Nutzer des VLC Media Players können aufatmen: Laut Hersteller besteht doch keine schwerwiegende Sicherheitslücke in der populären Software. Doch warum haben deutsche und US-amerikanische Behörden das Programm überhaupt als gefährlich eingestuft? Mehr...

Doch keine Sicherheitslücke im VLC Media Player
© VLC Media Player Screenshot

Nutzer des VLC Media Players können aufatmen: Laut Hersteller besteht doch keine schwerwiegende Sicherheitslücke in der populären Software. Doch warum haben deutsche und US-amerikanische Behörden das Programm überhaupt als gefährlich eingestuft?

Die kostenlose Software VLC Media Player kann alle gängigen Video-Formate abspielen und ist daher besonders beliebt bei Windows-, LINUX- und UNIX-Anwendern. Weltweit wurde das Programm bislang über drei Milliarden Mal heruntergeladen. Vor einigen Tagen sprach das deutsche Computer Emergency Response Team (CERT), das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und auch die US-Bundesbehörde NIST (National Institute of Standards and Technology) eine Warnung für den Player aus.

Keine Gefahr im aktuellen VLC-Player

Als Begründung wurde eine schwerwiegende Sicherheitslücke genannt. Es hieß, durch diese könnten Angreifer aus der Ferne einen beliebigen Programmcode auf dem Rechner ausführen, persönliche Informationen abgreifen oder auch Dateien manipulieren. Ebenso wurde vor einer möglichen DDoS-Attacke (Denial-of-Service-Attacke) gewarnt.

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Das Team von VideoLAN, das die Anwendung als Open-Source-Projekt betreibt, hat diese Meldungen nun via Twitter dementiert. Ein solches Sicherheitsrisiko bestehe nicht in der aktuellen Version des VLC Media Players (3.0.7.1). Die Warnung der Behörden beruhten laut VideoLAN auf einem fehlerhaften Bugreport.

Falscher Fehlerbericht durch veraltete Bibliothek

Der Ersteller des Berichts habe die Software im Zusammenspiel mit der externen Bibliothek eines Drittanbieters getestet, die nicht auf dem neuesten Stand gewesen sei. Die unlängst bekannte Sicherheitslücke in dieser Bibliothek sei bereits vor 16 Monaten geschlossen worden.

Inzwischen haben auch das BSI und das CERT ihre Sicherheitswarnungen herabgestuft, aber zum Ärger von VideoLAN noch nicht vollends zurückgenommen.

Fazit für Nutzer des VLC-Players: Wer die aktuellste Version installiert hat, muss keine Bedrohung fürchten. Eine Deinstallation, zu der in den vergangenen Tagen geraten wurde, ist nicht nötig.

Anmerkung der Redaktion: Unser ursprüngliche Artikel vom 22.07.2019 wurde am 25.07.2019 aktualisiert.

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