Silicon ValleyDas dürfte Fans von „Big Bang Theory“ und „30 Rock“ gefallen: Die HBO-Comedyserie „Silicon Valley“ bedient einen ganz ähnlichen Humor und zieht die amerikanische IT-Branche gehörig durch den Kakao. Exzentrische Nerds inklusive! Mehr...

Nur Nerds oder Snobs im Silicon Valley
© Warner Home Video

Wenn Nerds ein neues Start-up in Silicon Valley gründen, herrscht amüsantes Chaos.

Es ist der Traum eines jeden Informatik-Nerds: Einmal im Leben einen bahnbrechenden Algorithmus schreiben und dann damit Millionen verdienen! Für den verklemmten Programmierer Richard (Thomas Middleditch) scheint er wahr zu werden. Seine zunächst belächelte Website Pied Pieper, die Songwritern zum Abgleich möglicher Plagiate dienen soll, arbeitet mit einem cleveren Code zum Komprimieren von Multimedia-Daten.

Amazon Unlimited Music Anzeige

Der IT-Konzern hooli, der vom exzentrischen Gavin Belson (Matt Ross) geführt wird, macht Richard sofort ein verlockendes Angebot. Als dann auch noch der kauzige Milliardär Peter Gregory (Christopher Evan Welch) mitmischt, sind für Richard plötzlich zehn Millionen US-Dollar zum Greifen nah. Das überfordert das zarte Gemüt des Losers und er bekommt - wie so oft - eine Kotz- und Panikattacke.

Firma gründen will gelernt sein

Schließlich entscheidet sich Richard für die Offerte von Gregory, der nur einen kleinen Anteil seiner künftigen Firma kaufen und ihn beim Aufbau dieser unterstützen will. Mit seinen Mitbewohnern und Programmierer-Kollegen Erlich (T.J. Miller), Big Head (Josh Brener), Betram (Martin Starr) und Dinesh (Kumail Nanjiani) plant der naive Selfmademan sein Start-up auf den Weg zu bringen. Eine Frage drängt sich bei den folgenden Pleiten, Pech und Pannen zunehmend auf: Hätte er doch lieber seinen Code verkaufen und die Millionen einstecken sollen?

Die Geschichte des noch recht jungen HBO-Comedyerfolgs „Silicon Valley“ ist recht simple gestrickt. Gerade deshalb eignet sie sich so wunderbar dafür, die amerikanische IT-Branche gehörig durch den Kakao zu ziehen.

Serienschöpfer Mike Judge ( „Beavis & Butt-Head“) hat früher selbst einmal als Software-Entwickler im Silicon Valley gearbeitet. Die vielen, sicher nicht ganz unbegründeten Vorurteile und Klischees gegenüber der schillernden Welt von Facebook, Google, Apple und Co kennt er nur zu gut. Für seine kurzweilige Persiflage weißt er sie clever in Szene zu setzen: Skurrile Geschäftsmeetings und überspitzte Figuren sorgen für reichlich Situationskomik.

Zwischen Männerhumor und bissiger Ironie

Derber Männer- und Fäkalhumor sowie bissige Ironie sind dabei ausgeglichen dosiert. „Silicon Valley“ wird nie zu albern, aber bleibt auch von einer intelligenten Satire weit entfernt. So richtig Spaß macht die Serie ohnehin erst nach zwei, drei Folgen, wenn man sich an die vielen Charaktere gewöhnt hat und ihr Zusammenspiel an Tempo gewinnt.

Die erste Staffel, die am 9. Juli fürs Heimkino erscheint, umfasst leider nur acht, knapp 30-minütige Episoden. Kleiner Trost: Die DVD-Box enthält darüber hinaus neben einem Making-of und zwei witzigen Specials unterhaltsame Audiokommentare mit den Darstellern und Produzenten zu allen Folgen. In Amerika wurde „Silicon Valley“ übrigens schon für eine dritte Staffel verlängert.

Schauspieler Christopher Evan Welch verstarb leider während der Dreharbeiten zur ersten Season, weshalb die Serie künftig ohne die kultverdächtige Figur des spleenigen Peter Gregory auskommen muss.

Link: Offizielle HBO-Website

Veröffentlichung am 09.07.2015 auf DVD und Blu-ray (Warner Home Video)

Angebote bei amazon.de:

B00VUIPD44B00VUIPDWGB00PZ7AD9QB00IG1Z2G2

  • Rezension zu: Silicon Valley: Die komplette erste Staffel
  • Redaktionswertung:

Kommentar schreiben

Abschicken

Weitere Serienchecks