Die „Tatort“-Sommerpause ist vorbei: Zum Auftakt der neuen Krimi-Saison ermittelt Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm in einem Demenzdorf.

Tatort: König in Gelb
Charlotte (Maria Furtwängler) folgt einer Spur in die Musikschule König, die von Herrn Miller (Matthias Bundschuh) geleitet wird / © NDR, Frizzi Kurkhaus

Die „Tatort“-Sommerpause ist vorbei: Zum Auftakt der neuen Krimi-Saison ermittelt Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm in einem Dorf ohne Erinnerung.

Das Erste zeigt am 13. September die brandneue „Tatort“-Folge „König in Gelb“. Es ist die erste der Krimireihe, die bereits am Freitag vor ihrer linearen Ausstrahlung in die ARD Mediathek kommt. Ein neuer Einsatz von LKA-Kommissarin Charlotte Lindholm führt ins niedersächsische Kleinhude.

In einem sogenannten Demenzdorf, das seinen Bewohnerinnen und Bewohnern trotz Erkrankung ein möglichst normales Alltagsleben ermöglichen soll, ist eine ältere Frau ums Leben gekommen. Zunächst sieht alles nach einem Unfall beim Spaziergang aus.

Ex-Kommissar leidet unter Demenz

Dann meldet sich der ehemalige Hauptkommissar Matthias Vogel (Andreas Lust) bei Lindholm. Er ist überzeugt, dass Gustav König (Thomas Thieme), ein angesehener Musikpädagoge und Bewohner der Einrichtung, für sieben Morde verantwortlich ist. Die Taten haben sich über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren zugetragen. Auffällig ist dabei, dass die Opfer stets etwas Gelbes trugen.

Die Sache hat jedoch einen Haken: Vogel leidet selbst an fortschreitender Demenz und ist daher auch nicht mehr im Dienst. Seine Erinnerungen wirken mal gestochen scharf, mal völlig unzuverlässig. Ein Foto, das König mit einem früheren Opfer zeigen soll, ist verschwunden – und niemand außer Vogel scheint es gesehen zu haben.

Lindholm zweifelt an sich selbst

Der ehemalige Kollege schwankt zwischen brillanter Ermittlungsarbeit, aggressivem Misstrauen und Momenten, in denen er sich in einer anderen Zeit oder einer fantasierten Zukunft befindet. Trotz allem geht Charlotte seinen Hinweisen nach. Je tiefer sie in den Fall eintaucht, desto stärker beginnt auch sie, an ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.

Zudem stößt sie auf weitere Verdächtige: Ins Visier geraten Pierre Springer (Constantin von Jascheroff), der Neffe des jüngsten Opfers, und Herr Miller (Matthias Bundschuh), der Leiter von Gustav Königs Musikschule. Von König selbst kann die Ermittlerin keine wichtigen Hinweise erwarten: Er spricht kaum noch, reagiert allerdings auf Musik – vor allem auf seine selbst komponierte Oper. Liegt in dieser der Schlüssel zur Aufklärung der Verbrechen?

Nächster „Tatort“ kommt aus Köln

Neben Furtwängler, Lust und Thieme sind auch Marina Galic, Cornelius Schwalm, Kathrin Ackermann und Gerd Anthoff Teil des Ensembles von „König in Gelb“. Alexander Adolph verfasste das Drehbuch zum Krimi und hat diesen auch selbst inszeniert. Für die Musik, die wichtiger Bestandteil der Handlung ist, zeichnen sich Christoph M. Kaiser und Julian Maas verantwortlich.

Die Dreharbeiten fanden im vergangenen Februar und März in Seevetal und Hamburg statt. Triple pictures setzte den TV-Film im Auftrag des NDR für die ARD um. Am 20. September melden sich die Kommissare Max Ballauf und Schenk im nunmehr 96. „Tatort“ aus Köln zurück.

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