Nichts für zarte Gemüter: Der argentinische Horrorstreifen "What The Waters Left Behind" eifert brutalen Vorbildern wie "Texas Chainsaw Massacre" und "Wrong Turn" nach. hitchecker.de verlost Blu-rays für alle Filmfans mit einem stabilen Magen. Mehr...

What The Waters Left Behind: Rezension und Gewinnspiel zum Heimkinostart
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Nichts für zarte Gemüter: Der argentinische Horrorfilm "What The Waters Left Behind" eifert brutalen Vorbildern wie "Texas Chainsaw Massacre" und "Wrong Turn" nach.

Die an einem See gelegene argentinische Touristenstadt Villa Epecuén wurde am 10. November 1985 überflutet. 25 Jahre lang lag der Ort versunken im Wasser, bis sich dieses aufgrund regionaler Regenarmut wieder zurückzog.

Freigelegt wurde ein zerstörtes, salzverkrustetes Paradies, das sich quasi als unheimlich-faszinierende Lost-Place-Kulisse für einen Horrorfilm aufdrängt. Das haben auch die Brüder Luciano und Nicolás Onetti erkannt und mit "What The Waters Left Behind" (OT: "Los Olvidados") einen solchen inszeniert.

Dreharbeiten mit tödlichem Ausgang

Erzählt wird die Geschichte von einem Filmteam um den Regisseur Nacho (Victorie d'Alessandro), das sich in einem kleinen Van nach Epecuén aufmacht. Dort soll gemeinsam mit der ehemaligen Ansässigen Carla (Victoria Maurette) eine Dokumentation gedreht werden.

Schon der Zwischenstopp an einer heruntergekommenen Tankstelle kurz vor dem Ziel lässt nichts Gutes erahnen. Kaum ist die Crew in der verlassenen Stadt angekommen, ereignen sich merkwürdige Dinge. Richtig ernst wird es, als einer nach dem anderen in die Gewalt irrer Einheimischer gerät. Zu den großen Leidenschaften dieser zählen Folter, Vergewaltigung und Kannibalismus.

Eine uninspirierte Gewaltorgie

Spätestens an dieser Stelle ist klar: "What The Waters Left Behind" versucht, in die Fußstapfen von deftigen Backwoods-Horrorstreifen wie "Texas Chainsaw Massacre", "Wrong Turn" und "The Hills Have Eyes" zu treten. Leider kopieren die Onetti-Brüder ihre bekannten Vorbilder nur und reihen ein Klischee ans nächste.

Die Story ist so dünn, dass es bei einer Laufzeit von knapp 90 Minuten etliche überlange Füllszenen gibt, sei es eine verführerische Tanzeinlage oder ein Quickie im VW-Bus. Sobald die durchgeknallten Hinterwäldler ins Spiel kommen, gerät der Film zur eklig-sinnlosen Gewaltorgie.

Dem grausame Tod der Protagonisten dürften die Zuschauer dabei völlig gleichgültig gegenüberstehen: Die oberflächlichen und wenig sympathischen Figuren taugen so gar nicht zum Identifizieren. Spannung will jedenfalls keine aufkommen. Gruselig sind allein die schauspielerischen Darbietungen und die wirklich miese deutsche Synchronfassung.

Interviews im holprigen Englisch

Der hohe Trash-Faktor verleiht dem Ganzen aber durchaus wieder einen gewissen Unterhaltungswert. Trotzdem ist es schade, wie wenig die Onettis am Ende aus der vielversprechenden Kulisse gemacht haben. Immerhin in der ersten Filmhälfte reicht es für ein paar atmosphärisch-bedrohliche Bilder.

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Als Extras bietet die deutsche Heimkino-Ausgabe von "What The Waters Left Behind" eine kurze Pressekonferenz und ein gesondertes Interview mit Darsteller Agustín Pardella im holprigen Englisch, aufgezeichnet beim Obscura Filmfestival 2017 in Berlin.

Blu-rays zu gewinnen

hitchecker.de verlost zwei Blu-rays. Horrorfilm-Fans mit einem stabilen Magen beantworten einfach die untere Frage und geben eine gültige E-Mail-Adresse an, um beim Gewinnspiel mitzumachen. Teilnahmeschluss ist der 18. Dezember 2018. Viel Glück!

Hinweis: Nach dem erfolgreichen Versand des Gewinnspielformulars erfolgt eine Empfehlung für einen anderen redaktionellen Beitrag.

Das Gewinnspiel ist inzwischen beendet. Gewonnen haben Tom H. aus Frankfurt a.M. und Manuel L. aus Dortmund.

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  • Rezension zu: What The Waters Left Behind
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