf dem Land neu anfangen und trotz großem Widerwillen lernen, sich anzupassen. Dabei scheinen die Drehbuchautoren ihren Titelhelden am liebsten in der Arztrolle zu sehen: Man denke an die US-Serie "Hart of Dixie" oder den britischen Dauerbrenner "Doc Martin".

Nicht gerade innovativ, aber unterhaltsam

Wenn die Ausgangsidee einer Serie kaum Neues verspricht, kommt es vor allem auf das Ensemble an: Genau hier macht "The Heart Guy" alles richtig. Die Darsteller haben sichtlich Spaß an den seicht-amüsanten Familienkonflikten, Romanzen und Krankengeschichten. Letztere stehen wie bei vielen anderen Arztserien übrigens nicht im Mittelpunkt, sondern spielen sich mehr nebenbei ab. Es geht vorwiegend um Hughs turbulentes Privatleben und seine liebenswerte Verwandtschaft mit all ihren Marotten und Problemen.

Auch hier jonglieren die Autoren mit vertrauten Themen: Eifersüchteleien, ein unerfüllter Kinderwunsch und eine unverhoffte Vaterschaft – davon haben schon unzählige Soaps und Familiendramen zuvor erzählt. Trotzdem schafft es "The Heart Guy", die Klischees sehr unterhaltsam und charmant zu servieren.

Die Feel-Good-Serie beweist immer wieder Selbstironie und nimmt sich nie zu ernst, driftet dabei aber auch nie ins Alberne ab. Dieser gelungene Balanceakt lässt die Episoden wie im Nu verfliegen und weckt die Lust auf Staffel 2, die gerade im australischen Fernsehen angelaufen ist.

"The Heart Guy: Staffel 1": Veröffentlichung am 25.08.2017 auf DVD (Polyband / WVG)

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  • Rezension zu:
    The Heart Guy: Staffel 1
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