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Ransom: Crime vom Fließband

Ransom: Crime vom Fließband © Universum Film GmbH

Wer die Krimiserie "Ransom" aufgrund eines unglücklichen Sendeplatzwechsels nicht bis zum Schluss gesehen hat, kann die verpassten Folgen nun im Heimkino nachholen.

Von Ende März bis Anfang Juni schlug sich die erste Staffel der Krimiserie "Ransom" wenig erfolgreich im Programm von VOX. Die hinteren Episoden erhielten schließlich sogar einen späteren Sendeplatz am Mittwochabend, weil der Sender nicht mit den Einschaltquoten zufrieden war. Für die RTL-Gruppe stellt das geringe Zuschauerinteresse eine besondere Enttäuschung dar, denn sie war neben dem US-Network CBS, dem französischen Sender TF1 und dem kanadischen Partner Global an der Produktion beteiligt.

Meister der Verhandlungstechnik

Vielleicht ging die als klassisches Crime Procedural angelegte Serie mit ihren schematisierten Drehbüchern einfach zu sehr auf Nummer sicher, um das TV-Publikum noch überraschen und packen zu können. Dabei klingt die Prämisse von "Ransom", die auf Erfahrungen des französischen Krisenvermittlers Laurent Combalbert basiert, durchaus interessant:

Verhandlungsprofi Eric Beaumont (Luke Roberts) hat früher beim FBI gearbeitet. Nach einem dramatischen Einsatz geht er jedoch eigene Wege mit seiner Firma "Crisis Resolution". Inzwischen gilt er weltweit als einer der besten Krisenvermittler. Er wird bei Fällen zur Hilfe gerufen, in denen ein Polizeieinsatz nicht erwünscht oder zu gefährlich ist. Nicht selten vermittelt ihm seine Ex-Frau Nathalie (Emma de Caunes), die für eine große Versicherung tätig ist, neue Jobs.

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Beaumonts Grundsatz besteht darin, jeden Konflikt ganz ohne Gewalt und allein mit Hilfe psychologischer Taktik zu klären. Skrupellose Verbrecher, nervöse Kidnapper, fiese Erpresser oder soziopathische Terroristen erweisen sich selten als einfache Verhandlungspartner. Daher wird Eric von einem cleveren Team unterstützt, das ihn mit Informationen über die Täter, Opfer und andere Beteiligte versorgt.

Die geheimnisvolle Neue im Team

Dazu zählen die ehemalige Polizistin Zara Hallam (Nazneen Contractor), die als leitende Ermittlerin fungiert, sowie Profiler Oliver Yates (Brandon Jay McLaren). Dieser erstellt im Nu psychologische Profile der Täter, damit Eric weiß, welche Strategie er am besten anwendet. Neu mit dabei ist die frisch gebackene Uni-Absolventin Maxine Carlson (Sarah Greene), die als Erics Assistentin viel lernen will.

Yates sprach sich gegen die Einstellung der ehrgeizigen jungen Frau aus, weil sie in direkter Verbindung mit Erics traumatischer Vergangenheit steht. Doch sein Chef weiß es besser und nimmt damit in Kauf, dass alte Wunden aufreißen.

Die Geheimnisse um Eric und Maxine werden im Laufe der Staffel immer wieder nur kurz thematisiert und erhalten erst im Staffelfinale eine umfassende Auflösung. Diese ist in etwa zu erahnen. "Ransom" besticht nicht gerade durch subtile Andeutungen oder clevere Twists.

Obligatorischer Fall der Woche

Die Serienschöpfer Frank Spotnitz ("Crossing Lines") und David Vainola verlassen sich voll und ganz auf die bewährte "Fall der Woche"-Formel. Diese bietet allein nach den ganzen "CSI"- und "NCIS"-Serien kaum mehr kreatives Potenzial. Routiniert wird eine Geschichte nach der nächsten durchgepeitscht und es ist stets klar: Beaumont und sein Team meistern jede noch so gefährliche Verhandlung.

Damit neue Zuschauer jederzeit in die Serie einsteigen können, werden die Mitglieder und ihre Aufgaben nahezu in jeder Episode beim Erstkontakt mit den aktuellen Klienten vorgestellt. Zeit für private Hintergrundgeschichten nimmt sich "Ransom" kaum: Während Zara ein glückliches Familienleben mit Mann und Kindern führt, sieht sich Yates mit einem Familienschicksal und rechtlichen Problemen konfrontiert. Meist stehen jedoch Eric und Maxine im Mittelpunkt der Nebenschauplätze.

Abgesehen von der letzten Folge liegt der Fokus sonst auf dem zu klärenden Fall. Einen Großteil der Zeit hängen die "Crisis Resolution"-Experten vor einem Hologramm-Bildschirm, der ihre Recherchen und telefonischen Kontaktaufnahmen mit den Tätern visualisiert. Dieses futuristische Element will nicht so recht zum Rest der Serie passen, soll das dialoglastige Hin und Her aber wohl spektakulärer machen.

Fortsetzung noch ungewiss

Den Schnickschnack hätte es gar nicht gebraucht bei dem ohne Frage motivierten, aber schrecklich unterforderten Cast. Selbst Protagonist Beaumont bleibt eine nur oberflächlich gezeichnete Figur. Diese kann Luke Roberts aber immerhin mit seinem naturgegebenem Charisma ausstatten. Dennoch hat das nicht gereicht, um ein breites Publikum an "Ransom" zu binden.

So ganz ist das Aus der Serie aber noch nicht beschlossen: CBS und RTL haben sich zwar aus dem Projekt zurückgezogen. Doch TF1 und Global schließen eine Fortsetzung noch nicht aus. Wird der fiese Cliffhanger zum Staffelfinale etwa bald aufgelöst?

"Ransom: Staffel 1": Veröffentlichung am 14.07.2017 auf DVD und Blu-ray (Universum Film GmbH)

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  • Rezension zu:
    Ransom: Staffel 1
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