Death In ParadiseBritische Krimiserien geben sich gerne traditionell. „Death In Paradise“ macht trotz exotischer Kulisse keine Ausnahme: Der verklemmte Londoner Detective Inspector Richard Poole darf wieder in bester „Miss Marple“-Manier ermitteln. Mehr...

Amüsante Mordfall-Routine in der Karibik
© Edel Germany GmbH

Krimi-Routine trotz Karibik-Flair: Der britischen Serie „Death In Paradise“ geht in Staffel 2 ein wenig die Puste aus. Wie soll das erst ohne Hauptdarsteller Ben Miller werden?

Britische Krimiserien geben sich gerne traditionell. Die BBC-Produtkion „Death In Paradise“ macht da trotz exotischer Kulisse keine Ausnahme: Der verklemmte Londoner Detective Inspector Richard Poole (Ben Miller) darf auch in seinen acht neuen Fällen der zweiten Staffel in bester „Miss Marple“-Manier ermitteln.

Mit ausgeprägter Kombinationsgabe und reichlich Sarkasmus klärt er auf der Karibikinsel Saint-Marie verzwickte Morde auf. Unterstützt wird er dabei von seiner Partnerin Camille Bordey (Sara Martins) sowie den Polizisten Dwayne Myers (Danny John-Jules) und Fidel Best (Gray Carr). Mit der lockeren Arbeitsweise der Einheimischen kommt der steife Anzugträger noch immer nicht klar.

Konstruierte Fälle in Miss-Marple-Manier

Selbst Pooles Vorgesetzter, der Comissioner, ordnet zuweilen an, nicht so gründlich zu recherchieren. Denn so manches aufgeklärte Verbrechen könnte dem Tourismus auf der Insel schaden. Dafür hat der überkorrekte Richard allerdings kein Verständnis. Hat er einen Verdacht oder eindeutige Beweise, muss er tun, was zu tun ist: Den Täter überführt er am liebsten im Kreise aller Verdächtigten.

Die einzelnen Geschichten wirken diesmal noch konstruierter als in der ersten Staffel. Auch wenn jeder Fall voller überraschender Wendungen steckt, funktioniert er aufgrund des immer wieder gleichen Aufbaus doch nach Schema F. Es geschieht ein Mord (an einer Nonne, an einer Sängerin, an einem Schatzsucher...), dann ergibt sich eine Vielzahl Verdächtiger und am Ende wird der Täter durch ein entscheidendes kleines Detail ausgemacht. Für dieses hat immer wieder Poole das richtige Auge, eben weil er so hartnäckig am Ball bleibt und sich von nichts und niemandem beirren lässt.

Das unterhaltende Element bei „Death In Paradise“ ist klar der kauzige Protagonist, der selbst in der größten Tropenhitze Anzug und Krawatte trägt. Auch seine Unbeholfenheit in Sachen zwischenmenschliche Beziehungen amüsiert durchgehend. Bei einigen Slapstick-Einlagen von Hauptdarsteller Ben Miller kann man sich das Schmunzeln nicht verkneifen. Die ganz großen Gags und Lacher bleiben jedoch aus.

Hauptdarsteller Ben Miller steigt aus

Eine dritte Staffel des britischen Quotenhits, der hierzulande bei ZDFneo und beim Bezahlsender Fox Channel läuft, ist bereits beschlossene Sache. Allerdings wird Miller im Laufe dieser aus der Serie aussteigen. Schauspielerkollege Kris Marshall wird als Detective Humphrey Goodman seinen Platz einnehmen. Ob dieser Wechsel glückt, bleibt zu bezweifeln, macht doch gerade Millers ganz besonderer Charme die Serie aus.

Noch mehr schlechte Nachrichten für „Death In Paradise“-Fans: Die DVD-Box zur zweiten Staffel hat keinerlei Bonusmaterial zu bieten. Nicht einmal Untertitel haben es auf die Discs geschafft. Die einzelnen Originalfolgen wurden für den internationalen TV-Markt um fast zehn Minuten gekürzt – ein übliches, aber doch ärgerliches Prozedere der BBC. Zumindest für die Heimkino-Veröffentlichung hätte man die längeren Episoden ergänzen können.

Link: Offizielle BBC-Website zur Serie

Veröffentlichung am 22.07.2013 auf DVD (Edel Germany GmbH)

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  • Rezension zu: Death In Paradise: Staffel 2
  • Redaktionswertung:

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