Fans des französischen Kinos kommen zum Wochenstart wieder im Ersten auf ihre Kosten: „Die leisen und die großen Töne“ ist erstmals im deutschen TV zu sehen.

Die leisen und die großen Töne
Die ungleichen Brüder Thibaut Desormeaux (Benjamin Lavernhe, rechts) und Jimmy Lecocq (Pierre Lottin) kommen sich über die Musik näher / © Neue Visionen Filmverleih, Thibault Grabherr

Eine schwere Erkrankung führt zwei unterschiedliche Brüder, die sich bisher nicht kannten, erst im Erwachsenenalter zusammen. Können sie verlorene Zeit nachholen?

Das Erste setzte mit „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“ bereits am vergangenen Montagabend auf einen französischen Filmerfolg zur Primetime. Am 27. Juli folgt im Rahmen der Reihe „ARD SommerKino“ schon der nächste.

Die Produktion „Die leisen und die großen Töne“ (Originaltitel: „En fanfare“) feiert ihre deutsche TV-Premiere zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr. In der ARD Mediathek ist das Werk von Regisseur Emmanuel Courcol bereits ab 25. Juli verfügbar – allerdings nur für vier Wochen.

Schockierende Leukämie-Diagnose

Der Film dreht sich um den erfolgreichen Dirigenten Thibaut Desormeaux (Benjamin Lavernhe). Der Protagonist steht mitten im Leben, als eine Leukämie-Diagnose alles verändert. Auf der Suche nach einem passenden Stammzellenspender erfährt er, dass er adoptiert wurde und seine Mutter Claire (Anne Loiret) und seine Schwester Rose (Mathilde Courcol-Rozès) ihm nicht helfen können.

Doch es besteht dennoch Hoffnung: Wie sich herausstellt, existiert ein leiblicher Bruder, von dem er bisher nichts wusste. Jimmy Lecocq (Pierre Lottin) lebt in einfachen Verhältnissen im Norden Frankreichs, arbeitet in einer Kantine und spielt Posaune in einer lokalen Blaskapelle.

Zwei ungleiche Brüder

Zunächst begegnet er Thibaut misstrauisch und abweisend, lässt sich aber schließlich doch zur lebensrettenden Spende überreden. Nach dem Eingriff beginnt sich zwischen den ungleichen Brüdern vorsichtig eine Beziehung zu entwickeln.

Thibaut entdeckt Jimmys musikalisches Talent und fördert ihn. Während sich die Geschwister annähern, setzt sich Jimmys Freundin Sabrina (Sarah Suco) mit der Gewerkschaft gegen eine geplante Fabrikschließung ein. Auch Thibauts eigener Kampf ist noch nicht gewonnen.

Mix aus Tragikomödie und Gesellschaftsdrama

Courcol, der das Drehbuch zusammen mit Irène Muscari geschrieben hat, versucht sich mit seinem vierten Film an einem Spagat zwischen Tragikomödie und Gesellschaftsdrama. Der Mix lockte zwischen Ende 2024 und Anfang 2025 knapp 230.000 Besucherinnen und Besucher in die deutschen Kinos.

Beim Fünf Seen Filmfestival und dem San Sebastián International Film Festival wurde „Die leisen und die großen Töne“ jeweils mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2025 kam es darüber hinaus zu sieben Nominierungen für den renommierten César-Filmpreis.

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Quelle: YouTube / Filmladen Filmverleih

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