Ein Tanklaster geht in einem Autotunnel in die Luft und löst eine Katastrophe aus. Ein mutiger Feuerwehrmann riskiert sein Leben, um das seiner Tochter und weiterer Unfallopfer zu retten. Der norwegische Thriller „The Tunnel – Die Todesfalle“ weiß trotz aller Durchschaubarkeit zu packen. Mehr...

The Tunnel: Gefangen in der Feuerhölle
© SquareOne Entertainment

Der norwegische Thriller „The Tunnel – Die Todesfalle“ erfindet das Genre des Katastrophenfilms nicht neu, besticht aber durch seine spannende und authentische Inszenierung.

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Wo Sicherheit kleingeschrieben wird, kann viel passieren – so wie in Norwegen. Die mehr als 1100 Tunnel im Land verfügen zum Großteil über keine Notausgänge und Noträume. Sollte sich ein Unglück ereignen, gilt das Selbstrettungsprinzip. Sprich: Jeder muss sich selbst in Sicherheit bringen.

Leichter gesagt als getan: Das stellen auch die Menschen im Katastrophenthriller „The Tunnel – Die Todesfalle“ (Originaltitel: „Tunnelen“) fest, als sie nach einem schrecklichen Unfall in eine tödliche Falle geraten. Ausgerechnet im regen Verkehr vor den Weihnachtsfeiertagen und bei zunehmendem Schneechaos auf den Straßen verunglückt ein Tanklaster mitten im Storfjell-Tunnel. Der große Horror beginnt allerdings erst, als dieser explodiert und der Tunnel zur Feuerhölle wird. 

Eine folgenschwere Explosion

Die Reisenden drohen am giftigen Brandrauch zu ersticken. Zu allem Überfluss kommt die ausgerückte Rettungsmannschaft wegen der Wetterverhältnisse nicht durch. Auf der anderen, frei zugänglichen Seite des Tunnels liegt plötzlich die ganze Verantwortung bei einer kleinen Feuerwache, zu der auch Stein (Thorbjørn Harr) gehört.

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Der Feuerwehrmann wächst über sich hinaus, als er erfährt, dass sich auch seine pubertierende Tochter Elise (Ylva Fuglerud) am Unfallort aufhält. Mutig stürzt er sich in die Dunkelheit, um sie zu suchen. Doch sein heldenhafter Einsatz erweist sich als Wettlauf gegen die Zeit.

Sicherheitsmankos in Norwegen

„The Tunnel“ von Regisseur Pål Øie ist neben „The Wave – Die Todeswelle“ und „The Quake – Das große Beben“ Teil einer norwegischen Desasterfilm-Trilogie, mutet aber deutlich realistischer als seine Vorgänger an. Der Grund liegt nahe: Ein Unfall wie in dem Streifen könnte sich tatsächlich so ähnlich ereignen.

Allein seit 2011 kam es in Norwegen zu acht großen Tunnelbränden – zum Glück ohne Todesopfer. Im fiktiven Szenario überleben nicht alle Beteiligten. Schließlich will der Film auf die bestehenden Missstände aufmerksam machen und warnen. Doch der Zeigefingerhinweis erfolgt gleich zu Beginn, danach geht es in den Unterhaltungsmodus.

Die Vorstellung der Hauptfiguren fällt zunächst sehr ausführlich aus. Der arg konstruierte Konflikt zwischen Stein und seiner Tochter könnte sich genau so auch in einer Seifenoper abspielen. Doch trotz aller Klischees und Durchschaubarkeit bringt er die nötigen Emotionen ins Spiel, die es braucht, damit man später mit Stein und Elise in der gefährlichen Ausnahmesituation mitfiebert.

Erdrückende Panik-Atmosphäre

Die Spannung zieht deutlich an, als die Katastrophe ihren Lauf nimmt und eine Rettung immer auswegloser erscheint. Das Ganze wirkt so authentisch, weil „The Tunnel“ weitgehend auf übertriebene CGI-Effekte verzichtet und lieber mit einfacheren Mitteln viel erreicht. Die klaustrophobische Panik der im verqualmten Tunnel Gefangenen wird erschreckend greifbar.

Zwar ist von Anfang an klar, wer überleben darf. Doch trotz vertrauter Dramaturgie packt das Geschehen (fast) bis zur letzten Minute. Ein kurzes Outro bringt auch die soapige Storyline zu einem runden Abschluss. Am Ende sind alle wohlauf und haben sich wieder lieb. Hollywood hätte es nicht besser machen können.

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Quelle: YouTube / SquareOne Entertainment

„The Tunnel – Die Todesfalle“: Veröffentlichung am 16. Februar 2021 als Video-on-Demand (SquareOne Entertainment)

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  • Rezension zu: The Tunnel – Die Todesfalle
  • Redaktionswertung:

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