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Die öffentlich-rechtlichen Sender werden nicht müde, immer wieder neue Krimireihen ins Quotenrennen zu schicken. Der jüngste Streich der ARD heißt „Tiroler Blut“.

Die öffentlich-rechtlichen Sender werden nicht müde, immer wieder neue Krimireihen ins Quotenrennen zu schicken. Der jüngste Streich der ARD heißt „Tiroler Blut“.
Das ZDF holt am Donnerstagabend seit vielen Jahren Top-Quoten mit Serien, die vor idyllischer Bergkulisse spielen. „Der Bergdoktor“, „Die Bergretter“ und „Lena Lorenz“ bekommen nun Konkurrenz von einer neuen Krimireihe im Ersten: Auch „Tiroler Blut“ springt auf das bewährte Erfolgsrezept auf und entführt das TV-Publikum in malerische Landschaften.
Vorerst wurden zwei 90-Minüter produziert, die am 8. und 15. Oktober um jeweils 20:15 Uhr ausgestrahlt werden. In der ARD Mediathek ist der Pilotfilm bereits seit 5. Oktober zu finden, der zweite erscheint zum Start der linearen Ausstrahlung.
Im Zentrum der Serie steht eine Innsbrucker Polizistenfamilie. Fanny Gruber (Ursula Strauss) arbeitet als Chefermittlerin und ist damit in die Fußstapfen ihres Vaters getreten. Hannes (Sven-Eric Bechtolf) befindet sich inzwischen im Ruhestand. Fannys Sohn Tobi (Noah L. Perktold) steht dagegen noch ganz am Anfang seiner Dienstlaufbahn. Nur seine Schwester Anna (Allegra Tinnefeld) fällt aus der Reihe und sieht ihre Zukunft nicht bei der Polizei.
Die Besonderheit der Reihe liegt laut dem Produzentenduo Constanze Schumann und Mathias Lösel vor allem an dem erzählerischen Ansatz, drei unterschiedliche Generationen zu beleuchten. Die Fälle beschäftigen Fanny, Tobi und Hannes auch im Privaten und setzen sich quasi am Küchentisch der Grubers fort. Dies erlaube „eine ganz besondere Perspektive auf die sich wandelnden moralischen und ethischen Herausforderungen des Polizeiberufs“.
In der Auftaktepisode „Der erste Schuss“ eskaliert Tobis erster eigenverantwortlicher Einsatz als Polizist: Dieser führt ihn zur Familie um den gewalttätigen Lukas Prantl (Dominic Marcus Singer). Als dieser droht, seinen aggressiven Hund auf Tobi zu hetzen, greift der unerfahrene Beamte zur Waffe. Am Ende ist der Vierbeiner tot und der bedrohliche Vater lebensbedrohlich verletzt.
Tobi beteuert, aus Notwehr gehandelt zu haben. Doch die misshandelte Ehefrau Nadine (Marlene Hauser) stellt den Ablauf plötzlich anders dar. Fanny beginnt auf eigene Faust und gegen ausdrückliche Anweisung zu ermitteln, um ihren Sohn zu entlasten. Damit setzt sie ihre eigene Karriere aufs Spiel.
„Am Abgrund“ dreht sich eine Woche später um einen neuen Fall: Annas beste Freundin Clara (Lara Horvath) ist vor einigen Monaten bei einem vermeintlichen Unfall unter Drogeneinfluss ums Leben gekommen. Nun wurde Emily (Julia Novohradsky), die Tochter des mächtigen Immobilienmanagers Benedikt Renner (Cornelius Obonya), entführt.
Neben eines ungewöhnlich niedrigen Lösegelds verlangen die Kidnapper interne Unterlagen aus Renners Firma. Fanny steht zunächst vor einem Rätsel, bis sie erkennt, dass der Unternehmer nicht mit offenen Karten spielt. Schließlich stößt sie auf einen Zusammenhang zwischen der Entführung und Claras Tod in Renners Geschäftsräumen.
Die Drehbücher zu beiden Filmen stammen aus der Feder von Grimme-Preisträger Christian Jeltsch. Regie führte Matthias Tiefenbacher. Das Ensemble verstärken Alina Fritsch, Klaus Windisch und Kai Ivo Baulitz. Aaron Karl, Harald Schrott, Susanne Michel, Rina Juniku und Mona Kospach sind in Episodenrollen zu sehen.
Die Dreharbeiten fanden im Herbst 2025 in Innsbruck und Wien sowie in der näheren Umgebung der Städte statt. „Tiroler Blut“ ist eine Projekt von filmpool fiction und Rundfilm in Koproduktion mit ARD Degeto Film und ORF. Ob weitere Filme um Familie Gruber gedreht werden, steht noch nicht fest. Die Entscheidung über eine Fortsetzung dürfte die ARD von den Einschaltquoten und den Streaming-Abrufzahlen abhängig machen.
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