Man stelle sich vor, ein Einspielfilm bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ wäre mit prominenten britischen Darstellern wie Martin Freeman, Siobhan Finneran und Imelda Staunton besetzt. So lässt sich die sechsteilige Krimiserie „A Confession“ ganz gut auf den Punkt bringen. Mehr...

A Confession: Nüchternes True-Crime-Drama mit Martin Freeman
© ITV Studios / Edel Germany GmbH

Man stelle sich vor, ein Einspielfilm bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ wäre mit prominenten britischen Darstellern wie Martin Freeman, Siobhan Finneran und Imelda Staunton besetzt. So lässt sich „A Confession“ ganz gut auf den Punkt bringen.

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Die britische Miniserie beginnt mit einer altbekannten Krimi-Prämisse: Eine junge Frau verschwindet spurlos und ihre Familie bangt und hofft, während die Polizei die Ermittlungen aufnimmt. Die schwerfällige, bedrückende Inszenierung und die tristen Kulissen lassen es früh erahnen: Etwas Schlimmes ist passiert.

Tatsächlich klärt der Sechsteiler nach einigen falschen Fährten schon in der dritten Episode die Täterfrage. Superintendent Stephen Fulcher (Martin Freeman) überführt den Verdächtigen (Joe Absolom). Mit seiner ruhigen, vertrauenswürdigen Art bringt er diesen zum Reden. Der Kommissar unterbricht ihn nicht. Denn vielleicht lebt die vermisste Sian O'Callaghan (Florende Howard) noch.

Nach Protokoll zu handeln und den Verhafteten zunächst zum Verhör aufs Revier zu bringen, könnte im Falle einer Entführung ihr Todesurteil bedeuten. Fulcher braucht schnelle Antworten, bevor ein Strafverteidiger mitmischt und es vielleicht nie zu einer Aufklärung des Falles kommt.

Verstoß gegen das Protokoll

Wie sich jedoch herausstellt, ist Sian längst tot. Der Killer führt die Polizei zudem zu der Leiche von Becky Godden-Edwards (Stephanie Hyam). Die drogenabhängige Prostituierte hat er bereits vor einigen Jahren getötet und vergraben. Gegenüber Fulcher deutet er noch weitere Opfer an. Das Problem: Da sich der Polizist bei seiner Befragung nicht an die Vorschriften gehalten hat, kann der Täter schließlich nur für den Mord an Sian verurteilt werden.

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Aus moralischer Sicht mag sich Fulcher korrekt verhalten haben. Doch der Verstoß gegen die Vorschriften kostet ihn schließlich seine Karriere. „A Confession“ stellt zum einen die Auswirkungen des Verbrechens auf das Leben des Ermittlers in den Fokus. Zum anderen begleitet die Serie die trauernden Familien der Opfer. Wegen der rechtlichen Schwierigkeiten bekommen diese jahrelang keine Chance, ihr Leid hinter sich zu lassen und nach vorne zu schauen.

Beckys Mutter Karen (Imelda Staunton) macht es sich schließlich zur Aufgabe, für eine Gesetzesänderung zu kämpfen: Ein Geständnis wie im Fall des Mordes an ihrer Tochter soll künftig vor Gericht Bestand haben. Zwar scheitert sie mit ihrem Vorhaben. Als es neue Beweise gibt, muss sich der Täter jedoch wieder vor Gericht verantworten. Kann Fulcher mit seiner Zeugenaussage am Ende doch noch für Gerechtigkeit sorgen?

Nach einer wahren Geschichte

TV-Produzent und Drehbuchautor Jeff Pope ließ sich für „A Confession“ von wahren Begebenheiten inspirieren. Der echte Stephen Fulcher hat seine Erlebnisse in dem als Vorlage dienenden Buch „Catching A Serial Killer“ festgehalten. Chronologisch arbeitet Pope die tragischen Ereignissen ab. Vor allem die Momente, die sich mit den trauernden Hinterbliebenen beschäftigen, schmückt er mit eigenen Ideen aus.

Obwohl hier sehr viele Emotionen im Spiel sind, bleibt der Krimi so nüchtern wie eine trockene Dokumentation. Das theatralische Spiel von Siobhan Finneran und vor allem von Imelda Staunton als verzweifelte Mütter wirkt in diesem Szenario fast überzogen. Hauptdarsteller Martin Freeman passt sich dagegen an. Der „Sherlock“-Star lässt kaum Gefühlsausbrüche zu, auch wenn sie angebracht wären, etwa nach der Suspendierung Fulchers.

Um Realismus bemüht

Auf weiten Strecken wirkt „A Confession“ wie ein überlanger Beitrag aus „Aktenzeichen XY ... ungelöst“, der weniger unterhalten als vielmehr Fakten vermitteln und realistisch anmuten will. Die wackelige Handkamera versucht die Zuschauer mitten ins Geschehen zu ziehen. Doch gerade der Einstieg in die Geschichte fällt sehr zäh aus.

Im Vergleich zu thematisch ähnlich gestrickten Produktionen wie „The Killing“ oder „The Missing“ fehlt es dem ITV-Drama an Suspense und Atmosphäre. Es besitzt den Charakter einer True-Crime-Doku und ist vor allem daran interessiert, den Fall in all seinen Facetten zu beleuchten.

Die Serie feierte im vergangenen Februar in der Megathek von MagentaTV ihre Deutschlandpremiere. Nun ist sie auch auf DVD erschienen. Interviews mit dem Cast und den Machern sowie Hintergrundinformationen zum Fall sind im Bomusmaterial zu finden.

„A Confession“: Veröffentlichung am 30.10.2020 auf DVD (Edel Germany GmbH)

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  • Rezension zu: A Confession
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