Veränderung kann auch eine Konstante sein. Das gilt zumindest für die britische Krimiserie „Death In Paradise“: In der nunmehr siebten Staffel, die ab 5. April auf DVD zu haben ist, müssen sich die Zuschauer einmal mehr an einen neuen Hauptdarsteller gewöhnen. Mehr...

Death In Paradise: Neuer Kommissar, bewährtes Strickmuster
© BBC, Red Planet Pictures / Edel Germany GmbH

Ein neuer Ermittler bringt nur bedingt frischen Wind in den Serien-Dauerbrenner „Death In Paradise“. Es bleibt in Staffel 7 bei seichter und routinierter, aber dennoch amüsanter Krimi-Unterhaltung.

Veränderung kann auch eine Konstante sein. Das gilt zumindest für die britische Krimiserie „Death In Paradise“: In der nunmehr siebten Staffel, die ab 5. April auf DVD zu haben ist, müssen sich die Zuschauer wieder an einen neuen Hauptdarsteller gewöhnen: Der Ire Ardal O'Hanlon tritt in die Fußstapfen von Kris Marshall, der wiederum Ben Miller abgelöst hatte.

Diesmal war es ein Personalwechsel mit Ankündigung: Bereits in der vorausgegangenen Staffel hatten die Drehbuchautoren O'Hanlons Charakter eingeführt. Er spielt den sympathischen Detective Inspector Jack Mooney.

Ein liebenswerter Kerl mit Seelenballast

Anders als seine Vorgänger kommt der Kommissar auf der Karibikinsel St. Marie ganz ohne Neurosen und tollpatschige Slapstick-Einlagen aus. Dafür bringt er reichlich Seelenballast mit. Er hat erst kürzlich seine geliebte Frau verloren. Der Umzug ins Paradies soll ihm und seiner volljährigen Tochter Siobhan (Grace Stone) nicht zuletzt bei der Trauerbewältigung helfen.

Ganz so idyllisch geht es unter Palmen allerdings nicht zu: Auf St. Marie wird quasi am fließenden Band gemordet. Acht frische Fälle muss Mooney aufklären, etwa den Tod einer Braut, eines Bestseller-Autors, eines Pokerspielers und eines Reggae-Musikers.

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Unterstützt wird er dabei wie schon DI Humphrey Goodman zuvor von Detective Sergeant Florence Cassell (Joséphine Jobert) und den Officers Dwayne Myers (Danny John-Jules) und J.P. Hooper (Tobi Bakare). Diese wissen den trockenen Humor und die freundliche Art ihres neuen Kollegen zu schätzen. Allzu sehr müssen sie sich mit ihm ohnehin nicht umgewöhnen: Auch Mooney geht Ermittlungen ganz unkonventionell an. Verdächtige verwickelt er gerne mal in einen netten Plausch. So gewinnt er ihr Vertrauen und entlockt ihnen nebenbei wichtige Hinweise.

Im Paradies bleibt's mörderisch

Die gut gelaunten und absolut familienfreundlichen Krimi-Geschichten sind so konstruiert, dass die Täter möglichst lange im Verborgenen bleiben. Die Zuschauer können so prima bis zum jeweiligen Showdown miträtseln. Allzu viel Wert auf Logik dürfen sie aber nicht legen: Tathergang und Motiv erscheinen oft arg absurd.

Als Wohlfühl-Serie mit einer (animierten) Eidechse namens Harry als Running Gag nimmt sich „Death In Paradise“ aber ohnehin nicht sonderlich ernst. Solch ein harmlos-amüsantes und fast schon nostalgisches „Whodunnit“-Format ist neben all der schnittigen US-Action und den düsteren Nordic-Noir-Serien durchaus eine angenehme Abwechslung.

Diese wird dem TV-Publikum langfristig erhalten bleiben: Eine achte Staffel von „Death In Paradise“ lief im Frühjahr im britischen Fernsehen bei BBC One. Eine deutsche Pay-TV-Premiere dieser ist ab 17. Mai bei Fox geplant. Kürzlich wurde die Serie zudem um eine neunte und zehnte Staffel verlängert (hitchecker.de berichtete).

„Death In Paradise: Staffel 7“: Veröffentlichung am 04.04.2019 auf DVD (Edel Germany GmbH)

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  • Rezension zu: Death in Paradise: Staffel 7
  • Redaktionswertung:

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