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Das Comeback von Kommissar Beck

Das Comeback von Kommissar Beck © Baldur Bragason

Nichts für Action-Fans: In der schwedischen Krimireihe "Kommissar Beck" geht es auch nach längerer Pause ganz gemächlich zu.

Es waren lange sechs Jahre und fast sieben fürs deutsche TV-Publikum, in denen es keine neuen Folgen von "Kommissar Beck" gab. Die Probleme: Der volle Terminplan der beiden Hauptdarsteller Peter Haber und Mikael Persbrandt machte die Organisation gemeinsamer Dreharbeiten schwierig. Zudem musste zunächst die Finanzierung der fünften Staffel geklärt und ein neues Autorenteam zusammengestellt werden.

Vier neue, spielfilmlange Fälle der schwedisch-deutschen Krimi-Koproduktion werden Mitte Oktober im ZDF zu sehen sein. Die erste Hälfte der fünften Staffel mit ebenfalls vier Fernsehfilmen lief bereits Ende 2015 im Programm des Mainzer Senders, erscheint aber erst jetzt auf DVD.

Dezente Neuerungen im Beck'schen Universum

Auch wenn einige Zeit vergangen ist, allzu viel hat sich nicht verändert im Beck'schen Universum: Das Team um den besonnenen Kommissar (Haber) und seinen hitzköpfigen Partner Gunvald Larsson (Persbrandt) bekommt einen neuen, vielleicht etwas zu dynamischen Chef. Auch eine Spezialistin für Internet und Co hilft nun bei den Ermittlungen, in der die digitale Kommunikation inzwischen eine entscheidende Rolle spielt.

Mehr Tempo gewinnt "Kommissar Beck" durch die Neuerungen trotzdem nicht. Gewohnt gemächlich werden die einzelnen Fälle aufgebaut. Die Serie bemüht sich um eine realitätsnahe Darstellung der Polizeiarbeit vor düsterer, trister Kulisse.

Gleichzeitig nimmt sie sich viel Zeit für ihre Charaktere: Der Job macht die Ermittler zu Einzelgängern, da ihr Privatleben immer wieder zu kurz kommt. Selbst die Gastfiguren, die je nach Fall wechseln, bedienen nicht unbedingt klassische Stereotypen. Sie dürfen mehr sein als nur Bösewichte und Opfer. Die Drehbuchautoren betreiben keine Schwarz-Weiß-Malerei, sondern beleuchten die viel spannenderen Grauzonen.

Gepflegtes Krimi-Kammerspiel mit komplexen Fällen

Die bislang schon wenigen Action- und Gewaltszenen werden noch einmal zurückgefahren. Viel Platz nehmen dagegen zermürbende Befragungen von Zeugen und Verdächtigen ein. Fans typischer US-Serienkost dürfte das zu zäh sein. Auf ihre Kosten kommen dagegen Freunde des gepflegten Krimi-Kammerspiels.

Wie einst schon die Romanvorlagen zu "Kommissar Beck" aus der Feder des Autorenduos May Sjöwall und Per Wahlöö (1965 - 1975) versucht auch die Serie, am
Rande immer wieder Bezüge zum aktuellen Zeitgeschehen zu schaffen und dabei gesellschaftliche Missstände aufzuzeigen.

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So müssen sich Beck und Larsson auch mit dem Thema Terrorismus auseinandersetzen, als es zu Morden im Umfeld einer Terrorzelle kommt ("Die Invasion"). Zuvor gilt es den Tod eines Gangsters mit Immigrationshintergrund aufzuklären ("Familienbande"). Den Mörder einer 18-Jährigen zu überführen, die tot in einem Hotelzimmer gefunden wurde, erweist sich zum Staffelauftakt als besonders knifflig ("Mord in Zimmer 302"). Mit seinen vielen Wendungen bleibt auch der Fall um einen ermordeten Onkologen bis zum Schluss komplex ("Anatomie des Todes").

Da kommen die amüsanten Szenen mit Becks Nachbarn (Ingvar Hirdwall) wie gerufen. Der Hobby-Philosoph mit der Halskrause fungiert quasi als Running Gag der sonst humorbefreiten Serie. Am 4. November werden die vier weiteren Filme der Staffel fürs Heimkino erscheinen.

"Kommissar Beck: Staffel 5.1": Veröffentlichung am 30.09.2016 auf DVD (Edel Germany)

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  • Rezension zu:
    Kommissar Beck: Staffel 5.1
  • Redaktionswertung:
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