Der TV-Krimi „Ostfriesenkiller“ entstand nach dem gleichnamigen Bestseller von Klaus-Peter Wolf. Das ZDF plant, weitere Fälle um Kommissarin Ann Kathrin Klaasen zu verfilmen. Der Startschuss zur Reihe ist neu fürs Heimkino zu haben. hitchecker.de verlost drei DVDs. Mehr...

Ostfriesenkiller: Nordic Noir auf gut Deutsch
© ZDF / Christine Schroeder

Der TV-Krimi „Ostfriesenkiller“ entstand nach dem gleichnamigen Bestseller von Klaus-Peter Wolf. Das ZDF plant, weitere Fälle um Kommissarin Ann Kathrin Klaasen zu verfilmen. hitchecker.de verlost DVDs zum Heimkinostart des Serienauftakts.

Düstere Krimis und Thriller aus Skandinavien haben seit vielen Jahren einen festen Platz im ZDF-Programm gefunden. An der Finanzierung von Produktionen wie „Die Brücke“ und „Kommissarin Lund“ war der Mainzer Sender sogar beteiligt. Die hauseigene Verfilmung der Ostfrieslandkrimis von Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf nimmt sich den unterkühlten Look und die triste Stimmung der schwedischen und dänischen Serien zum Vorbild.

„Ostfriesenkiller“, der 90-minütige Auftaktfilm zur Reihe, wurde bereits im vergangenen April ausgestrahlt. Nun erscheint der erste Fall für Kommissarin Ann Kathrin Klaasen, gespielt von Christiane Paul, fürs Heimkino auf DVD und Blu-ray. Gleich die ersten Szenen stellen klar: Regisseur Sven Bohse und Drehbuchautor Florian Schumacher wollen sich bewusst von typisch deutscher Krimikost abheben.

Eine Ermittlerin mit dem siebten Sinn

Komödiantische Elemente und die obligatorischen Romanzen zwischen den Hauptcharakteren sparen sie aus. Dafür gibt es einen Hauch von Mystery: Klaasen sieht nicht nur regelmäßig ihren toten Vater (Ernst Stötzner), sondern erfährt bei ihren Ermittlungen zudem visionsartige Vorahnungen. Ihre hellsichtige Intuition bringt sie auch in den Mordfällen um den „Regenbogenverein“ auf die richtige Spur. Gleich mehrere Mitarbeiter der Einrichtung, die sich um behinderte Menschen kümmert, werden kaltblütig umgebracht.

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Klaasens arroganter Kollege Rupert (Barnaby Metschurat) triumphiert ein bisschen zu früh, als mit dem Geschäftsmann Georg Kohlhammer (Uwe Bohm) zeitnah ein Hauptverdächtiger gefunden und festgenommen wird. Ann Kathrins ungutes Gefühl, den Falschen erwischt zu haben, soll sich nämlich bestätigen. Die Polizistin gewinnt das Vertrauen der behinderten, aber sexuell sehr umtriebigen Sylvia Kleine (Svenja Jung). Weiß die junge Frau etwa, wer der Mörder ist?

Auch im Privaten plagen Klaasen entscheidenden Fragen: Als sie ihren Mann Hero (Andreas Pietschmann) mit dem Vorwurf konfrontiert, eine Affäre zu haben, zerbricht ihre Familie von einem Tag auf den anderen. Kurzerhand zieht Hero mit dem gemeinsamen Sohn Eike (Alexis Salsali) zu seiner Geliebten. Anders als in der Romanvorlage spielen die persönlichen Dramen der Hauptfigur aber nur eine untergeordnete Rolle.

Lokalkolorit bleibt auf der Strecke

Der TV-Film umschifft so geschickt soapige Gewässer und verzichtet auch weitgehend auf die obligatorischen Konflikte innerhalb des Ermittlerteams. Rupert muss als Aufreger genügen. Frank Weller (Christian Erdmann), ein weiterer Kollege, fällt lediglich als guter Zuhörer und Retter in der Not auf. Peter Heinrich Brix bleibt als väterlicher Vorgesetzter Ubbo Heide im Hintergrund. Immerhin kauft man ihm den Ostfriesen ab. Bei den meisten restlichen Darstellern irritiert ein leichtes Berlinerisch. Davon können die vielen schönen, atmosphärischen Landschaftsaufnahmen nicht ablenken. Es fehlt tatsächlich der ostfriesische Lokalkolorit in der ZDF-Verfilmung.

„Ostfriesenkiller“ ist zu sehr auf den nüchternen „Nordic Noir“-Stil bedacht. So wirken die Figuren bis auf Klaasen und Sylvia Kleine blutleer und austauschbar. Leider braucht man als Zuschauer auch keine besonderen Fähigkeiten wie die Protagonistin, um die Auflösung des durchkonstruierten Falls frühzeitig zu erahnen. Die Spannung gewinnt der Krimi daher mehr aus seiner Optik und weniger aus seiner Geschichte.

Für die geplanten Verfilmungen weiterer Bücher der Reihe besteht also noch Luft nach oben. Wann genau Ann Kathrin Klaasen wieder im Einsatz sein wird, steht noch nicht fest.

„Ostfriesenkiller“: Veröffentlichung am 22.09.2017 auf DVD und Blu-ray (Pandastorm Pictures)

Ostfriesenkiller: Gewinnspiel zum Heimkinostart

hitchecker.de verlost insgesamt drei DVDs mit der Roman-Verfilmung „Ostfriesenkiller“. Einfach die untere Frage beantworten und eine gültige E-Mail-Adresse angeben, um beim Gewinnspiel mitzumachen. Teilnahmeschluss ist der 03. November 2017. Viel Glück!

Hinweis: Nach dem erfolgreichen Versand des Gewinnspielformulars erfolgt eine Empfehlung für einen anderen redaktionellen Beitrag.

Das Gewinnspiel wurde beendet. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner Elke W. aus Nagold, Patrick H. aus Essen und Felicia K. aus Karlsruhe!

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  • Rezension zu: Ostfriesenkiller
  • Redaktionswertung:

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