"Les nouvelles aventures d'Aladin" erwies sich 2015 als großer Erfolg in Frankreich. Erst jetzt feiert der schräge Film hierzulande als „Aladin – Tausendudneiner lacht!" Premiere im Heimkino.

Aladin-Klamauk aus Frankreich mit Kev Adams
© SquareOne Entertainment GmbH

Ein falscher Weihnachtsmann erzählt die Geschichte von Aladin und der Wunderlampe mal völlig anders.

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Die Komödie "Les nouvelles aventures d'Aladin" erwies sich bereits 2015 als großer Erfolg in Frankreich. Der Film von Regisseur und Schauspieler Arthur Benzaquen ("Stalk", "Verbündete Feinde") lockte dort 4,2 Millionen Menschen in die Lichtspielhäuser. Mit einigen Jahren Verspätung feiert er unter dem Titel „Aladin – Tausendundeiner lacht!" seine Deutschlandpremiere im Heimkino.

Halb so schlimm: Die legendäre Geschichte um den jungen Dieb Aladin und die sagenumwobene Wunderlampe ist zeitlos und wurde in der Vergangenheit schon oft verfilmt – allerdings noch nie so verrückt wie in der vorliegenden Fassung. Zugegeben, wirklich viel mit dem bekannten Märchen aus 1001 Nacht hat die Handlung des Streifens nicht mehr gemein.

Zwei diebische Weihnachtsmänner

Sie setzt zunächst in der Gegenwart an: Die beiden Kleinkriminellen Sam (Kev Adams) und Khalid (William Lebghil) planen kurz vor den Feiertagen einen besonderen Coup. Sie schleusen sich als Weihnachtsmänner verkleidet in die Galeries Lafayette ein, um im Pariser Kaufhaus unbemerkt wertvolle Ware mitgehen zu lasen. Doch so einfach ist der Plan nicht umzusetzen.

Sam wird von einer Gruppe Kinder aufgehalten. Die Kleinen bestehen auf eine Märchenstunde mit dem Weihnachtsmann. Dem bleibt unter den strengen Augen des Abteilungsleiters nichts anderes übrig, als auf den Wunsch einzugehen. Kurzerhand entscheidet sich Sam für die Story um Aladin, die er in seiner ganz eigenwilligen Version erzählt.

Es geht in ein buntes Bagdad, wo der Taugenichts Aladin (Adams) auf die wunderschöne, aber rebellische Tochter des Sultans (Vanessa Guide) trifft. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch kaum hat sich das ungleiche Paar das erste Mal getroffen, wird es auch schon wieder getrennt – von einem bösen Großwesir (Jean-Paul Rouve) mit schlechtem Atem.

Ein Dschinn mit Allüren

Zu allem Überfluss soll die Prinzessin zeitnah verheiratet werden. Willige Kandidaten müssen auf Wunsch des Sultans (Michel Blanc) viel Vermögen mitbringen. Während der Großwesir im Zuge einer fiesen Intrige seinen angeblichen Neffen (Lebghil) als potenziellen Bräutigam präsentiert, hilft Aladin einem aufdringlichen Zauberer (Benzaquen) bei der Suche nach einer alten Lampe.

Als er sie findet, befreit er den darin gefangenen Dschinn (Eric Judor). Der Flaschengeist gibt sich zunächst divenhaft, lässt sich aber schließlich doch zu ein paar Wünschen breitschlagen. Gelingt es Aladin mit Hilfe dieser, die Prinzessin zur Frau zu nehmen?

Das Drehbuch von Daive Cohen parodiert mit seinen überspitzten Figuren und skurrilen Situationen nicht nur das altbekannte Märchen. Unzählige popkulturelle Referenzen schlagen trotz altertümlichem Orient-Ambiente immer wieder eine Brücke zu aktuellen Trends und Themen.

Humor der alten Schule

Die Gagdichte ist enorm hoch. Allerdings zündet bei weitem nicht jede Pointe. Vor allem mit Albernheiten, die unter die Gürtellinie zielen oder angestaubte Klischees bedienen, tut sich „Aladin – Tausendundeiner lacht!" keinen Gefallen. Der Humor der französisch-belgischen Produktion wirkt in vielen Momenten ein bisschen aus der Zeit gefallen, als wäre seit den Monty-Python-Filmen kein Tag vergangen.

Als Kontrast dazu präsentiert sie sich optisch sehr modern mit aufwendig animierten, aber dadurch auch sehr künstlichen Kulissen. Zum Glück wird dem sterilen Bagdad durch ein gut gelauntes Ensemble reichlich Leben eingehaucht. Die Darsteller beweisen Improvisationstalent und sorgen für viel Situationskomik. Daher weiß die Aladin-Variante trotz etlicher flacher Gags insgesamt gut zu unterhalten.

Am 18. November erscheint mit „Aladin – Wunderlampe Vs. Armleuchter" auch die 2018 entstandene Fortsetzung auf DVD und Blu-ray.

„Aladin – Tausendundeiner lacht!": Veröffentlichung am 10. September 2021 auf DVD und Blu-ray (SquareOne Entertainment)

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Quelle: YouTube / SquareOne Entertainment

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  • Rezension zu: Aladin – Tausendundeiner lacht!
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

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