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Schon wieder Spuk im Irrenhaus

Schon wieder Spuk im Irrenhaus © Universum Film GmbH

Die Serienstars Chace Crawford und Eliza Dushku kämpfen sich durch einen langweiligen Horrorstreifen.

Eine alte psychiatrische Einrichtung mit dunklen Geheimnissen musste schon oft als Schauplatz für Horror-Geschichten herhalten. Die Thematik dürfte aber spätestens nach der zweiten Staffel von "American Horror Story" aus dem Jahr 2012 endgültig ausgeschöpft sein. 13 Episoden lang ging es dort um die grausamen Praktiken in der von Nonnen geführten Nervenheilanstalt Briarcliff Mitte der 1960er. Die Drehbuchautoren hatten sich angeblich von den menschenunwürdigen Zuständen im Byberry Mental Hospital im Philadelphia der 40er inspirieren lassen.

Authentische Kulissen, abstruse Story

Lange Rede, kurzer Sinn: Der neue Horrorfilm "The Eloise Asylum" verfolgt einen sehr ähnlichen Ansatz. Wieder steht eine Psycho-Klinik im Zentrum des Geschehens, die es wirklich gab: Der riesige Krankenhauskomplex Eloise in Michigan wurde Mitte der 80er geschlossen. Heute werden einige Teile davon anderweitig genutzt, andere liegen brach. Regisseur Robert Legato, der bislang als Experte für visuelle Effekte ("Avatar", "Shutter Island") tätig war, nutzte Originalschauplätze für die Dreharbeiten.

Die Kulissen wirken daher sehr authentisch und beschwören eine gewisse Gruselatmosphäre herauf. Der Rest bleibt leider kalter und entkoffeinierter Horror-Kaffee: Die abstruse Geschichte von "The Eloise Asylum" spielt mit abgedroschenen Elementen und verzettelt sich mit zunehmender Laufzeit. In der ersten Filmhälfte passiert ohnehin nicht allzu viel.

Der verschuldete Jacob Martin (Chace Crawford) staunt nicht schlecht, als er unverhofft ein Vermögen erben soll. Der Geldsegen kommt von seinem jüngst verstorbenen Vater, mit dem er schon lange nicht mehr in Kontakt stand. Auf Jacob wartet eine letzte Hürde vor der verlockenden Auszahlung: Er muss den Tod seiner Tante nachweisen, die vor Jahrzehnten bei einem Brand in der unlängst geschlossenen Eloise-Klinik umgekommen ist.

Großes Erbe mit großem Haken

Die nötige Sterbeurkunde liegt wohl im damals von den Flammen verschonten Archiv der Einrichtung. Um diese auf offiziellem Wege per richterlichem Beschluss zu bekommen, müsste Jacob jedoch Monate warten. Mit seinem Kumpel Dell (Brandon T. Jackson) schmiedet er daher Einbruchpläne. Die Freunde statten dem durchgeknallten Scott (P.J. Byrne) einen Besuch ab, der wie besessen von Eloise ist und sich dort auszukennen scheint.

Seine Mutter hat dort früher als Pflegerin gearbeitet. Auch Scotts hübsche Schwester Pia (Eliza Dushku) erinnert sich dunkel daran, wie sie diese als kleines Mädchen einmal auf der Arbeit besucht hat. Kurzerhand schließt sie sich den drei Jungs an, allein um ein Auge auf ihren labilen Bruder zu werfen.

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Erst als das ungleiche Quartett in das verlassene Klinikgebäude einsteigt, gewinnt "The Eloise Asylum" deutlich an Tempo. Das Problem: Spannung will trotzdem keine aufkommen. Denn es folgt, was bei der Prämisse zu erwarten war. Natürlich spukt es in den dunklen Gemäuern. Hier hat der skrupellose Dr. H.H. Greiss (Robert Patrick) einst grausame Experimente und Behandlungsmethoden an wehrlosen Patienten getestet.

Dunkle Familiengeheimnisse

Das Szenario der Vergangenheit wird für Jacob, Pia, Dell und Scott nun grausame Realität. Sie müssen sich ihren größten Ängsten stellen und um ihr Leben rennen. Die Serienstars Chace Crawford ("Gossip Girl"), Eliza Dushku ("Tru Calling"), Brandon T. Jackson ("Deadbeat") und  P.J. Byrne ("The Game") hetzen unkoordiniert und panisch durch die düsteren Gänge. Dafür mögen sie viel Atem brauchen, schauspielerisches Talent dagegen nicht. Da hätten es durchaus auch ein paar Laiendarsteller getan.

Einen cleveren Twist lässt "The Eloise Asylum" am Ende leider auch vermissen. Es werden lediglich einige Familiengeheimnisse um Jacob enthüllt, die zumindest in etwa schon früh zu erahnen sind. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, sonst fällt der letzte Anreiz weg, sich das B-Movie auf DVD anzuschauen. Diese kann leider auch nicht mit interessanten Extras punkten: Es gibt lediglich den offiziellen Trailer zu sehen, der mehr verspricht, als der Film halten kann.

"The Eloise Asylum": Veröffentlichung am 31.03.2017 auf DVD und Blu-ray (Universum Film)

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    The Eloise Asylum
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