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Im Italien der 80er wird der gefeierte TV-Star Enzo Tortora zum Opfer einer Intrige und landet unschuldig hinter Gittern. Die Miniserie „Portobello“ beruht auf wahren Begebenheiten.

Im Italien der 80er wird der gefeierte TV-Star Enzo Tortora zum Opfer einer Intrige und landet unschuldig hinter Gittern.
Der italienische Sechsteiler „Portobello“ feierte international bereits vor einigen Monaten bei HBO Max Premiere. Hierzulande nimmt sich Arte dem True-Crime-Drama an. In der Mediathek des Senders ist die komplette Miniserie mit dem Zusatztitel „Unschuldig verurteilt“ seit 8. Oktober zu finden.
Die lineare Ausstrahlung beginnt am Donnerstag, den 15. Oktober, mit zunächst drei Folgen ab 22:45 Uhr. Eine Woche später läuft der zweite Episodenblock ab 21:45 Uhr. Das Drehbuch von Marco Bellocchio, Stefano Bises, Giordana Mari und Peppe Fiore basiert auf einem der größten Justizirrtümer der italienischen Geschichte.
Anfang der 1980er Jahre steht Fernsehmoderator Enzo Tortora (Fabrizio Gifuni) auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Seine Show „Portobello“ lockt regelmäßig bis zu 28 Millionen Menschen vor die Bildschirme. Die Sendung ist ein bunter Mix aus Unterhaltung, Kuriositäten und öffentlichem Marktplatz. Selbst im Gefängnis wird der TV-Hit geschaut – auch von Giovanni Pandico (Lino Musella), einem Vertrauten des Camorra-Bosses Raffaele Cutolo (Gianfranco Gallo).
Als handgefertigte Spitzendeckchen eines Mithäftlings abhanden kommen, die über „Portobello“ verkauft werden sollten, redet sich Pandico ein, Tortora habe ihn betrogen. Er entwickelt eine regelrechte Besessenheit, den Star zu vernichten. Unterdessen geraten die Machtstrukturen der Nuova Camorra Organizzata aus dem Gleichgewicht. Cutolo und weitere hochrangige Mafia-Mitglieder sind plötzlich aus dem Gefängnis verschwunden.
Pandico fühlt sich von seinem Umfeld verraten und beginnt, mit den Ermittlern zu kooperieren. Dabei belastet er Tortora mit frei erfundenen Aussagen. Zusammen mit weiteren Camorra-Mitgliedern behauptet er, der TV-Star sei in Drogengeschäfte der Mafia verwickelt. Aufgrund der Beschuldigungen wird der ahnungslose Tortora verhaftet.
Seine Schwester Anna (Barbora Bobulova), seine Lebensgefährtin Francesca Scopelliti (Romana Maggiora Vergano) und sein Anwalt Raffaele Della Valle (Davide Mancini) setzen alles daran, ihn wieder aus dem Gefängnis zu holen und seine Unschuld zu beweisen. Doch das erweist sich angesichts der öffentlichen Vorverurteilung und der undurchsichtigen Ermittlungen als schwierige Herausforderung.
Keiner von ihnen ahnt zu Beginn, dass sich Tortoras Kampf für Gerechtigkeit über Jahre hinweg ziehen soll. Erst 1987 wird er vollständig von allen Anschuldigungen freigesprochen und kehrt mit „Portobello“ ins Fernsehen zurück. Das TV-Comeback ist nur von kurzer Dauer: Im Mai 1988 erliegt Tortora seiner Lungenkrebserkrankung im Alter von nur 59 Jahren.
In weiteren Rollen sind Gennaro Apicella, Luciano Giugliano, Alessio Praticò, Massimiliano Rossi und Francesca Benedetti zu sehen. Regie führte Serienschöpfer Bellocchio. Umgesetzt wurde „Portobello“ von Our Films, Kavac Film und Arte France unter der Leitung des Produzententrios Simone Gattoni, Lorenzo Mieli und Mario Gianani.
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