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First Look: Erfrischende Musik-Comedy ''Crazy Ex-Girlfriend'' mit Rachel Bloom

First Look: Erfrischende Musik-Comedy ''Crazy Ex-Girlfriend'' mit Rachel Bloom © 2015 The CW

Unberechenbar, überraschend und überaus originell: Die neue Musik-Comedy "Crazy Ex-Girlfriend" ist der charmante Underdog im US-Serienherbst.

The CW hat großes Lob verdient: Trotz katastrophaler Einschaltquoten von maximal 0,95 Millionen Zuschauern pro Folge, hält das Network bislang an der neuen Musik-Comedyserie "Crazy Ex-Girlfriend" fest. Zum Glück, denn das Format bringt eine erfrischende Programmfarbe ins US-Seriengeschehen. Der "First Look"-Check von hitchecker.de verrät, warum vor allem Fans von "Ally McBeal" unbedingt reinschauen sollten.

Achtung, die folgende Inhaltsangabe enthält leichte Spoiler!

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Die Story: Alles läuft in geregelten Bahnen. Aber glücklich fühlt sich irgendwie anders an? Genau so ergeht es der erfolgreichen New Yorker Anwältin Rebecca Bunch. Kurz vor ihrer Beförderung zur Kanzleipartnerin begegnet sie zufällig ihrer alten Teenie-Romanze Josh. Der erzählt ihr freudig von seinem anstehenden Umzug nach West Covina.

Das immer noch süße Lächeln ihres Ex-Freundes lässt Rebecca schließlich eine spontane Bauchentscheidung treffen: Sie schlägt den Karrieresprung aus, packt ihre sieben Sachen und lässt sich ebenfalls in dem verschlafenen Vorort von Los Angeles nieder.

Die ganze Welt dreht sich um Josh

Der insgeheime Wunsch, Josh dort wieder näherzukommen, erhält einen schnellen Dämpfer: Von seinem besten Freund, dem Barkeeper Greg, erfährt Rebecca, dass ihr Schwarm bereits eine Freundin hat. Kein Problem, redet sich die Endzwanzigerin ein und will sich nicht eingestehen, wie enttäuscht sie ist. Sie gibt sich sogar größte Mühe, mit der zickigen Yoga-Lehrerin Valencia Kontakt zu knüpfen.

Doch der Freundschaftsversuch mit Joshs besseren Hälfte geht ebenso in die Hose wie ein Date mit dem mehr als interessierten Greg. Rebeccas neue Kollegin Paula kommt da als starke Schulter und umsorgender Mutterersatz gerade recht. Vielleicht schaffen es die beiden ja gemeinsam, Joshs Interesse für Rebecca wiederzubeleben?

Erster Eindruck: Neue Comedyserien schlugen sich aus Quotensicht zuletzt weniger gut im US-Fernsehen. Daher setzen die Networks momentan lieber auf Crime-Procedurals ("Blindspot"), Spin-offs bewährter Formate ("Chicago Med") sowie Comic- und Kinoadaptionen ("Supergirl", "Minority Report"). Insofern ist die neue US-Comedyserie "Crazy Ex-Girlfriend" von YouTube-Star Rachel Bloom, die auch die Hauptrolle spielt, ein erfrischender Underdog. Leider fehlt diesem bislang das Publikum beim kleinen Network The CW. Oder polarisiert die durchgeknallte Ex-Freundin einfach zu sehr?

Vermutlich gibt es im Falle von Rachel Bloom und der schrill-bunten Inszenierung der Serie nur zwei Möglichkeiten: Man liebt oder man hasst beides. Die Wahl trifft der Zuschauer vermutlich schon in den ersten Minuten der Pilotfolge: Nach einem eher unauffälligen Intro überrascht das einstündige Format plötzlich mit einem musikalischen Bruch. Protagonistin Rebecca stimmt nach dem ersten Zusammentreffen mit Josh ganz unerwartet ein Lied an.

Musik-Parodien für die YouTube-Generation

Was zunächst irritiert, weil es direkt danach mit regulären Dialogen weitergeht, offenbart sich im Verlauf der weiteren Episoden als konsequent eingesetztes Stilmittel. Ähnlich wie in "Ally McBeal" und "Drop Dead Diva" kommen die Gefühle, Ängste und Gedanken der Titelheldin immer wieder in skurrilen Songs zum Ausdruck.

Der Clou: Diese funktionieren zumeist auch als satirische Video-Clips ganz unabhängig von der Serie, da sie mit zahlreichen popkulturellen Referenzen auftrumpfen. Mal räkelt sich Rachel Bloom bemüht lasziv wie eine Britney Spears. Mal liegt sie aufreizend wie eine Katy Perry im Bett, um über den Kuss mit einer anderen Frau zu trällern.

Auch die Co-Stars dürfen in ihren Rollen witzige Ohrwürmer anstimmen: Gabrielle Ruiz präsentiert als Valencia eine herrliche Bollywood-Parodie, während sich Josh-Darsteller Vincent Rodriguez III als Klon-Boygroup versucht. Donna Lynne Champlin beweist als Paula mit ihrer souligen Gaga-Hymne "Face Your Fears" echte Broadway-Qualitäten. Oder wie wäre es mit einer charmanten Crooner-Nummer von Santino Fontana in seiner Rolle als Greg?

Tatsächlich steckt in "Crazy Ex-Girlfriend" ganz viel Esprit der 50er- und 60er-Jahre. Damals war es selbstverständlich, dass Stars wie Fred Astaire oder auch Doris Day und Rock Hudson mitten im Film zu singen und tanzen begannen. Rachel Bloom und Co-Produzentin Aline Brosh McKenna haben dieses äußerst unterhaltsame Stilmittel wiederentdeckt und sehr zeitgemäß umgesetzt.

Eine würdige Nachfolgerin für Ally McBeal

Doch "Crazy Ex-Girlfriend" macht in den Momenten ohne Musik genau so viel Spaß:  Wunderbar überspitzte Albernheiten und witzige Slapstick-Momente sorgen für sichere Lacher. Der Running Gag bleibt auch nach der Auftaktfolge Rebeccas regelrechte Besessenheit von Josh, die sie sich aber nie selbst eingestehen will.

Die Serie zieht bekannte Geschlechter- und Beziehungsklischees durch den Kakao. Außerdem behandelt sie auf amüsante Weise typische Alltagsprobleme und aktuelle Trendthemen. Sei es das erste Date, ein wichtiges Vorstellungsgespräch oder der ehrgeizige Plan, sich vegan zu ernähren - Rebecca und die anderen liebenswerten Nebencharaktere lassen kaum ein Fettnäpfchen aus. Vor allem Rachel Bloom punktet dabei mit vollem Körpereinsatz und ganz viel Selbstironie.

Fazit: "Crazy Ex-Girlfriend" ist eine wunderbare Comedy-Perle unter den US-Neustarts. Wer schon mit TV-Anwältin Ally McBeal und ihrem imaginären Baby getanzt hat, wird ihre würdige Nachfolgerin Rebecca Bunch lieben. Bitte, bitte mehr davon - trotz der miesen Quoten!

Link: www.facebook.com/crazyxgf

"Crazy Ex-Girlfriend" läuft seit Oktober beim US-Network The CW.

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  • Rezension zu:
    Crazy Ex-Girlfriend
  • Redaktionswertung:
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