Der ESC 2020 ist wegen Corona ins Wasser gefallen. Kleiner Trost für Fans des Musikspektakels: Netflix hat mit „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ eine rasante und zum Großteil witzige Komödie veröffentlicht, die das alljährliche Event gehörig durch den Kakao zieht. Mehr...

Chaos-Duo aus Island mischt den ESC auf
© John Wilson / Netflix

Will Ferrell und Rachel McAdams sorgen als isländisches Duo für „Double Trouble“ beim Eurovision Song Contest.

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Der Eurovision Song Contest 2020 ist wegen Corona ins Wasser gefallen. Kleiner Trost für Fans des Musikspektakels: Netflix hat eine Komödie veröffentlicht, die das alljährliche Event feiert, aber auch all seine Skurrilitäten gehörig durch den Kakao zieht.

Die Idee zu „Eurovision Song Contest: The Story Of Fire Saga“ stammt von US-Schauspieler Will Ferell. Der 52-jährige Spaßvogel hat auch das Drehbuch mitgeschrieben und spielt neben Rachel McAdams die Hauptrolle im zweistündigen Streifen. Erzählt wird die Geschichte des isländischen Musikduos Fire Saga, das von einer Teilnahme beim ESC träumt.

Manchmal werden (Alb)träume wahr

Doch von Ruhm und Erfolg sind Lars (Ferrell) und Sigrit (McAdams) weit entfernt. Selbst als Kneipenband in ihrem Heimatort heimsen sie nur Applaus ein, wenn sie mal wieder den alten Schlager „Jaja Ding Dong“ zum Besten geben. Fire Saga basteln im Keller dennoch fleißig an eigenen Songs – sehr zum Missfallen von Lars' mürrischem Vater Erick (Pierce Brosnan). Er hält seinen Sohn wie viele andere für einen Versager, der es bislang zu nichts in seinem Leben gebracht hat.

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Selbst Lars verliert bei all dem negativen Feedback schon fast den Glauben an sich selbst, bis etwas Unerwartetes geschieht: Fire Saga werden mit ihrem Song „Double Trouble“ für den isländischen Vorentscheid zugelassen. Ihr Auftritt in der Show gerät zur großen Blamage. Aufgrund eines explosiven Zwischenfalls dürfen Sigrit und Lars ihr Land aber schließlich doch beim Contest in Edinburgh vertreten.

Ein halsbrecherischer ESC-Auftritt

In einer ersten Hürde gilt es, durch das Halbfinale zu kommen. Die Konkurrenz ist allerdings groß und zieht alle ESC-Register: Heiße Tanzeinlagen, Wechselkleider, eine Windmaschine auf Dauerrotation, viel nackte Haut und Eurodance-Kracher im miesen Englisch gehören zum Bühnen-Standard. Der russische Sänger Alexander Lemtov (Dan Stevens) glaubt den Sieg schon in der Tasche zu haben und schmeißt sich hinter den Kulissen an Sigrit ran.

Die talentierte Sängerin hängt jedoch an ihrem Lars, der aber partout keine Romantik zulassen will. Denn bekanntlich sind die größten Bands am Ende am Beziehungsknatsch zerbrochen. Das Gefühlschaos bleibt aber das geringste Problem von Fire Saga: Jedes Mal, wenn das Zweiergespann ins Rampenlicht tritt, scheint es das Glück zu verlassen. Es kommt zu halsbrecherischen Turbulenzen.

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Quelle: YouTube / Netflix Deutschland, Österreich und Schweiz

Genau in solchen Slapstick-Momenten sorgt „The Story Of Fire Saga“ für große Lacher, während sonst viele Albernheiten angesagt sind. Vor allem die übernatürlichen Elemente wollen nicht so recht zum restlichen Geschehen passen: So schlüpft etwa US-Popstar Demi Lovato in die Rolle einer toten isländischen Sängerin, die Lars als Geist vor einer drohenden Gefahr warnen will. Sigrit glaubt wiederum an Elfen. Die Fabelwesen erweisen sich in einem entscheidenden Moment als Retter in der Not.

Wiedersehen mit vielen Eurovision-Stars

Witzige und rasant choreografierte Musikeinlagen lassen den Klamauk verschmerzen: Eine der besten Szenen spielt sich auf Lemtovs Privatparty ab. Dort findet ein Singalong mit zahlreichen echten Eurovision-Stars wie Conchita Wurst, Alexander Rybak, Netta, Loreen und Jamala statt. An anderer Stelle hat Salvador Sobral, Portugals Gewinner aus dem Jahre 2017, einen kleinen musikalischen Gastauftritt.

Als Showkulisse diente „Eurovision Song Contest: The Story Of Fire Saga“ übrigens die Bühne der letztjährigen Show in Tel Aviv. Es steckt also auf jeden Fall sehr viel echtes ESC-Feeling im Werk von Regisseur David Dobkin („Into The Badlands“). Spaß macht vor allem auch der unverschämt eingängige Guilty-Pleasure-Soundtrack. Die typischen Klischees der Kult-Veranstaltung parodiert dieser fast noch besser als der Film.

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Quelle: YouTube / Netflix Is A Joke

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  • Rezension zu: Eurovision Song Contest: The Story Of Fire Saga
  • Redaktionswertung:

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