In „The Vigil – Die Totenwache“ sorgt mal wieder ein Dämon für Angst und Schrecken. Trotz inhaltlicher Schwächen taugt der Horrorfilm von Keith Thomas für einen unterhaltsamen Gruselabend im Heimkino. Auf hitchecker.de gibt es DVDs mit dem atmosphärischen Streifen zu gewinnen. Mehr...

The Vigil: Horror, der Hoffnung macht
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In „The Vigil – Die Totenwache“ sorgt mal wieder ein Dämon für Angst und Schrecken. Trotz inhaltlicher Schwächen taugt der Horrorfilm zum Gruseln. Auf hitchecker.de gibt es DVDs zu gewinnen.

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Keith Thomas wird für Blumhouse die angekündigte Neuverfilmung des Stephen-King-Klassikers „Der Feuerteufel“ inszenieren. Seine Verpflichtung für das Prestige-Horror-Projekt ist als großer Vertrauensbeweis zu werten. Denn der Regisseur und Drehbuchautor bringt noch relativ wenig Erfahrung mit. Erst 2019 gab er mit „The Vigil – Die Totenwache“ sein Kinodebüt, das ebenfalls unter dem Dach des Produktionsunternehmens entstand.

Der Film war im vergangenen Sommer auch hierzulande in ausgewählten Lichtspielhäusern zu sehen, die trotz Corona öffnen konnten. Nun ist er für den heimischen Gänsehautabend auf DVD, Blu-ray und als Video-on-Demand erhältlich. Der atmosphärische Spuk dürfte zu Hause noch größere Wirkung entfalten, da sich die Zuschauer dort in einer ähnlichen Umgebung befinden wie der Protagonist der Handlung.

Albtraum Totenwache

Yakov (Dave Davis) hält sich allerdings in einer fremden Wohnung auf. In einem New Yorker Altbau soll er Totenwache neben der Leiche eines verstorbenen Mitglieds der streng chassidischen Gemeinde halten, die er selbst vor Kurzem verlassen hat.

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Nach einem traumatischen Erlebnis steckt der junge Mann in einer Glaubenskrise. Zudem kämpft er mit psychischen Problemen und muss Medikamente gegen seine Angstzustände nehmen. Eine Selbsthilfegruppe soll ihn bei seinem Neuanfang außerhalb der abgeschotteten Glaubensgemeinschaft unterstützen.

Alte Kontakte hat Yakov eigentlich zu meiden. Doch das Jobangebot seines ehemaligen Rabbiners (Menashe Lustig) will er nicht ausschlagen, da ihn auch finanzielle Sorgen plagen. Es klingt nach schnell verdientem Geld: Als Totenwächter kann er über Nacht mal eben 400 Dollar verdienen. Allerdings hat er nicht mit der demenzkranken Frau des Verstorbenen (Lynn Cohen) gerechnet, die im dunklen Haus herumschleicht. Oder ist es doch jemand oder etwas anderes?

Einbildung oder Realität?

Alles beginnt ganz klassisch und simpel mit flackerndem Licht und dunklen Schatten. Doch gerade mit diesen einfachen Mitteln gelingt es Thomas, eine unheimliche Stimmung aufzubauen. Er beherrscht das Spiel mit der Dunkelheit meisterhaft: Angst macht all das, was man nicht so genau erkennt oder sich vielleicht sogar nur einbildet.

Wenn die Panik langsam, aber sicher von Yakov Besitz ergreift, springt das beklemmende Gefühl auch aufs Publikum über. Die wohl dosierten Schockmomente erweisen sich unter dieser Voraussetzung als überaus effektiv. Trotzdem bleiben zunächst Zweifel bestehen: Plagen die labile Hauptfigur nur Halluzinationen oder treibt da wirklich etwas Böses sein Unwesen?

Zu weit ausgeholt

Die Spannungskurve flacht deutlich ab, als Thomas diese Frage eindeutig beantwortet. Einmal mehr wird ein Dämon als Erklärung herangezogen. In diesem Fall geht es um Mazik, einen Totengeist im jüdischen Glauben. Dieser zieht seine Energie aus dem Leid von Menschen. Als KZ-Überlebender war der Verstorbene zu Lebzeiten daher ein ideales Opfer für das übernatürliche Wesen. Jetzt hat es Yakov im Visier, der sich nach einem antisemitischen Übergriff die Schuld für einen schmerzlichen Verlust gibt.

Mit der Mythologie um Mazik und der Holocaust-Thematik sprengt Thomas den Rahmen seines nicht einmal 90-minütigen Werks gewaltig. Er will zu viel in zu kurzer Zeit erzählen und der Geschichte unbedingt noch mehr inhaltliche Substanz verleihen. Das mag mit guten Absichten verbunden sein, lässt den anfänglichen Nervenkitzel aber mehr und mehr verpuffen. Darüber hinaus fällt der Showdown recht schwach aus. Der mächtige Dämon lässt sich plötzlich ganz schnell und viel zu einfach bezwingen.

Ermutigendes Ende

Immerhin gibt Thomas dem Bösen auch nach der Offenbarung Maziks keine eindeutige, klare Gestalt. Es bleibt bei dunklen Silhouetten oder verschwommenen Fratzen. Die Bedrohung liegt also weiterhin in der nicht greifbaren Dunkelheit, was den größten Reiz von „The Vigil“ ausmacht. Nur als Yakov dem Dämon schließlich ganz nahekommt und ihm gegenübersteht, blickt er kurzzeitig in sein eigenes Gesicht.

Es geht Thomas also am Ende doch um den Kampf gegen die inneren Dämonen, die es zu besiegen gilt. Yakovs Erfolg will letztlich also ermutigen und Hoffnung machen. Für einen Horrorfilm ist das eine versöhnliche und sehr positive Botschaft. Diese wird zum Glück auch durch keinen obligatorischen, neues Unheil versprechenden Cliffhanger zunichte gemacht.

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Quelle: YouTube / EuroVideo Medien GmbH

„The Vigil – Die Totenwache“: Veröffentlichung am 11. Februar 2021 auf DVD und Blu-ray (EuroVideo Medien GmbH)

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  • Rezension zu: The Vigil – Die Totenwache
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