Die einzige Hoffnung der Menschheit liegt auf einem Astronauten, der sich allerdings auf der Flucht befindet. So lautet die Prämisse des dystopischen Science-Fiction-Streifens "The Last Journey".

The Last Journey: Atmosphärischer Science-Fiction-Thriller mit fader Story
© EuroVideo Medien GmbH

Der weltbeste Astronaut hat sich aus dem Staub gemacht. Wer soll jetzt die Menschheit retten?

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Ein Blick in die Zukunft: Die Menschen haben die Erde ausgebeutet. Sämtliche Ressourcen waren bereits aufgebraucht, da geschah etwas Unerwartetes. Ein roter Mond tauchte plötzlich am Himmel auf. Wissenschaftler Henri W.R. (Jean Reno) fand heraus, wie dieser fortan als Energiequelle genutzt werden kann. Problem gelöst? Von wegen!

Denn anders als die Erde scheint der geheimnisvolle Mond eines Tages genug davon zu haben, sich sogenanntes Lumina abzweigen zu lassen. Deshalb ändert er seine Laufbahn und steuert direkt auf die Erde zu. Im Falle eine Kollision droht die Apokalypse. Doch schon jetzt herrschen dystopische Zustände, weil das Lumina längst knapp geworden ist.

Ein gefährlicher Roadtrip

Nur der fähige Astronaut Paul W.R. (Hugo Becker), Henris ältester Sohn, kann die bevorstehende Katastrophe noch verhindern. Zumindest glaubt die ganze Welt daran. Lediglich Paul selbst will die Mission zum roten Mond auf gar keinen Fall antreten. Seit seiner Kindheit wird er von Visionen geplagt, die ihm eindeutig davon abraten, dem unberechenbaren Phänomen zu schaden.

Daher nimmt er Reißaus vor seinem Vater und allerhand bewaffneter Soldaten. Auf seinem Roadtrip durchs heruntergekommene Niemandsland folgt er der Stimme seines jüngeren Ichs, die ihn scheinbar irgendwo hinführen will. In der Wüste trifft er auf die rebellische und unangenehm aufdringliche Elma (Lya Oussadit-Lessert). Zunächst will er den Teenager nicht mitnehmen. Doch das Mädchen lässt nicht locker und wird schließlich zu einer unverzichtbaren Begleiterin.

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Mit Eliott (Paul Hamy) ist ihnen ein gefährlicher Gegenspieler dicht auf den Fersen. Es handelt sich um Pauls jüngeren Bruder, der nach seiner gescheiterten Mission zum roten Mond zum Killer mit übernatürlichen Kräften mutiert ist.

Die Zukunft im Retro-Look

Die Inhaltsangabe zu "The Last Journey: Die letzte Reise der Menschheit" lässt es vielleicht schon ein bisschen erahnen: Die konfuse und unausgegorene Story zählt nicht gerade zu den Stärken des französischen Science-Fiction-Thrillers. Es handelt sich um das Spielfilmdebüt von Regisseur Romain Quirot, der damit an seinen Kurzwerk "Le dernier voyage de l'énigmatique Paul WR" aus dem Jahre 2015 anknüpft.

Er legt den Fokus klar auf atmosphärische Bilder und beschwört damit eine bedrohlich-erdrückende Weltuntergangsstimmung herauf. Die kargen Landschaften und dreckigen, heruntergekommen Kulissen spielen dabei eine größere Rolle als CGI-Effekte.

Gelungen ist vor allem der stylische Mix aus nostalgischen und futuristischen Elementen: So dient Paul etwa ein alter Peugot 504 als Gefährt. Dieses bewegt sich jedoch nicht auf Rädern fort, sondern schwebt über den Boden und kann sogar bis zu den Wolken aufsteigen. Elma hört dagegen Musik über einen alten Walkman. Passend dazu wird der Streifen gleich zu Beginn von Kim Wildes Klassiker "Cambodia" aus dem Jahre 1981 eröffnet.

Kaum Szenen mit Jean Reno

Was die Optik angeht, offenbart "The Last Journey" ohne Zweifel viel Liebe zum Detail. Quirots Skript wirkt dagegen wie eine oberflächliche Skizze: Für einen Kurzfilm mag eine solche ausreichend gewesen sein. Einen knapp 90-minütigen Film weiß er mit der mageren und sehr kryptisch gehaltenen Geschichte nicht zu füllen. Sein Protagonist Paul bleibt zudem wortkarg und verschlossen, Bösewicht Eliott ziemlich eindimensional. Immerhin schenkt Schauspieler Paul Hamy dem Schurken ein herrlich irres Grinsen.

Einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt immerhin Newcomerin Lya Oussadit-Lessert. Als burschikoser, quirliger Sidekick Elma spielt sie alle gegen die Wand. Das gilt selbst für einen großen Star wie Jean Reno, wobei dieser lediglich einen kleinen Gastauftritt absolviert. Der 73-Jährige hat es wohl nur auf das Filmplakat geschafft, um einen inhaltlich faden Streifen besser vermarkten zu können. Ein klarer Fall von Mogelpackung!

"The Last Journey: Die letzte Reise der Menschheit": Veröffentlichung am 30. September 2021 auf DVD und Blu-ray, digital bereits ab 16. September 2021 (EuroVideo Medien GmbH)

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Quelle: YouTube / EuroVideo Medien GmbH

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  • Rezension zu: The Last Journey: Die letzte Reise der Menschheit
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

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