The KillingMit Season 3 emanzipiert sich die US-Serie „The Killing“ von ihrer dänischen Vorlage „Kommissarin Lund“. Ein neuer Fall um einen Serienkiller sorgt für eine düstere Atmosphäre und beleuchtet die Vergangenheit einer Hauptfigur. Mehr...

Das Trauma der Sarah Linden
© Pandavision

Detective Sarah Linden wird in der dritten Staffel von „The Killing“ mit ihrer dunklen Vergangenheit konfrontiert.

Bei „The Killing“ handelt es sich um das US-Remake der dänischen Krimiserie „Kommissarin Lund“. Während sich die ersten beiden Staffeln der Neuauflage noch stark am Original orientierten, emanzipiert sich die AMC-Produktion mit Season 3. Das gilt sowohl für die Handlung als auch für die Hauptcharaktere, die sich nun komplett unabhängig von der Vorlage entwickeln.

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Die Geschichte setzt ein Jahr nach der Aufklärung des „Rosie Larsen“-Falles an. Sarah Linden (Mireille Enos) ist zur Ruhe gekommen: Sie arbeitet nicht mehr als Detective und wirkt schon fast glücklich mit ihrem neuen Lover. Doch der Schein trügt: Ein kurzer Besuch von Ex-Kollege Stephen Holder (Joel Kinnaman) genügt, um ihre zwanghafte Leidenschaft fürs Ermitteln aufs Neue zu wecken.

Ein Serienkiller in Seattle

Der Mord an einer minderjährigen Obdachlosen erinnert ausgerechnet an jenen Fall, der Linden einst so traumatisiert und bis in die Psychiatrie gebracht hatte. Das Problem: Damals wanderte der Familienvater Ray Seward (Peter Sarsgaard) für ein blutiges Verbrechen in den Knast - aufgrund der Untersuchungen durch Linden und ihren ehemaligen Partner James Skinner (Elias Koteas).

Kurz vor Sewards Hinrichtung deuten immer mehr Hinweise auf seine Unschuld hin. Für Linden ist klar: Der Serienkiller, der aktuell sein Unwesen in Seattle treibt, ist auch der Täter von damals. Als sie entscheidende Entdeckungen macht, holt Skinner sie zurück ins Ermittlerteam. Mit Holdens Unterstützung kommt sie dem Täter immer weiter auf die Spur. Dabei gerät sie nicht nur einmal in Lebensgefahr.

Die dritte Staffel von „The Killing“ ist noch düsterer ausgefallen als die beiden vorausgegangenen. Der neue Fall wird deutlich straffer erzählt, auch wenn am Ende der 12 spannenden Episoden wieder ein wunderbar platzierter Cliffhanger schockiert. Zwar wird der Täter anders als nach Season 1 schon offenbart. Doch der etwas zu klischeehaft geratene Showdown führt zu einem Vorfall, der Lindens Schicksal entscheidend verändern soll.

Staffel 4 ab Oktober auf DVD

Mireille Enos glänzt abermals in ihrer Paraderolle als neurotische Ermittlerin mit der Vorliebe für altbackene Wollpullis. Diesmal erhalten die Zuschauer alle fehlenden Puzzle-Teile zur Hintergrundgeschichte ihres Charakters, die bislang immer nur lückenhaft angedeutet wurde.

Bei so viel Vergangenheitsbewältigung der Figur kommen die gemeinsamen Szenen mit Joel Kinnaman etwas kurz - vor allem zu Beginn der Staffel. Das ist schade, da gerade die gute Chemie zwischen den beiden Hauptdarsteller zu den großen Stärken von „The Killing“ zählt.

Zum Glück ließ der Streaming-Anbieter Netflix nach der Einstellung der Serie durch AMC eine 6-teilige Fortsetzung produzieren. So erhielt „The Klilling“ doch noch ein rundes Ende. Diese verkürzte vierte Staffel wird hierzulande im Oktober fürs Heimkino erscheinen. Die aktuelle DVD-Box bietet leider keinerlei Bonusmaterial.

Link: www.amctv.com/shows/the-killing

Veröffentlichung am 16.07.2015 auf DVD und Blu-ray (Studio Canal / Pandavision)

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  • Rezension zu: The Killing: Die komplette dritte Staffel
  • Redaktionswertung:

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